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Cordillera Blanca

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Südamerika : Peru : Cordillera Blanca
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Cordillera Blanca

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Die Cordillera Blanca ist nicht nur das größte und höchste, sondern zudem auch das bekannteste Bergmassiv Perus.

Ihre Ausdehnung erreicht gut 200 Kilometer von Norden nach Süden, aber nur 20 Kilometer von Westen nach Osten. Auf dieser Fläche befinden sich allein 36 6.000er und zahllose 5.000er Gipfel. Insgesamt mehr als 50 Gipfel erheben sich über 5.700 Meter Meereshöhe. Damit ist die Cordillera Blanca das höchste tropische Gebirgsmassiv weltweit. Durch die Nähe zum feuchten Amazonasgebiet ergießen sich heftige Niederschläge über das Gebiet, so dass die Hochgipfel extrem stark vergletschert sind. Das macht die Berge zu gern abgelichteten Fotomotiven und die Region bei Bergsteigern außerordentlich beliebt. Die geriffelten Eiswände der hohen Gipfel sind zwar einerseits überaus anziehend für Bergsteiger, aber objektiv auch sehr gefährlich. Steinschlag und Eisschlag sind selbst in den kalten Winternächten nie auszuschließen.

Treks[Bearbeiten]

Nicht nur Bergsteiger kommen in der Cordillera Blanca auf ihre Kosten, auch von Trekkern und Wanderern wird das Gebiet stark frequentiert. Der berühmteste Trek ist der Santa Cruz Trek, der in 5 Tagen von Cashapampa nach Cebollapampa führt. Auch der Cedros Trek und Olleros-Chavin erfreuen sich großer Beliebtheit. Noch bekannter ist nur die Runde um die benachbarte Cordillera Huayhuash, die ebenfalls die Talorte der Cordillera Blanca zum Ausgangspunkt hat. Einen guten Überblick über die Cordillera Blanca bieten Wanderungen in der gegenüberliegenden Cordillera Negra, die sich zwischen den höchsten Bergen Perus und der Küstenregion erhebt. Allerdings sind die Berge hier deutlich niedriger als auf der gegenüberliegenden Seite und erreichen kaum noch die 5.000 Metermarke.

Auch Tagesausflüge bietet die Cordillera Blanca zuhauf. Zum Beispiel zu den Praeinkaruinen von Chavin de Huantar auf der Ostseite des Gebirges. Ebenfalls oft besucht ist der Pastoruri Gletscher, eine der seltenen Möglichkeiten weltweit auf über 5.000 hinauf zu fahren. Dabei wird auf dem Rückweg meistens eine der wenige verbliebenen Puya Raimondi Kolonien besucht, der Riesenbromelie die nur alle Jahrzehnte einmal blüht. Ebenfalls mit dem Fahrzeug kann man die Lagunas Llanganuco besuchen, die sich unter mächtigen Felswänden eingebettet am Fuße des Huascaran befinden. Nur zu Fuß hingegen sind die malerisch gelegenen Laguna Churup und Laguna 69 zu erreichen. Direkt vom Hauptort Huaraz lassen sich die heißen Quellen von Monterrey und die Ruinen von Wilkawain erwandern.

Berge[Bearbeiten]

Alpamayo (5.947 m)

Einige der berühmtesten Berggestalten Südamerikas befinden sich in der Cordillera Blanca. Die bekanntesten sind sicherlich der formschöne Alpamayo, mehrmals zum schönsten Berg der Welt gekürt, und der 6.768 Meter hohe Huascaran, der höchste Berg Perus und der sechsthöchste der gesamten Anden. Aber es gibt noch weitere nennenswerte Hochgipfel wie den viergipfligen Huandoy, den steil aufragenden Huantsan oder den leichter erreichbaren Nevado Pisco. Besonders anspruchsvoll sind der Chacraraju und der Taulliraju, welche mit enormen objektiven Gefahren aufwarten. Ebenfalls beliebt sind die Berge im Ishincatal. Urus und Ishinca werden gerne zum Akklimatisieren bestiegen und dann folgen der eisgepanzerte Tocllaraju oder der anspruchsvollere Ranrapalca, eines der Wahrzeichen von Huaraz. Gleichfalls erwähnenswert sind der Chopiqualqui, der Nevado de Copa, der Nevado Santa Cruz, die Pyramide Garcillosa, der Nevado San Juan, der Cajesh und der Vallunaraju.


Talorte[Bearbeiten]

Der Hauptort im so genannten Cajon de Huaylas, oder Santa Tal, dem Tal unterhalb der Cordillera Blanca ist das gut 100.000 Einwohner zählende Huaraz. Von hier aus werden sämtliche Expeditionen organisiert und gestartet. Daher ist eine gute touristische Infrastruktur mit Hotels und Restaurants in allen erdenklichen Preisklassen vorhanden. Hier befinden sich auch eine sehr informative Tourismuszentrale, die Verwaltung für den Nationalpark Huascaran und zahlreiche weitere administrative Einrichtungen. Dazu natürlich unzählige Agenturen für Abenteuersportarten wie Bergsteigen, Trekking, Paragleiten, Klettern oder Rafting.

Im nördlichen Teil des Tales finden sich Caraz und das 1970 von einem Erdbeben fast komplett zerstörte Yungay. Die Stadt wurde an anderer, etwas sicherer Stelle, erneut aufgebaut und ist mittlerweile wieder auf über 20.000 Einwohner angewachsen. Südlich von Huaraz sind die Ortschaften Recuay und Carhuaz am ehesten von Bedeutung.


Der Nationalpark Huascaran[Bearbeiten]

Im Jahre 1975 wurde ein großer Teil der Cordillera Blanca unter Naturschutz gestellt und wird dementsprechend vor allzu drastischen Umwelteingriffen geschützt. Das Nationalparkgebiet befindet sich vor allem im nördlichen Teil der Cordillera Blanca, wird aber immer weiter nach Süden ausgedehnt. Die momentane Grenze befindet sich etwas südlich der Laguna Churup. Im Falle des Parkbesuchs werden 5 Soles Eintritt für Tagesgäste und 65 Soles für das Monatsticket verlangt. Letzteres ist für Trekker und Bergsteiger unumgänglich. Der Park ist recht gut mit Wegen und Schildern erschlossen, die Lagerplätze verfügen über Toiletten die leider nicht wirklich sauber sind.


Klima[Bearbeiten]

Die Jahreszeiten sind durch die Lage auf der Südhalbkugel denen in Europa entgegengesetzt. Das Sommerhalbjahr von November bis April geht einher mit der Regenzeit. Nachts ist der Himmel zumeist bedeckt und die Nächte sind in dieser Zeit nicht allzu kalt. Tagsüber kommt es regelmäßig zu Schauern und Gewittern, an den hohen Bergen auch häufig zu Schneefällen. Die Bergspitzen verhüllen sich meistens mit dichten Wolken und sind selten zu sehen. Aufgrund der hohen Lawinengefahr werden in dieser Jahreszeit normalerweise keine der hohen Berggipfel bestiegen. Der Winter ist von kalten, klaren Nächten geprägt, tagsüber scheint meistens die Sonne. Im Laufe des Tages entwickeln sich oft Wolken, Regenschauer sind aber selten. Diese Wetterlagen sind extrem stabil und ideal für Bergtouren, Trekking und Wanderungen.


Wikipedia:Cordillera Blanca