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Delphi

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Griechenland : Delphi
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Das Wahrzeichen von Delphi - der Tholos.

Delphi war in der Antike eine der bedeutensten Städte Griechenlands. Im berühmten Orakel von Delphi sagte die Pythia - eine Priesterin - den Herrschern der griechischen Welt die Zukunft voraus. Die Ausgrabungsstätte, die nördlich des Golfes von Korinth am Fuße des Parnassgebirges liegt, ist heute Weltkulturerbe. Der eigentliche Ort Delphi bietet wenig ansehnliches. Es ist vorallem laut und fest in Hand des Geschäfts mit den Touristen.

Anreise[Bearbeiten]

Delphi liegt nördlich des Golfes von Korinth am Fuße des Parnassgebirges. Der kleine Ort wird nur von einer Straße (Nr. 48) durchzogen. Von Athen bieten sich zwei Möglichkeiten Delphi mit dem Auto anzufahren. Entweder wählt man die Autobahn 1 Richtung Lamia und biegt dann bei Thiva auf die 3 nach Livadia und weiter über die 48 nach Delphi. Alternativ kann man auch Athen Richtung Westen (Korinth) über die Autobahn 8 verlassen und biegt dann bei Elefsina auf die 3 Richtung Mandra und Thiva (Theben). Für die Strecke von Athen sollte man etwa 3 Stunden einrechnen. Ein schöner Abstecher kann bei Distomo zum Kloster Osios Loukas gemacht werden. Von Osten (z.B. Patras) führt die Strecke über Nafpaktos entlang der Küste (Straße 48) über Itea nach Delphi. Für die 110 Kilometer lange Strecke sollte man eineinhalb bis zwei Stunden rechnen. Aus Richtung Norden gibt es die Möglichkeit von Lamia über die Straße 3 und die Straße 27 zu fahren. Von Lamia sind das es ungefähr 100 Kilometer.

Auch mit dem Bus ist Delphi gut zu erreichen. Busverbindungen bestehen von Athen, Patras, Thessaloniki und Lividia (hier gibt es auch den nächsten Bahnhof). Teilweise muss man in Itea umsteigen. Neben den offiziellen Busnetz gibt es aus praktisch allen größeren Städten auch Ausflugsbusse. Am besten man informiert sich bei der lokalen Touristeninformation.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Apollon-Tempel: Hier saß die Pythia über der Felsspalte aus der die hellseherischen Dämpfe emporstiegen.

Die Bedeutung Delphis in der Antike kann schwer unterschätzt werden. Das im 9. Jahrhundert vor Christus aerrichtete Apollon-Heiligtum ist auf die Ruinen einer kulturell bedeutenden mykenischen Siedlung (etwa 15. - 12. Jh. v. Chr.) gebaut. In der Antike war Delphi das Zentrum der Welt. In der Sage lies Zeus zwei Adler an den Enden der Welt aufsteigen und der Ort an dem sie sich trafen war Delphi. Die Stelle wurde durch den Omphalos ("Nabel der Welt"-Stein) im Apollontempel gekennzeichnet. Einer anderen Sage zufolge, tötete Apollo den Drachen Python. Dieser bewachte die Felsspalte bewachte aus der die Dämpfe aufstiegen, die Menschen in Trance versetzen und die Zukunft voraussagen lassen konnten. Nachdem Apollo besitz von dem Ort genommen hatte, übertrug er der Priesterin Pythia die Aufgabe, die berühmten mehrdeutigen Orakelsprüche in seinem Namen zu verkünden. Das Orakel begründete die immense Bedeutung Delphis in der Antike. Aus der ganzen (antiken) Welt reisten Herrscher und Heerführer nach Delphi um sich die Zukunft weissagen zu lassen. Das machte Delphi zum größen politischen Zentrum und gab den Priestern große Macht die Geschicke indirekt durch die Auslegung der Orakelsprüche zu steuern. Später (ab dem 6. Jh. v. Chr.) begannen auch die Barbaren (Nicht-Griechen) das Orakel zu konsultieren. Mit der wachsenden Bedeutung kam es auch zunehmend zu Spannungen in und um Delphi.

Neben dem Orakel war Delphi auch Austragungsort der Pythischen Spiele, die alle vier Jahre gehalten wurden. Heute zeugen noch die Schatzhäuser (Thesauren) der verschiedenen Polis (Stadtstaaten) von der Bedeutung dieser Veranstaltungen. Gemessen wurde sich in verschiedenen sprotlichen Disziplinen, aber auch in verschiedenen Künsten wie Musik, Gesang, Tanz und Theater. Schließlich war Apollo der göttliche Patron dieser Künste. Im 2. Jh. v. Chr. übernahmen die Römer die Herrschaft über Delphi, welches vom Senat in Rom als formell unabhängig erklärt worden war. Dennoch verarmte Delphi mit dem übrigen Griechenland zusehends und wurde 86 v. Chr. durch den römischen Feldherrn Sulla geplündert. Als die Thrakier 3 Jahre später Delphi eroberten soll der Legende nach das heilige Licht, dass über Jahrhunderte gebrannt hat, erloschen sein.

Delphi verschwand aus der Geschichte und taucht erst 1892 wieder auf. Französische Archäolgen begannen mit Ausgrabungen auf dem Areal. Das kleine, unbedeutende Dorf Kastri, dass sich damals auf den Ruinen befand wurde kurzerhand verlegt. Ergebnis ist das heutige Dorf Delphi. Die erste Ausgrabung dauerte bis 1903 an. Viele weitere folgten, zuletzt in den 1990er Jahren.

Mobilität[Bearbeiten]

Einige Parkplätze befinden sich direkt bei der Ausgrabungsstätte und dem Museum. Diese sind in der Saison schnell belegt. Es ist kein Problem in dem Dorf selber zu parken. Von dort sind es nur wenige Schritte zu den Anlagen (5 Minuten).

In den Sommermonaten ist Delphi regelmäßig verstopft. Da kann eine Ortsdurchfahrt schon mal eine halbe Stunde dauern.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Wunderbarer Panoramablick über das Schatzhaus der Athener hinweg.
  • Apollonheiligtum
  • Kastalische Quelle
  • Marmaria
  • Museum

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Delphi verfügt über zwei, drei Gemischtwarenläden in denen man alle Artikel des täglichen Bedarfs zu leicht gehobenen Preisen kaufen kann. Daneben gibt es natürlich unzählige Souvenirläden in denen man Postkarten, T-Shirts, Statuen und sonstige Mitbringsel erhält.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Egal für welche Unterkunft man sich entscheidet, grundsätzlich unterteilen sich die Zimmer in den Hotels in zwei Kategorien: zur Straße oder zum Tal. Letztere sind unbedingt vorzuziehen und erstrebenswert! In den Zimmern zur Straße merkt man schnell, dass sich der Schall in der engen Durchgangsstraße gut fängt und man direkt am Geschehen teilhaben kann. Laute Musik und viel Verkehr sorgen dann für den Rest.

  • Hotel Sybilla
Liegt an der unteren Durchgangsstraße (Nr. 9) am östlichen Ende des Ortes. Die Zimmer sind sauber aber etwas alt und schlecht schallisoliert. Zur Ausstattung gehören Fernseher und Bad aber keine Klimaanlage. Doppelzimmer kosten ungefähr 24 Euro. Tel. 22650/82335.
  • Hotel Athena
Ebenfalls an der unteren Durchgangsstraße (Nr. 55) gelegen bietet das Hotel saubere und nette Zimmer mit Bad. Ein Doppelzimmer kostet um 40 Euro. Tel. 22650/82239.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Unweit von Delphi liegt der kleine Skiort Arahova. Dieser ist nicht weniger touristisch als Dephi und bietet vor allem Cafes, Restaurants und Souvenirgeschäfte in denen Wurst und Wanderstöcke angeboten werden. Im Gegensatz zum Nachbarort wirkt er doch wesentlich athmosphärischer und sieht eher nach Alpendorf als nach griechischem Gebirgsdorf aus. Ein wunderbaren Blick über das herrlich gelegene Dorf bieten zwei Parkbuchten etwas östlich des Ortes.

Weblinks[Bearbeiten]

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