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Dar es Salaam

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Dar es Salaam
Stadtzentrum von Daressalam
Kurzdaten
Bevölkerung: 3.207.000
Koordinaten: 6° 49' 0" S, 39° 17' 2" O 




Daressalam ist die größte Stadt des ostafrikanischen Staates Tansania und war bis 1974 auch noch dessen Hauptstadt. Daressalam hat etwa 2,7 Millionen Einwohner und liegt an der Ostküste des Landes.

Stadtteile[Bearbeiten]

Die relativ große Expatriat-Community lebt zum großen Teil auf der Halbinsel Msasani, mit den Stadteilen Oyster Bay und Masaki.

Hintergrund[Bearbeiten]

Daressalam ist als touristische Destination noch weitgehend unbekannt. Die meisten Touristen reisen nach kurzem Aufenthalt häufig weiter zu den touristischen Zielen wie Sansibar oder in die Nationalparks. Dabei hat die Großstadt einiges zu bieten: neben unzähligen Sehenswürdigkeiten wie den historischen Gebäuden begeistert die Stadt mit freundlichen und offenen Einblicken in das geschäftige Leben der Einheimischen.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Es gibt Direktflüge mit Swiss von Zürich oder mit KLM von Amsterdam nach Daressalam. Alles andere ist sehr umständlich und in der Regel nur unwesentlich günstiger.

Bahn[Bearbeiten]

Bus[Bearbeiten]

Die Busse sind ca. 30-Plätzer. Sie werden Daladala genannt. Meistens sind sie überfüllt, aber man kommt recht schnell ans Ziel. Bezahlt wird pro Fahrt, egal wie weit. Jeder Bus hat einen breiten Farbstreifen, der von weit schon gut sichtbar ist. Dieser zeigt, wo die Endstation ist, ähnlich einem U-Bahn-System. Wenn der Bus irgendwo anhalten muss, Kamera und ähnliche Wertsachen gut festhalten.

Auto[Bearbeiten]

Die Autos fahren, wie in Großbritannien, links. Die größere Hürde ist allerdings die nicht aufhören wollende Rushhour; die Straßen sind ständig überfüllt. Eine rote Ampel ist im besten Fall eine Diskussionsgrundlage; Neben der Hupe sind die eigene Stimme und die rechte Hand, die als zusätzliches Kommunikationsmittel aus dem Fenster ragt, unumgänglich. Die Taxis sind leider nicht mehr billig, aber immer noch eine entspannendere Art von A nach B zu gelangen.

Schiff[Bearbeiten]

Mobilität[Bearbeiten]

Zu Fuß[Bearbeiten]

Das City-Center kann problemlos zu Fuß entdeckt werden und auch für Kurzstrecken bietet sich stets ein Spaziergang an. Andernfalls würde man doch zu viel von der Atmosphäre und dem speziellen Flair der Straßen verpassen. Jedoch besitzt nicht jede Straße einen Bürgersteig und häufig ist man auch gezwungen, den auf dem Gehweg parkenden Autos auf die Straße auszuweichen. Gerade hier sollte man gewarnt sein, da motorisierte Gefährte stets Vorfahrt haben, beziehungsweise dieses Recht ohne Warnung oder einem Hupsignal durchsetzen. Dazu sollte man auch auf den gewöhnungsbedürftigen Linksverkehr achten.

Fahrrad[Bearbeiten]

Es ist möglich, sich mit dem Fahrrad in der Stadt zu bewegen. Leider sind die Straßen-/Verkehrsverhältnisse für Fahrradfahrer besonders gefährlich, da kaum Rücksicht genommen wird. Hingegen ist es in weniger befahrenen Gebieten, wie der Msasani Halbinsel oder an Sonntagen im Stadtzentrum ein zu empfehlendes Fortbewegungsmittel um einen schönen Eindruck der Stadt zu bekommen.

Daladala[Bearbeiten]

Die (privaten) Kleinbusse stellen das öffentliche Verkehrsmittel der Stadt dar. Und sind fest verankert im Straßenbild. Sie bieten eine gute und günstige Möglichkeit, um ans Ziel zu kommen. Die Fahrzeit ist selten vorauszusehen, da es aufgrund der Infrastruktur schnell zu kleineren (oder längeren) Staus kommen kann. Vor allem zu den Stoßzeiten (morgens in die Stadt und nachmittags/abends hinaus) sind die entsprechenden Routen überfüllt und auch die Daladalas proppenvoll. Es gibt diverse Linien, deren Anfangs- und Endhaltestelle vorne am Bus stehen. Farbkombinationen und kleine Schrift markieren zudem die Hauptstraßen, die benutzt werden. Die größeren Haltestellen kann man im Internet recherchieren und werden vom “conductor” ausgerufen. Bei individuellen Haltestellen hilft der Ausruf “shusha” um um Halt zu bitten. Eine durchschnittlich Fahrt in der Stadt kostet 400 Schillinge (20 Eurocent, 2013), für sehr lange Strecken (z.B. Mwenge - MGBoto) können auch 600 ausgerufen werden.

Taxi[Bearbeiten]

Bei Weitem das sicherste Verkehrsmittel, auf Dauer entgeht dir aber zu viel. Die Taxen fahren von fast allen Orten, an denen Kundschaft lockt. Hier ist Verhandeln Pflicht, sonst zahlt man leicht den doppelten Preis. Für eine Fahrt von 10 Minuten sind meiner Meinung nach 2.500 bis 3.000 Schillinge das absolute Maximum. Ab und zu kann es vorkommen, dass der Fahrer vom dir vielleicht bekannten Weg abweicht - nicht nervös werden, er wird auf dem Weg zu Kollegen sein, um nach dem Weg zu fragen, obwohl er versichert hat, ihn zu wissen und obwohl du ihn selber beschreiben könntest. Oder er ist auf dem Weg, einen kleinen Kurierdienst zu erledigen, zu dem deine Route einen Umweg darstellen würde.

Bajaj[Bearbeiten]

Ein Gefährt auf 3 Reifen mit ein bisschen mehr Power. Vor allem nachts ein bevorzugtes Verkehrsmittel und etwa 2/3 des Preises eines Taxis.

Bodaboda[Bearbeiten]

Das Motorradtaxi, das sich selten an die Straßenregeln hält. Man erreicht sein Ziel trotz Stau weitaus schneller als mit den übrigen Fortbewegungsmitteln. Jedoch sind viele Fahrer ohne Lizenz unterwegs und aufgrund der Fahrweise sollte man sich eine Fahrt mit dem Bodaboda doppelt überlegen.

Mietwagen[Bearbeiten]

Theoretisch gibt es auch die Möglichkeit, sich einen Wagen zu mieten. Mietwagen sind dabei oft die typischen Toyota-Limousinenmodelle und in passablem Zustand. Das weiße Kennzeichen offenbart einen aber von weither als Touristen und allzu gerne wird man dadurch von der Verkehrspolizei angehalten. Außerdem ist der Verkehr sehr gewöhnungsbedürftig, besonders die Innenstadt sollte man ohne Erfahrung meiden. Wer doch Auto fährt: Von der Hupe wird hier oft Gebrauch gemacht, auch selbst sollte man das tun.

WICHTIG: Wenn man als Weißer in einen Autounfall mit Personenschaden verwickelt ist, nie anhalten oder gar aussteigen! Man ist nach Gesetz nicht verpflichtet dies zu tun, da Lynchjustiz für solche Vergehen leider an der Tagesordnung ist. Stattdessen direkt zu einer Polizeistation fahren, am besten nebenher gleich einen Anwalt, Bekannte, Botschaft etc. anrufen.

Insgesamt sind Daladalas zuverlässig und ausreichend schnell. Wenn viel Gepäck befördert werden muss, ist eher das Taxi zu empfehlen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Für eine Reise durch die Stadt sollte man am besten einen Guide anheuern oder kostengünstig eine City-Tour buchen. Nur wenige Anbieter haben sich auf die City-Touren spezialisiert, aber gerade diese Touren bieten einen tiefen Einblick in das pulsierende Leben der Stadt. [1]

Mwenge Craft Market[Bearbeiten]

Die Schnitzkunst der Makonde ist die wohl bekannteste Kunst aus Tansania. Die Makonde-Skulpuren verbinden traditionelle Elemente mit zeitgenössischer Kunst. So beschreiben viele Schnitzereien sowohl die Stammesgeschichte als auch eine moderne Note des heutigen Lebens. Der Markt enthält eine riesige Sammlung von einzigartigen Schnitzereien. Sogar Schnitzereien auf Bestellung und besondere Anfertigungen sind möglich. Vor allem ein Blick hinter die Hütten der Ausstellenden ist zu empfehlen, da man dort die fleißigsten Arbeiter ihrer Kunst live beim Anfertigen beobachten kann.

Village Museum[Bearbeiten]

Dieses Freiluftmuseum zeigt eine Ansammlung von stammesüblichen Hütten. Hier bekommt man einen kleinen Einblick in die traditionelle Architektur einiger Stämme Tansanias.

Tingatinga Center[Bearbeiten]

Bestaune die riesige Anzahl der Tingatinga-Gemälde und sichere dir ein einzigartiges Souvenir für die Heimreise.

Kivukoni Fish Market[Bearbeiten]

Frisch aus dem Indischen Ozean bieten die einheimischen Fischer hier ihre Ware an. Inmitten eines regen Marktgeschehens lockt die große Auswahl an Meeresfrüchten. Auch die Preise sind sehr günstig und zumindest die Oktopussuppe mit Tentakeln sollte man probiert haben.

Kivukoni Waterfront[Bearbeiten]

Entlang der Kivukoni Waterfront stehen noch einige alte Gebäude aus der deutschen und englischen Kolonialzeit. Zudem entzücken die evangelische Kirche und die katholische St. Josephs Cathedral, wobei man sich bei einem Aufenthalt früh morgens die lautstarke Messe nicht entgehen lassen sollte. Noch dazu sind das National Museum und der botanische Garten zu Fuß erreichbar.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Unter Expatriats sehr beliebt, aber dennoch nicht überlaufen, ist die Insel Bongoyo. Man kann sie nur mit dem Boot erreichen, dass mehrmals täglich für derzeit ca. 10.000 Schillinge von Slipway (Msasani) aus startet. Die Insel hat einen kleinen, sehr schönen Badestrand, der Rest ist mit tropischem Urwald bedeckt. Frisch zubereitete Fischgerichte und Getränke gibt es zu normalen Preisen (ca. 5.000 Schillinge für Essen, 500 für Getränke) zu kaufen, außerdem kann man die Insel zu Fuß auf ausgeschilderten Pfaden erkunden.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Das Slipway und Sea Cliff bieten beide kleinere Einkaufsmöglichkeiten, neben Supermärkten auch zum Beispiel Sport- oder Bekleidungsgeschäfte. Shopper’s Plaza in Mikocheni ist ein etwas größeres Einkaufszentrum, jedoch auch nicht nach westlichem Standard. Im Norden der Stadt gibt es das sehr neue Einkaufszentrum, Mlimani City.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Recht viele gute Hotels finden sich auf der Halbinsel Msasani, wie zum Beispiel das Slipway und Sea Cliff, beides Areale, die neben Hotels auch Geschäfte, Restaurants, länger zu mietende Appartments und Supermärkte bieten. Große Hotels in der Innenstadt sind das Mövenpick, das Kilimanjaro Kempinski (sehr zu empfehlen und gar nicht so teuer!), das Holiday Inn und das New Africa. Neben den oben genannten Vier- und Fünf-Sterne-Hotels gibt es auch sehr gut annehmbare und international gut vergleichbare Drei-Sterne-Hotels mit deutlich darunter liegenden Preisen. Bestens ist hier das Peacock-Hotel in der Bibi-Titi-Mohammed Road, aber auch das Harbour View Hotel in der Samora Avenue.

Lernen[Bearbeiten]

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Daressalam ist eine Großstadt mit der dafür typischen Sicherheitslage, so sollten Türen beim Autofahren verschlossen bleiben. Allerdings ist es auf keinen Fall mit Johannesburg oder Nairobi vergleichbar, man kann sich eigentlich in fast allen Stadtteilen frei bewegen. Die größte Gefahr bei Dunkelheit ist, von Autos übersehen zu werden und nicht etwa, ausgeraubt zu werden.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Beste Adresse für Kliniken sind wohl die Aga Khan Klinik (Ocean Drive) oder die IST-Klinik (Msasani). Hier geht es westlich zu, allerdings ist es auch recht teuer.

Klarkommen[Bearbeiten]

Tansanier werden als sehr freundlich und zuvorkommend beschrieben. Die Stadtbevölkerung ist den Anblick von Weißen schon gewöhnt, wenn auch meistens nur über NGO-Mitarbeiter und Expatriats, die in großen Geländewagen durch die Stadt kreuzen. Wenn man sich aber zu Fuß auf den Weg macht, kann es gut sein, dass man aus reinem Interesse angesprochen wird. Daran ist nichts Sonderbares, die Menschen erwarten nichts dafür, sondern wollen sich meist tatsächlich nur unterhalten. Deutschland genießt ein sehr gutes Ansehen, ich habe nie Ressentiments aufgrund der Kolonialherrschaft zu spüren bekommen, eher im Gegenteil.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Englisch wird fast überall gesprochen, manchmal mit sehr breitem Akzent. Ein paar Brocken Swahili schaden nie - nicht aber “Jambo” als “Hallo” verwenden, wenn man nicht als typischer Safari-Bade-Tourist durchgehen will. “Mambo vipi?”, auf das die Antwort “Poa!” ist, ist eine gängige Grußformel unter jungen Leuten.

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