Diskussion:Ägypten

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[bearbeiten] Schreibung von Ortsbezeichnungen u.ä., Transliteration

Siehe Wikitravel:Latinisierung (Ägyptisch Arabisch)

[bearbeiten] Eindeutigkeit geografischer Bezeichnungen

Einige Ortsbezeichnungen in Ägypten, insbesondere die im Deutschen gebräuchlichen Angaben, sind weltweit nicht eindeutig. Daher gibt es für nachfolgende Bezeichnungen Änderungsvorschläge:

  • Alexandria (Ägypten)
  • Arabische Wüste (Ägypten)
  • Assuan-Stausee (Ägypten)
  • Memphis (Ägypten)
  • Mittelmeerküste (Ägypten)
  • Rotes Meer (Ägypten)
  • Theben (Ägypten), aber nicht Theben-West

[bearbeiten] Möglicher Datenverlust

Möglicherweise hat es einen Datenverlust im Abschnitt Anreise, geändert durch 80.185.112.225 am 3. Oktober 2005, durch den Spambot am 9. Oktober 2005 gegeben. Aber weder in der Versionshistory noch im Google-Archiv ließ sich hierzu etwas finden. Die Änderung betraf wohl eine Möglichkeit, nur mit Personalausweis und Lichtbildern einreisen zu können (?) bzw. dass israelische Einreisestempel kein Einreisehinderungsgrund sind. Das lässt sich aber bestimmt erfragen. Roland 13:17, 10. Okt 2005 (CEST)

Ich werde nachsehen! -- Steffen M. 13:26, 10. Okt 2005 (CEST)
Caches bei Suchmaschinen haben mir geholfen, den Inhalt wiederzufinden. Roland 13:39, 10. Okt 2005 (CEST)

[bearbeiten] Was noch zu tun ist

[bearbeiten] Redirects

Aegypten

[bearbeiten] Stil

Benutzer:Atlas (siehe Wikitravel:Artikel, die überarbeitet werden müssen) hat am 28. Januar 2006 den Stub {{Stil}} eingefügt. Aus meiner Sicht eher etwas willkürlich. Daher einige Kommentare:

Der Abschnitt "Regionen" muß konkretisiert werden; es wird nicht deutlich, welche Regionen-Artikel für die geografische Unterteilung Ägyptens benutzt werden. Übrige Regionen können ggf. unter "Weitere Ziele" aufgeführt werden.

Es werden alle hier genannten Regionen benötigt bzw. benutzt. Leider reichte die Zeit bisher nicht, alles bereits ausführlich zu beschreiben. Die hier verwendeten Regionen überschneiden sich kaum, von Nubien abgesehen. Mittlerweile glaube ich, dass die hier vorgenommene Unterteilung in Regionen halbwegs das Optimum darstellt. Im Gegensatz zu anderen Ländern kommt kaum jemand mit der Unterteilung in Gouvernements (der offiziellen Verwaltungseinteilung) zurecht; sie soll aber zusätzlich mit angeboten werden.

Der bisherige Inhalt von "Weitere Ziele" entspricht nicht den Vorgaben. Für die Aufzählung weiterer Orte als Reiseziele sollen die Unterregionen- bzw. Städte-Artikel dienen, zu denen sie einen Bezug haben; es entspricht nicht dem Stilhandbuch, eine "Indexseite" Ägypten/Orte in Ägypten anzulegen.

Es wird sich bald herausstellen, dass die geografische Hierarchie gerade bei Regionen mit zahlreichen Reisezielen allein nicht ausreicht. Hier benötigt man weitere Hilfsmittel, wie z.B. Indizes. Es ist in der Diskussion um Kategorien bzw. RDF an anderer Stelle ausgeführt worden (siehe en:Wikitravel:RDF_Expedition_Collection_of_wanted_features), dass derartige Indizes benötigt werden und dass u.U. weder Kategorien noch RDF ausreichend sein könnten. Die genannte Liste enthält bereits heute ca. 300 Einträge, letztendlich rechne ich mit ca. 500 Einträgen; das ist kaum über die Hierarch zu machen. Weiteres Beispiel: ich glaube nicht, dass ein Nichtfachman den noch nicht bearbeiteten Ort Negade (eine von mehreren möglichen Schreibweisen, man tausche alle e durch a und g durch q aus) sofort auf Anhieb der richtigen Region zuordnen wird. Vielleicht ist die Liste noch nicht das Optimum, ich habe sie daher als "experimentell" gekennzeichnet. Eine derartige Liste ist wohl sinnvoll, wie Kambodscha/Orte in Kambodscha zeigt.
Viele Reisende werden sich sehr schwer tun, ihre Reiseziele zu finden, wenn es nur die geografische Hierarchie gibt und wenn die Schreibweise von Zielen stark variiert. Anstatt ein möglicherweise unvollständiges Stilhandbuch zu benutzen, sinnvolle Dinge zu eliminieren, sollte das Stilhandbuch um entsprechende Abschnitte ergänzt werden.

Im Abschnitt Weblinks wurden Links abgelegt, die nicht den Vorgaben entsprechen: sie enthalten keine wertvollen Infos in deutscher Sprache oder es handelt sich um sekundäre Quellen.

Den Hinweis, die Informationen seien nicht wertvoll, kann ich nicht nachvollziehen -- die angegebenen Quellen sind zumeist das Beste, was das Web zu bieten hat. Dort, wo es ging, gibt es Links zu offiziellen Webseiten (Zeitungen etc.). Man wird sich aber auch daran gewöhnen müssen - wie im Fall der ägyptischen bahn, dass Sekundärquellen benannt werden, wenn es keine Primärquellen gibt. Und es dürfte sich als Illusion erweisen, in nicht deutschsprachigen Ländern offizielle Quelen in Deutsch zu finden!

Ich habe den Stub erst einmal gelöscht.

Dass es noch Arbeit gibt, das ist klar. Dafür habe ich eine Liste der noch zu erledigenden Arbeiten (siehe oben) angelegt. Dies betrifft aber interessanterweise nicht die genannten Kritikpunkte. Roland 11:10, 29. Jan 2006 (CET)

[bearbeiten] Schwieriges Verhältnis zwischen Ägyptern und Israelis bzw. US-Amerikanern

Im Zusammenhang mit der Aussage „Der Hass auf Israelis und US-Bürger ist in der Bevölkerung stark ausgeprägt, sie werden gelegentlich auf den Straßen öffentlich beschimpft. Es hilft möglicherweise, begehrte Hotels und Aufenthaltsorte dieser Touristen zu meiden.“ gab es vor wenigen Tagen einen wenig hilfreichen Kommentar: „Ah, ist das ironisch gemeint? Oder ernst?“ Es ist sicher müßig, die Beweggründe des Kommentators zu ergründen.

Deshalb soll es hierzu einen etwas längeren Kommentar zu den innen- und außenpolitischen Verhältnissen in Ägypten geben, die sich natürlich im Weltbild der Ägypten niederschlagen und deren Kenntnis das Handeln erklärbar macht. Dies ist als Begründung, nicht als Rechtfertigung gedacht. Als organisiert Rundreisender oder Badetourist kommt man mit dem Problem kaum in Berührung, als allein oder in kleiner Gruppe reisender Tourist schon eher.

Ägypten besitzt ein gewisses Gefährdungspotential insbesondere in den Touristenzentren. Man versucht, da man auf den Massentourismus wirtschaftlich angewiesen ist, mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Polizei und Militär sowie baulichen und logistischen Maßnahmen diesem Problem Herr zu werden, ohne aber 100-prozentige Sicherheit garantieren zu können. Diese Gefahr, der man sich durchaus bewusst sein sollte, wurde auch kürzlich in einem Gerichtsurteil indirekt bestätigt (siehe Ägypten-Urlauber müssen mit Terror rechnen (Netzeitung)). Aber auch kleinere Unannehmlichkeiten wie Beschimpfungen und Steinewürfe können vorkommen.

Innenpolitisch durchlebt Ägypten zurzeit eine nicht einfache Situation. Neben dem immer größer werdenden Gefälle zwischen Arm und Reich sind dies vor allem die Auseinandersetzungen zwischen politischer Führung und Opposition, inter- und intrareligiöse sowie interethnische Spannungen.

Ägypten wird momentan politisch weitgehend von der Nationaldemokratischen Partei bestimmt. In den letzten Jahren werden oppositionelle Kräfte immer stärker, hier seien z.B. die intellektuelle, liberale und pro-westliche Partei Al-Ghad (Der Morgen) mit ihrem momentan gefangen gehaltenen Vorsitzenden Aiman Nur und die verbotene Moslembruderschaft. Letztere gewinnt Ansehen in der Bevölkerung durch die Betreuung sozial Schwacher und politischen Einfluss durch ihr wohlgesonnene parteilose Mitglieder im Parlament und Oberhaus (Schura-Rat). Die kürzlich neu gestaltete Verfassung sieht nun ein völliges Verbot religiöser Parteien vor, was aber die innenpolitischen Spannungen eher verschärft. Eng damit ist aber ein Teil der religiösen Spannungen verbunden.

Die Muslimbruderschaft bzw. die al-Gamaa al-Islamiya („die islamische Gemeinschaft“) vertreten einen sehr orthodoxen und von vielen Muslimen nicht akzeptierten Islamismus, der lange Zeit gewalttätig in Erscheinung trat und viele Opfer, nicht nur Touristen, forderte. Es ist gerade zehn Jahre her, dass es einen Art Waffenstillstand gibt. D.h. natürlich nicht, dass deren Anhänger nicht weiterhin von der Staatsmacht verfolgt würden.

Es gibt aber auch starke Spannungen zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften, so zwischen Muslimen und Nichtmuslimen (Christen, Juden). Diese äußern sich z.B. in Morden und Zerstörungen von Kirchen sowie Wohnungen und Geschäften von Christen. Obwohl es in der Vergangenheit Erleichterungen für Christen gegeben hat (so muss jetzt nicht mehr das Staatsoberhaupt über Renovierungen bestehender Kirchen entscheiden bzw. hat jetzt erstmalig ein Gericht das Konvertieren vom Islam zum Christentum per se nicht als Straftat bewertet). Dennoch gelingt es der Polizei nicht immer, die kriminellen Handlungen gegen Christen zu unterbinden (dies ist sehr vorsichtig formuliert).

Offensichtlich wird der Tourist aber kaum mit diesen Spannungen im Kontakt mit den Einheimischen konfrontiert. Man stößt lediglich auf Unverständnis, wenn man sagt, dass man keiner Religionsgemeinschaft angehört. Ansonst gibt es wohl etwa folgende Beliebtheitsskala: Muslime, koptische, dann evangelische und katholische Christen und Juden. Man erwartet allerdings, dass man die Religionszugehörigkeit seines Partners mindestens genauso wertschätzt. Dass man Juden geringer schätzt als alle anderen hat weniger religiöse Gründe (so gab es bis in der 1950-er Jahre große jüdische Gemeinschaften), als denn politische.

Weniger bekannt sind innerethnische Konflikte, die es insbesondere zwischen den Ägypten des Niltals und den Beduinen auf dem Sinai und der alteingesessenen, teilweise libyschstämmigen Bevölkerung in der Libyschen Wüste gibt. Der Konflikt wurde deutlich, als die Beduinen auf dem Sinai in den Generalverdacht der Ausführung der Attentate 2005 und 2006 in Scharm esch-Scheich und Dahab gerieten, was die Verhaftung mehrerer Tausend Beduinen zur Folge hatte. Damit bekommen diese Konflikte auch eine außenpolitische Komponente im Kontakt zum Gaza-Streifen.

Dabei ist das geringste außenpolitische Problem, dass Frankreich und insbesondere Großbritannien noch als ehemalige Kolonialmächte wahrgenommen werden. Das schwierigste Problem ist das Verhältnis Ägyptens zu Israel, die bedeutsamsten Ereignisse sind die israelische Besetzung des Sinai in Folge der Verstaatlichung des Suezkanals 1956 und der verlorene Sechs-Tage-Krieg 1967. Man kann die Demütigung der arabischen Staaten (so auch Syriens und Jordaniens) vielleicht auch daran ermessen, wenn man sich den riesigen Umfang der Berichterstattung vor etwa zwei Wochen zum 40. Jahrestag des Krieges in der ägyptischen Presse vor Augen hält. Da sind die zeitweiligen Erfolge im Oktoberkrieg 1973 (Jom-Kippur-Krieg) nur wenig Trost. Für Ägypten brachte dies einen gewissen Erfolg mit dem Abschluss des Friedensvertrages vom Camp David 1979. Aber richtigen Frieden brachte der Vertrag nicht. Ägypten war auf Jahre in der arabischen Gemeinschaft isoliert. Und es ist noch gar nicht so lange her (um den 5. März 2007), dass ägyptische Parlamentarier die Annullierung des Vertrages forderten, nachdem ein israelischer Journalist Kriegsverbrechen an Ägyptern und Palästinensern im Sechs-Tage-Krieg aufdeckte. Zudem belastet der Palästina-Israel-Konflikt Ägypten doppelt: Ägypten ist zum einen als Anrainer direkt in den Konflikt eingebunden und zum anderen als Veranstalter von eher pro-israelischen Verhandlungen zwischen der Autonomiebehörde und Israel, meist in Scharm esch-Scheich, durchaus im Kreuzfeuer der Kritik. Die in letzter Zeit mehrfach aufgedeckten israelischen Spionageringe belasten das Verhältnis zusätzlich.

Auf riesige Empörung stieß natürlich der Einmarsch der USA in den Irak in der gesamten sunnitisch-arabischen Welt – insbesondere in der Bevölkerung –, ohne dass man damals vielleicht schon die fehlende völkerrechtliche Rechtfertigung wahrgenommen hätte und sicher auch nicht aus irgendwelcher Solidarität zu Saddam Hussein. Der Krieg trifft zudem fast alle Staaten der arabischen Welt wirtschaftlich, weil der Handel zum Irak zusammengebrochen ist und die Staaten mit den Hunderttausenden Flüchtlingen eigentlich überfordert sind. Wir groß der Hass auf die Amerikaner ist, zeigte die machtvolle Demonstration in Kairo zur dreijährigen Wiederkehr des Jahrestages des US-Einmarsches. Dies ist in mehrfacher Hinsicht bedeutsam: Demonstrieren ist in Ägypten verboten. Die ägyptische Regierung gab hierfür aber ausdrücklich eine Erlaubnis und befindet sich damit in einem richtigen Dilemma: zwischen dem Druck von der Straße und der pro-amerikanischen Haltung der ägyptischen Regierung. Das ägyptisch-amerikanische Verhältnis ist jüngst wieder im Zusammenhang mit den US-amerikanischen „Hilfe“ von ca. 1,3 Milliarden Dollar in der Bevölkerung und unter Parlamentariern in Kritik geraten.

So nimmt es nicht Wunder, wenn sich in der Bevölkerung Anti-USA- und Anti-Israel-Stimmung breit machen. Und nur wenige Ägypter insbesondere der Bildungselite sind in der Lage und willig, zwischen den Bürgern eines Landes und der Politik der Landesregierung zu machen. Und so lässt man seinen Unmut gegen die Touristen aus.

Es sind vielleicht Kleinigkeiten, die diesen Unmut zum Ausdruck bringen. Zwei persönlich beobachtete Beispiele sollen zur Illustration dienen: Dies sind zum einen lautstarke Beschimpfungen von Personen, die als Amerikaner oder Israelis gehalten werden. Zum anderen erwähnte ein Wüstenexpeditionsveranstalter mir beiläufig gegenüber, dass meine Wahl einer bestimmten Route gut sei, weil es unterwegs keine Straßenkontrollen gäbe. Die geplante Mitnahme eines Amerikaners hatte mir wohl eine Probleme gebracht.

Fazit: Ein möglichst geschicktes Verhalten den Ägyptern gegenüber insbesondere in kleinstädtischen und ländlichen Gebieten erspart u.U. eine Menge Ärger. Nehmen Sie die Frage woher Sie kommen, Ernst. Und wenn man Amerikaner ist, erinnert man sich an seine deutschen oder anderen Vorfahren und erwähnt, dass man das gute Englisch in einer deutschen Schule erlernt habe. Das wird aber nur bei passendem Verhalten und passender Kleidung glaubhaft.

-- Roland 15:41, 7. Jul. 2007 (CEST)