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Cook Highway

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Dieser Artikel ist eine Reiseroute.
Cook Highway
Der Cook Highway (auch Captain Cook Highway oder National Highway 44) ist ein nur 75 km langer Küstenhighway in Nordqueensland (Australien) von Cairns nach Mossman. Landschaftlich einmalig, auf der Westseite Berge mit tropischem Regenwald, auf der Ostseite steile Kliffs oder endlose, von Palmen gesäumte Sandstrände (Cairns Beaches). Ausgangspunkt für eine Reise entlang des Cook Highway ist üblicherweise die Stadt Cairns mit ihrem International Airport.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Cook Highway wurde erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gebaut. Bis dahin musste man um von Cairns weiter nach Norden zu gelangen entweder durchs Landesinnere fahren oder ein Schiff entlang der Küste nehmen. Er wurde zur wichtigsten Verkehrsader in Nordqueensland und ist seit den 80ern eine beliebte Touristen-Straße mit vielen Attraktionen unterwegs.

Reiseplanung und -dauer[Bearbeiten]

  • Pauschalreisen: Die gibt es überwiegend nur bis Cairns, oftmals verbunden mit einem Tagesausflug nach Port Douglas und ins Great Barrier Reef.
  • Mietwagen: Die vernünftigste Lösung für den Individualtouristen. Autovermietungen gibt es aber praktisch nur in Cairns.
  • Motorrad / Fahrrad: Kann man machen, ist aber nur was für Spezialisten.
  • Linienbus / Backpacker: Linienbusse verkehren mehrfach täglich mit einigen Haltestellen entlang des Highway. Trampen ist weniger angesagt, jedenfalls nicht vom Straßenrand. Wenn überhaupt, sucht man sich eine Mitfahrgelegenheit von Campground zu Campground.
  • Reisedauer: Natürlich kann man die Strecke in ca. einer Stunde abfahren, aber zum längeren Besuch einiger Beaches, des Great Barrier Reef, der Mossman Gorge, einiger Rain Forest und Mangrove Walks, etc. und der Rückfahrt nach Cairns sollte man mindestens 3-4 Tage einplanen. Will man noch weitere Ziele in der näheren Umgebung anfahren (z.B. Daintree, Cape Tribulation, Skyrail, Atherton Table Land), sind 8 Tage nicht zuviel.
  • Tagesplanung: Die Detailplanung sollte sich nur auf das An- und Abreisedatum des Urlaubsabschnittes beziehen. Die Tagesetappen höchstens grob planen. Vor Ort wird man feststellen, dass manche Wunschziele doch nicht so spannend sind bzw. nicht eingeplante Orte zum längeren Verweilen einladen.

Tanken / Unterkunft / Einkaufen / Essen[Bearbeiten]

  • Tankstellen, Hotels, Bed & Breakfast, Hostels, Supermarkets, Apotheken, Restaurants, etc. gibt es praktisch nur in Cairns, Port Douglas und Mossman.
  • Wunderschöne, tropische Beach-Campgrounds mit Cabins, Stellplätzen, Minimarket, Andenkenläden und Bistro gibt es alle paar Kilometer.
  • Freunde von Seafood kommen auf dieser Strecke voll auf ihre Kosten – frischer geht’s nicht.

Gebühren / Permits[Bearbeiten]

Gebühren und besondere Fahrerlaubnisse (Permits) werden für den gesamten Highway nicht erhoben bzw. benötigt.

Ausbau / Verkehr / Sicherheit[Bearbeiten]

  • Ausbau: Der Highway ist über die gesamte Länge gut ausgebaut und hat in etwa unsere Bundesstraßen-Qualität. Die ersten Kilometer von Cairns aus sind zweispurig.
  • Geschwindigkeitsbeschränkungen: Für die gesamte Strecke gilt maximal 130 km/h. Allerdings gibt es viele Abschnitte mit reduzierter Geschwindigkeit, z.B. in den vielen Kurven, Gefällen, Ortschaften. Diese Gebote sollte man unbedingt einhalten, es wird überall kontrolliert.
  • Befahrbarkeit: Er ist ganzjährig befahrbar. Allerdings gibt es etliche Floodways, die in der Regenzeit (November - April) kurzfristig überschwemmt sein können. Hinweisschilder und Pegelstände unbedingt beachten.
  • Verlauf: Im mittleren Abschnitt ist der Highway sehr kurvenreich und weist einige Gefällstrecken auf.
  • Verkehrsdichte: Sie entspricht etwa den Verhältnissen einer deutschen Bundesstraße.
  • Sicherheit auf dem Highway
    • Regen: Bei nasser Fahrbahn bildet der Gummiabrieb der Reifen eine extrem glatte Schmierschicht. In Kurven und Steilstrecken dann unbedingt die Hinweisschilder beachten und extrem langsam und umsichtig fahren.
    • Bumpers / Speed Bumps: Bei den Abfahrten zu Parkplätzen, Campingplätzen oder in Orte wird die Geschwindigkeitsreduktion häufig durch Bumpers (= Bodenwellen) erzwungen. Höhe (bis 35 cm) und Anzahl (1 bis 4 in unregelmäßigen Abständen hintereinander) sind sehr unterschiedlich und nicht kalkulierbar. Wenn ein Warnschild kommt, muss man einfach auf unter 40 km/h abbremsen.
    • Polizei, Kriminalität: Polizeistationen gibt es nur in Cairns, Port Douglas und Mossman. Allerdings fahren die mehrfach täglich Streife entlang des gesamten Highways (Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen). Die Kriminalitätsrate ist im Vergleich zu Deutschland vernachlässigbar.
  • Sicherheit an den Beaches
    • Würfelquallen (Stingers, Box Jelly Fishes): Sie bevölkern im australischen Sommer (November – April) die gesamte Küste und können mit abertausenden von Nesselkapseln lebensgefährlich werden. Lokale Warnhinweise beachten, nur in den gekennzeichneten Gebieten (Stinger Net Enclosures) schwimmen oder ein Stinger-Suit (eine Art Ganzkörper-Nylonstrumpfhose) anziehen. Wenn man gestochen wurde, unbedingt die restlichen Tentakel nur mit Essig entfernen (Essigflaschen gibt es überall am Strand) und schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.
    • sonstige bissige und giftige Tiere: Krokodile, Haie, Seeschlangen, Stonefishes, der Blue Ringed Octopus und Kegelschnecken können an den Stränden vorkommen – einfach die lokalen Warnhinweise beachten.
    • Kokospalmen: Sie säumen wunderschön alle Cairns Beaches. Allerdings, man mag es nicht glauben, aber es werden jährlich mehr Menschen von herabfallenden Kokosnüssen getötet als von Haien und Krokodilen zusammen. Also, bevor man sich im Schatten einer Palme am Strand niederlässt unbedingt vergewissern, dass oben keine Nüsse hängen. Auch das Mietauto sollte man niemals unter Palmen abstellen, denn eine Kokosnuss-Beule auf dem Dach oder der Kühlerhaube kostet bei der Abgabe des Autos zwischen 2.000 und 4.000 € extra.
    • Sonne: Von 7 bis 18 Uhr brennt die Sonne ganzjährig unerbittlich. Der UV-Anteil ist sehr hoch. Unbedingt schon früh morgens eincremen (mindestens Schutzfaktor 30, besser 50), immer eine Kopfbedeckung und ein Shirt tragen und regelmäßig Wasser trinken.
  • Sicherheit im Regen- und Mangrovenwald
    • Ausrüstung: Bei allen Wanderungen immer entsprechendes Schuhwerk tragen (Flip-Flops gehören nicht dazu!) und Trinkwasser mitnehmen.
    • Orientierung: Niemals die ausgeschilderten Wege verlassen. Die Wälder sind wesentlich dichter als der deutsche Kulturwald und man kann schon 3-4 m abseits des Weges völlig die Orientierung verlieren.
    • Gefährliche Tiere: Es gibt etliche gefährlichen Schlangen- und Spinnenarten. Allerdings sind die meist sehr scheu und der Normalo-Tourist wird sie kaum zu sehen bekommen. Aggressiver sind dagegen die vielen Wildschweine und die Kasuare. Warnhinweise beachten und möglichst Abstand halten.
    • Gefährliche Pflanzen: Gibt es hier, sie werden aber entlang der ausgeschilderten Wege regelmäßig entfernt oder es wird lokal vor ihnen gewarnt.

Südlicher Highway-Abschnitt[Bearbeiten]

Hier liegen die berühmten Cairns Beaches, die ganzjährig zum Baden einladen (Wassertemperatur 20 bis 30°C). Allerdings sollte man unbedingt die lokalen Gefahren-Warnungen beachten. Ein Sonnenaufgang an einem der Beaches ist ein unvergessliches Erlebnis. Jeder Beach ist eigentlich einen mehrtägigen Aufenthalt wert. Die Campingplätze liegen alle idyllisch in tropischer Vegetation, sind allerdings mittlerweile stark besucht, sodass man sicherheitshalber 1 – 2 Tage vorher telefonisch reservieren sollte.

  • Cairns (km 0): Der Highway beginnt mitten in der City von Cairns als Sheridan Street, ist bis Kewarra Beach zweispurig ausgebaut und weist in diesem Abschnitt besonders im Berufsverkehr auch eine relativ hohe Verkehrsdichte auf.
  • Cairns Airport (ca. km 7): Er ist der einzige internationale Flughafen in Nordqueensland und damit häufiger Ausgangspunkt für Urlaubsreisen in das Gebiet.
  • Abzweigung (ca. km 9) nach Machans Beach (ca. 2 km). Kleiner Ort mit Strand, der allerdings mit Brandungsschutz verbaut ist und wenig Möglichkeiten zum Schwimmen bietet.
  • Abzweigung (ca. km 10) nach Holloways Beach (ca. 2 km). Schöner, kleiner Ort, allerdings ist auch hier der Strand wegen des Brandungsschutzes nur zum spazieren und angeln geeignet.
  • Abzweigung (ca. km 12) nach Yorkeys Knob (ca. 4 km). Erster Strand nördlich von Cairns, der optimale Schwimm- und Surfbedingungen bietet.
  • Abzweigung (ca. km 13) nach Smithfield: Von hier aus geht es weiter nach Lake Placid (ca. 5 km), ein kleiner Ort mit Campground, der idealer Ausgangspunkt für eine Fahrt mit der Scenic Railway und der weltweit einmaligen Skyrail ist. Oder noch weiter in das Atherton Table Land.
  • Abzweigung (ca. km 16) nach Trinity Beach (ca. 3 km): Wunderschöner Strand und etliche kleine Geschäfte und Bistros an der Strandpromenade. Als Übernachtungsmöglichkeit gibt es allerdings nur ein Hotel der gehobenen Klasse.
  • Abzweigung (ca. km 18) nach Kewarra Beach (ca. 1km): Eher ein kleiner Wohn- als Touristen-Ort. Der Strand ist allerdings einen Besuch wert.
  • Abzweigung (ca. km 20) nach Clifton Beach (ca. 1km): Schöner Strand, touristisch weniger erschlossen. Ein exzellenter Campground wurde leider um 2000 geschlossen.
  • Abzweigung (ca. km 23) nach Palm Cove (ca. 1 km): Kleiner Touristenort mit diversen Unterkunftsmöglichkeiten, schönem Badestrand und Bootstouren nach Haycock Island und Double Island
  • Abzweigung (ca. km 24) nach Buchan Point (ca. 1 km): Kleiner Wohnort mit Strand, bekannt bei Nudisten.
  • Ellis Beach (ca. km 26): Kleiner, schöner Campground, Imbiss und Bike-Verleih direkt am Highway bzw. am Strand.

Mittlerer Highway-Abschnitt[Bearbeiten]

Wunderschöner, aber sehr kurviger Abschnitt mit Steilstrecken. Niemals in den Kurven anhalten um die eindrucksvolle Aussicht zu genießen oder ein Foto zu schießen, das ist hier die häufigste Unfallursache. Die wunderschönen, menschenleeren Beaches, liegen alle weit unterhalb der Straße und sind meist nur mit Geländefahrzeug über nicht ausgeschilderte Feldwege erreichbar.

  • Red Cliff Point (ca. km 36): Foto-Stopp einlegen.
  • Wangetti Beach (ca. km 38): Picnic Area oberhalb des menschenleeren Strandes.
  • Rex Lookout (ca. km 41): Unbedingt den Parkplatz anfahren, die Aussicht auf den Wangetti Beach genießen und ein paar Foto schießen.
  • Turtle Creek Beach (ca. km 43)
  • Little Reef Beach (ca. km 45)
  • Oak Beach (ca. km 48)
  • Pebbly Beach (ca. km 49)

Nördlicher Highway-Abschnitt[Bearbeiten]

Dieser Abschnitt verläuft etwas abseits der Küste durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet (Sugar Cane County).

  • Abzweigung (ca. km 60) nach Port Douglas (ca. 8 km). Noch 1991 ein Fischerdörfchen hat es sich seither zu einer exklusiven Touristenhochburg mit allem Drum und Dran entwickelt. Neben den vielen Angeboten für Schnorchel- und Tauchtouren in das Great Barrier Reef ist auch der fantastische Four Mile Beach einen Besuch wert.
  • Abzweigung (ca. km 65) nach Cooya Beach (ca. 5 km): Kleiner Touristenort mit einigen Unterkünften, Geschäften und schönem Strand.
  • Abzweigung (ca. km 68) zur Rex Range Road in das Atherton Table Land.
  • Mossman (ca. km 75): Mossman ist eine kleine, beschauliche, landwirtschaftlich geprägte Stadt. Für den Touristen ist unbedingt ein Ausflug in die eindrucksvolle, ca. 6 km entfernte Mossman Gorge mitten im Regenwald mit Wanderwegen und Bademöglichkeit im Mossman River angesagt.

Weiter[Bearbeiten]

  • Im Norden (von Mossman aus): Über die Mossman Daintree Road nach Daintree Village (ca. 35 km) oder weiter über die Daintree River Ferry nach Cape Tribulation (ca. 65 km) oder mit dem 4WD noch weiter bis Cooktown (ca. 150 km).
  • Nach Westen: Entlang des Highways mehrere Abzweigungen in das Atherton Table Land.
  • Im Süden (von Cairns aus): Über den Bruce Highway entlang der Küste nach Süden vorbei an vielen Attraktionen bis Brisbane (ca. 1.490 km).
  • Nach Osten: Fast überall kann man im Pazifik (Korallensee) schwimmen und fischen und im Great Barrier Reef schnorcheln und tauchen.

Weblinks[Bearbeiten]

[1] Offizielle Seite des Cairns Airport (engl.)

[2] Queensland Beaches (engl.)

[3] Infos über den Regenwald in Queensland (engl.)

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