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Choquequirao

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Peru : Choquequirao
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Choquequirao (auch: Choquequirau) ist eine Ruinenstadt der Inka im Süden Perus. Sie ähnelt in Aufbau und Architektur Machu Picchu. Sie befindet sich auf 3085m Höhe auf einem Berg an den Ausläufern der Salkantay-Gebirgskette umringt von spektakulären schneebedeckten Gipfeln.

Hintergrund[Bearbeiten]

Anreise[Bearbeiten]

Die Brücke auf der Route von Cachora über den Apurimac ist seit April 2012 zerstört. Zum aktuellen Zeitpunkt (Januar 2013) gibt es nach Aussage der Leute vor Ort keine konkreten Pläne oder Maßnahmen dass sie wieder aufgebaut werden soll. Ein Erdrutsch hat den Apurimac aufgestaut. Als Alternative wurde eine Seilbahn errichtet. In einem Korb kann man den Fluß überqueren, aber keine Pferde oder Esel mitbringen. Eine Konsequenz ist das kaum Touren von Cusco angeboten werden und auch das Mieten in Cachora schwieriger und teurer ist. Als wir da waren ist die Mehrzahl selbst gewandert. Besonders der Anstieg vom Ufer des Apurimac bis Marampata ist auch ohne Gepäck sehr hart. Auch die Route von Tambobamba ist auch nicht passierbar da dort ein Erdrutsch den Weg verschüttet hat.

Von vielen Reiseveranstaltern werden geführte Touren ab Cusco angeboten, bei denen alles organisiert ist und die Gruppen meist klein sind (2 bis 8 Personen). Ein geführter Treck von Cachora über Choquequirao bis Machu Picchu (8 Tage) kostet inklusive Eintritten, ordentlicher Ausrüstung, englischsprachigem lizenzierten Guide, Transport mit Bus und Zug, Maultieren und Treiber, Koch und Essen 430$ p.P. aufwärts.

Ab Lima mit dem Flugzeug (1 Stunde) oder mit dem Bus (24 Stunden) nach Cusco. Hier gewöhnt man sich an die Höhe. Nun gibt es mehrere Alternativen für Hin- bzw. Rückweg nach/von Choquequirao:

  • Die meisten fahren von Cusco in 3-4 Stunden mit dem Bus nach Cachora (2800m), wo Last- und Reittiere (Pferde und Maultiere) mit Begleitperson sowie Schlafsäcke, Zelte, Kocher und Gas gemietet werden können. Es besteht (Stand Mai 2008) keine Beschaffungsmöglichkeit für Camping-Gaskartuschen; diese sollten ggf. in Cusco beschafft werden. Von Cachora aus beginnt der Abstieg in einen der tiefsten Canyons der Welt zum Fluss Apurímac (1530m), der auf einer 1992 erbauten Brücke überquert wird; zuvor gab es nur ein gespanntes Stahlseil. Von dort beginnt der Aufstieg nach Choquequirao. Pro Richtung braucht man 2 Tage; die Besichtigung erfolgt am Abend des 2. und Morgen des 3. Tages.
  • Eine Alternativstrecke, die meistens für den Rückweg genutzt wird und weite Teile mit dem Salkantay Trail übereinstimmt (Colcapampa bis Machu Picchu), führt von Choquequirao über eher schmalere, selten begangene "Inka-Pfade" in 3-4 Tagen bis Santa Teresa und von dort am Fluß Urubamba in 2 Tagen (bei Fußmarsch) incl. Besichtigung von Machu Picchu. Dabei legt man täglich deutlich über zweitausend Höhenmeter zurück; entsprechende Kondition sollte vorhanden sein. Es sollten Handschuhe, Mütze und winddichte warme Jacke im Tagesrucksack mitgeführt werden - der höchste Pass liegt laut GPS auf 4665m unterhalb eines Gletschers, laut offenkundig fehlerhafter Topo-Karten auf 4300m (Erläuterung: Laut Karte müsste es nach Maizal ab dem 4300m hohen Pass Victoria/Yanama nur noch bergab gehen, doch zum Yanama-Pass an Koordinate 13° 20' 14" S, 72° 46' 8" W  muss man nochmal massiv aufsteigen. Die SRTM-Daten der NASA legen um die 4650m nahe.)
  • Eine Variante - für den Rückwegs empfehlenswer - führt von Choquequirao über nicht ganz ungefährliche Stufen und in steilen Serpentinen in ca. 2 Stunden zum Río Apurímac, der auf einer Brücke überquert werden kann. Von dieser Brücke aus gelangt man in weiteren 4-6 Stunden zu einer komfortablen Unterkunft im Hotel Villa los Loros. Auf dieser Route ist die Mitnahme von Last- und Reittieren verboten. Am Folgetag ist die Weiterreise per Taxi oder zu Fuß - bspw. zurück nach Cachora - möglich.

Praktische Information[Bearbeiten]

Man muss Eintritt zahlen (36 Soles / Studenten 18 Soles). Die dort lebenden Menschen sind hilfsbereit und sprechen meist nur Spanisch; einige an den Ausgrabungen Beteiligte sprechen auch Englisch oder andere Sprachen.

Es gibt gut ausgetattete Campingplätze mit Duschen, Klo etc, die teils kostenlos sind, teil ein bis zwei Soles pro Zelt kosten. Läden, Bars etc. gibt es bislang nicht. Es gibt unterwegs nur wenige Einkaufsmöglichkeiten, die Getränke, Snacks und zum Teil auch Essen (Konserven, Asianudeln) verkaufen. Man sollte aber zur Sicherheit Verpflegung mitführen. In Marampata, der letzten Ansiedlung vor Choquequirau, bereits auf 2800m, kann man von den Einheimischen auch warmes Essen zubereitet bekommen. Das Wasser wird meist aus Bächen über größere Distanzen in Rohrleitungen zu den Camps geführt; abkochen bzw. behandeln ist daher empfehlenswert auch wenn nicht immer notwendig.

In der Höhe und Lage ist es in der Sonne warm und nachts kalt (manchmal bis an die Frostgrenze). Die Luft ist auf der Nordseite der Berge trocken und feucht auf der Südseite und im Bergnebelwald. Es gibt insbesondere in feuchten Bereichen so einige Moskitos.

Die Landschaft ist geprägt von steilen Bergen. Wege sind meist staubige Pfade von rund 1m Breite. Einige Terrassenbereiche sind nur für schwindelfreie Menschen zu empfehlen.




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