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Die Route der Könige und Kaiser in Posen

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Großpolen : Posen : Die Route der Könige und Kaiser in Posen
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Dieser Artikel ist eine Reiseroute.

Die Route der Könige und Kaiser ist eine Touristenroute in Posen in Polen

Charakteristik[Bearbeiten]

Die Route der Könige und Kaiser in Posen ist eine einzigartige Touristenroute, deren Schwerpunkt die Geschichte der Stadt darstellt. Sie bietet die Gelegenheit, die polnische Geschichte, Traditionen und Kultur an jenem Ort kennen zu lernen, wo sie ihren Anfang nahmen.

Alle Wirren der Geschichte, verwickelte Schicksale der Völker und das Ineinandergreifen von Kulturen haben das heutige die heutige Stadt geprägt, die jedem Touristen eine breite Palette an Attraktionen anbietet. Folgt man den Spuren der Könige und Kaiser, die an der Stadt Gefallen fanden, kann man Denkmäler der europäischen Kulturgeschichte bewundern, Kunstgalerien und Museen besichtigen und an einzigartigen kulturellen Veranstaltungen teilnehmen. Die Route führt aus der Vergangenheit in die heutige pulsierende Stadt, die auf Gäste wartet und die einzige Stadt in Polen ist, die Sie königlich und kaiserlich bewirten kann!

Wenn man die Route der Könige und Kaiser entlangspaziert, legt man eine Strecke von ca. 4,5 Kilometer zurück. Die Besichtigung der Stadt kann man an jeder beliebigen Stelle der Route anfangen.
Stary Rynek w Poznaniu

Vorbereitungen[Bearbeiten]

Einen Spaziergang sollte man mit einem Reiseführer in der Hand beginnen, der genaue Details zu der Route enthält. Sie sind erhältlich in:

  • Zentrale Touristeninformation (Zweigstelle des CIM), Stary Rynek (Altmarkt) (zwischen den Straßen: Świętosławska und Wrocławska), (+48) 61 852 61 56, [1]. Geöffnet: in der Saison täglich bis 21 Uhr, kürzer im Winter und am Wochenende..  edit
  • Städtisches Informationszentrum (Zweigstelle: Flughafen Poznań-Ławica): Bukowska-Straße 285. Tel. (+48) 61 849 21 40.
  • Glob-Tour, Hauptbahnhof (24 h) : Tel. (+48) 61 866 06 67

Die Broschüren zur Route der Könige und Kaiser sind kostenlos. Weiter Informationen finden Sie im Reiseführer von Dorota Matyaszczyk mit Fotos von Anna Jabłońska (ca. 13 Zloty). Die Reiseführer sind bei der Toursimusinformation und in der Buchhandlung erhältlich.


Zufahrt[Bearbeiten]

Zu Fuss[Bearbeiten]

Das ehemalige Kaiserschloss ist vom Hauptbahnhof nur ein paar Minuten zu Fuss entfernt. Weitere Stellen der Route lassen sich bequem mit dem Stadtverkehr erreichen.

Stadverkehr[Bearbeiten]

Wichtig ist zu wissen, dass in es in Posen Fahrkarten gibt, die eine bestimmte Zeit gültig sind. Sie sind am Kiosk und in manchen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Fahrkarten kosten 2 Zloty (einfach, 15 Minuten gültig) bzw. 1 Zloty (ermäßigt, 15 Minuten gültig). Wenn man weiter fahren möchte, löst man einfach eine weitere Fahrkarte. Fahrplan des MPK (städtische Verkehrsbetriebe: Busse und Straßenbahnen)


  • Straßenbahnlinie 6: Vom Hauptbahnhof PKP und vom Hauptbusbahnhof ist mit der Linie 6 Rondo Śródka erreichbar. Die Fahrt vom Hauptbahnhof PKP (Haltestelle Most Dwocowy – Bahnhofsbrücke) dauert 16, vom Hauptbusbahnhof 13 Minuten.
  • Straßenbahnlinie 8: Vom Hauptbahnhof PKP (Haltestelle Most Dworowy – Bahnhofsbrücke) sind erreichbar: Most Teatralny (Theaterbrücke) – 3 Minuten Fahrt; Dom (12 Minuten Fahrt); Rondo Śródka (13 Minuten Fahrt)
  • Straßenbahnlinie 5: Vom Hauptbahnhof PKP sind erreichbar: Kaiserschloss (Haltestelle Most Dworcowy) – 3 Minuten Fahrt; Plac Wolności (Freiheitsplatz) – 8 Minuten Fahrt; Altmarkt (Haltestelle Wrocławska-Straße) – 9 Minuten Fahrt.


Die Route (Variante 1)[Bearbeiten]

Es wurden hier nur ausgewählte Sehenswürdigkeiten der Route besprochen. Weiter Infos und Beschreibungen aller Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler der Route der Könige und Kaiser wurden in Reiseführern besprochen, die im städtischen Informationszentrum erhältlich sind.

Der Anfang der Route; Kirche des Hl. Johannes von Jerusalem Extra Mauros; Śródka; Ostrów Tumski

  • Einen Spaziergang auf der Route der Könige und Kaiser sollte man am besten mit der Besichtigung der Kirche des Hl. Johannes von Jerusalem Extra Mauros beginnen, die wohl die älteste Backsteinkirche in Polen ist. Seit 1957 liegt in der Nähe der Kirche der bekannte Posener Stausee Malta, ein beliebtes Sport- und Rekreationszentrum. Von der Kirche gehen wir gerade in die Jana-Pawła-II-Straße, in der Nähe von Rondo Śródka, dann gehen wir ein kürzes Stück der Prymasa-Stefana-Wyszyńskiego-Straße entlang.
  • Auf der Straße nach links kommen wir zum Rynek Śródecki. Śródka war ursprünglich eine Dienstsiedlung aus dem 12. Jahrhundert. Der Name leitete sich von den Wochenmärkten, die hier eben jeden Mittwoch stattfanden (“środa” heißt auf Polnisch Mittwoch). In der Mitte des Marktes steht die St. Margaretha-Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Sie grenzt an das populäre Malta-Kino. Gegenüber der Kirche, in Richtung Ostrów Tumski, befindet sich das ehemalige Oratorienerkloster. Am Kloster vorbei, gehen wir die Ostrówek-Straße entlang, deren Name an die kleinste Stadt der ersten Republik Polen erinnert, die Ende des 18. Jahrhunderts lediglich 225 Einwohner zählte. Weiter gehen wir über die Jordanbrücke (nur für Fussgänger und Fahrradfahrer zugänglich).
  • Über die Brücke überqueren wir den Fluss Cybina und befinden sich jetzt auf der Insel Ostrów Tumski, wo König Mieszko I. seine Burg bauen ließ. Auf der linken Seite sehen wir das erzbischöfliche Palais, vor uns sehen wir den Dom Sankt Petrus und Paulus, eine der ältesten polnischen Kirchen und den ältesten Dom. Höchstwahrscheinlich hier fand im Jahr 966 die Taufe Polens statt. In der Krypta wurden die ersten polnischen Herrscher bestattet. (die Besischtigung des Doms ist kostenlos; der Eintritt in die Krypta kostet 2.80 Zloty bzw. 1.80 Zloty ermäßigt). Nach der Besichtigung des Doms gehen wir weiter in Richtung der Kirche der Allerheiligsten Jungfrau Maria, die wegen ihrer langen Geschichte, die bis in das Jahr 965 zurückreicht, besonders sehenswert ist. Nachdem die tschechische Prinzessin Dobrawa nach Polen gekommen war, wurde auf der Insel die Burgkapelle errichtet. Neueste Forschungen lassen vermuten, dass das Presbyterium auf den Fundamenten einer als Kapelle dienenden Rotunde steht. Sicher ist, dass die Kirche auf den Resten einer Pfalz Mieszkos I. steht, die das größte weltliche Bauwerk im damaligen Polen war . Wegen der Unebenheiten des Geländes konnte das Bauwerk in dem ursprünglich geplanten Ausmaß nicht entstehen und die Bauarbeiten wurden nach einiger Zeit eingestellt (Das Gebäude ist für Besucher nicht zugänglich). Daneben steht die spätgotische Kantorei.

Chwaliszewo, Altmarkt, Przemysł-Hügel

  • Weiter wandernd überqueren wir über die Chrobrego-Brücke die Warthe und befinden uns in Chwaliszewo. Es war einst der einzige Weg, der Ostrów Tumski mit dem linken Wartheufer verband. Es sei zu erwähnen, dass sich das rund 100 Einwohner zählende Städtchen bis Mitte der siebziger Jahre auf einer Insel befand. Über die Garbary-Straße und Wielka-Straße (die einstige Haupt-Einfahrtstraße ins Posener Zentrum aus Richtung Ost) erreichen wir den Altmarkt.
  • Der Posner Altmarkt zählt zu den größten in Polen. Eine echte Perle der Renaissance-Architektur ist das zentral gelegene Rathaus. Hier hat seinen Sitz das Museum für die Geschichte der Stadt Posen. (Eintrittspreise: 5.50 Zloty normal, 3.50 Zloty ermäßigt). Am Altmarkt befinden sich viele sehenswerte Gebäude: die Stadtwaage, die Krämerhäuser, die Hauptwache (Musem des Großpolnischen Aufstandes 1918-1919), das Palais der Familie Mielżyński, das Palais der Familie Działyński, das Palais der Familie Górka (in der Wodna-Straße, wo sich heute das Archeologische Museum befindet; Eintrittspreise: 6 Zloty normal, 3 Zloty ermäßigt), der Pranger. Auf dem Altmarkt stehen sich vier Brunnen: der Proserpinabrunnen, der Neptunbrunnen, der Marsbrunnen und der Apollobrunnen. Auf der Ostseite des Altmarkts befindet sich die Zentrale Touristeninformation. Besuchenswert ist das einzige in Polen Musikinstrumentenmuseum (Abteilung des Nationalmusums. Posen).
  • Wir verlassen den Altmarkt und über die Paderewskiego-Straße begeben wir uns auf den Przemysła-Hügel. Die Schlichtheit des dort befindlichen Königsschlosses ist Ergebnis zahlreicher Kriege und Brände. Das Gebäude ist heute Sitz des Museums für Angewandte Kunst (Abteilung des Nationalmuseums Posen) (Eintrittspreise: 5. 50 Zloty normal, 3.50 Zloty ermäßigt). Ein absolutes Muss für jeden Besucher ist das Stadtmodell vom alten Posen im Kellergeschoss des Klosters der Franziskaner-Minoriten. (Eintrittspreise: 12 Zloty normal, 9 Zloty ermäßgt). Wenn man am Königsschloss vorbeigeht, kann man die Galerie für Malerei und Skulptur des Nationalmuseums Posen besichtigen (Eintrittspreise: 10 Zloty normal, 6 Zloty ermäßigt.

Plac Wolności, Adam-Mickiewicz-Platz, Kaiserschloss (ehemaliges preußisches Repräsentationsviertel).

  • Steht man vor der Galerie für Malerei und Skulptur, blickt man auf den Plac Wolności. Auf der linken Seite befidet sich das “Bazar”-Hotel, mit dem die Geschichte der polnischen Befreiungskämpfe aufs Engste verknüpft ist. Ignacy Paderewski hielt hier seine berühmte Rede, die den erfolgreichen Posener Aufstand 1918-1919 auslöste. Rechts steht die Raczynski-Bibliothek. Das Gebäude am anderen Ende des Platzes (ehemaliges Deutsches Theater, heute “Arkadia”) beherbergt das Städtische Informationszentrum.
  • Wir passieren die 3-Maja-Straße und gehen die 27-Grudnia-Straße entlang, an deren rechten Seite Polnisches Theater steht. Es wurde durch Spenden finanziert, die man in allen drei Teilungsgebieten Polens sammelte, woran die Inschrift “Naród sobie” (die Nation für sich selbst) erinnert. In der Nähe befindet sich eines der charakteristichsten Bauwerke Posens, der “Rundbau” - “Okrąglak”.
  • Wir gehen jetzt die Fredry-Straße entlang, an der sich die neugotische Erlöserkirche befindet, deren hoher Turm von weitem erkennbar ist. Sie lag an der westlichen Stadtgrenze, weil dort, wo heute die Kościuszki-Straße verläuft, die Mauern der preußischen Festung standen. In der Nähe befindet sich das Gebäude der preußischen Ansiedlungkommission, (Collegium Minus) heute Sitz der Medizinischen Universität Posen. Wenn man vor dem Collegium Minus steht, blickt man auf das monumentale Kaiserschloss. Das 1905-1910 von Wilhelm II. errichtete Schloss ist die letzte Monarchenresidenz Europas.
  • Wir passieren die Niepodległości-Allee und befinden uns vor dem Opernhaus (Teatr Wielki im. Stanisława Moniuszki), vor dem der Adam-Mickiewicz-Platz und Adam-Mickiewicz-Park liegen, wo man sich ausruhen kann. Das Adam-Mickiewicz-Denkmal und das Denkmal des Posener Aufstandes 1956, das an die blutige Niederschlagung des Arbeiteraufstandes am 28. Juni 1956 erinnert, prägen das Bild des Ortes. Die beiden Denkmäler stehen in der Mitte des repräsentativen Kaiserviertels, in dem die preußischen Behörden ihren Sitz hatten, nachdem die städtischen Befestigungsanlagen abgetragen worden waren. Unweit befindet sich die Adam-Mickiewicz-Universität (Collegium Minus und Universitätsaula).

Jeżyce, Herz-Jesu- und St.-Florians-Kirche (Ende der Route).

  • Anschließend gehen wir zum Stadviertel Jeżyce, das für seine Jugendstilhäuser (Münchner, Wiener und Schottischer Jugendstil) bekannt ist. Weiter wanderend gehen wir die J.H.-Dąbrowskigo-Straße entlang, an deren Anfang das Neue Theater, eine der besten polnischen Theaterbühnen, liegt. Etwas weiter rechts sieht man eine Reihe von Jugendstil- und Fachwerkhäusern und den Jeżycki-Markt.
  • In der Nähe befindet sich die Herz-Jesu und St.-Florianskirche, die Endstation der Route der Könige und Kaiser.


Die Route (Variante 2)[Bearbeiten]

Wenn Sie Lust haben, die Sehenswürdigkeiten auf der Route der Könige und Kaiser mit dem Bus kennen zu lernen, stehen für sie Busse der Linie 100 bereit (leider nur sonntags, und nicht ganzjährig). 2008 verkehrt der Bus vom 20. April bis 19. Oktober. Busfahrer und Schaffner tragen historische Uniformen. Während der Fahrt hört man Informationen über die Baudenkmäler und Geschichte der Stadt. Das einfache Ticket kostet 3 Zloty (normal), 2 Zloty (ermäßigt) oder 8 Zloty (Familienticket). Das Ganztagsticket kostet 10 Zloty (normal), 5 Zloty (ermäßigt) oder 20 Zloty (Familienticket). Mit dem Ganztagsticket kann man am selben Tag an jeder beliebigen Haltestelle aussteigen und später wieder einsteigen. Es berechigt zusätzlich zum Eintritt in das Stadtverkehrsmuseum sowie zur Fahrt mit der Parkeisenbahn “Maltanka”. Die Linie 100 verkehrt stündlich (von 13 bis 17 Uhr) ab der Haltestelle Gajowa-Straße. Der Bus hält an Haltestellen, von denen aus die größten Sehenswürdigkeiten der Route bequem erreichbar sind. Der Bus zieht eine Schleife und erreicht an der Anfangshaltestelle nach ca. 40 Minuten Fahrt. Der Bus 100 hält an folgenden Haltestellen: Marcinkowskigo-Allee, Maltasee, Śródka/Maltanka, Dom. Den Busplan finden Sie auf der Internetseite des MPK: Die Buslinie 100 weicht an manchen Stellen von der Route ab, man kann aber mit ihr die entlegensten Stellen auf der Route erreichen.

Buslinie 100: Gajowa – Zwierzyniecka – Św. Marcin – Aleje Marcinkowskiego – Plac Wolności – Ratajczaka – Kościuszki – Krakowska – Kazimierza Wielkiego – Most Św. Rocha – Piotrowo – Berdychowo – Jana Pawła II – Śródka/Maltanka – Wyszyńskiego – Estkowskiego – Aleje Marcinkowskigo – Plac Wolności – Fredry – Kościuszki – Święty Marcin – Zwierzyniecka – Gajowa.

Beachte: die angegebenen Preise sind gültig für 2008 und können geändert werden.




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