Chennai

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Chennai (vormals Madras) ist eine Hafenstadt an der Ostküste Süd-Indiens am Golf von Bengalen und die Hauptstadt des indischen Bundesstaats Tamil Nadu. Sie ist die viertgrößte Stadt in Indien.

[bearbeiten] Anreise

[bearbeiten] Mit dem Flugzeug

Chennai wird nicht von sehr vielen Fluggesellschaften angeflogen. Hauptcarrier sind Air India und Emirates, die täglich von Dubai nach Chennai fliegen. Lufthansa bietet eine Verbindung von Frankfurt an und Jet Airways eine nach Brüssel.

Der Flughafen selbst ist modern und vergleichsweise sauber.Die teilweise etwas aufdringlichen Gepäckträger sollte man mit 10 bis 20 Rs entlohnen.

Anfahrt zum Flughafen: Es gibt die Möglichkeit vorausbezahlte Taxis (Prepaid Taxi) zu benutzen, es gibt verschiedene Schalter der Taxifirmen, beim verlassen des Flughafens bevor man die Grosse Menge der wartenden Leute sieht. Aviation Express hat einen guten Ruf, Fahrt in die Innenstadt ca. 450 Rupien für einen Toyota Wagen. Obwohl beide Terminals nebeneinander sind, sind die Fahrpreise für die Prepaid Taxis unterschiedlich. Es gibt die "normalen" Taxen schwarz-gelb gestreifte Ambassador (sieht etwa aus wie ein Trabi) oder die von Privat Firmen für jeden Geldbeutel. Nach Möglichkeit sollte man Wechselgeld dabei haben, also beim Umtausch auch auf kleine Scheine bestehen. Die Nummer des Kennzeichens steht auf der 2fachen Quittung (eine für den Fahrer und einen für den Fahrgast), also am besten direkt zum richtigen Auto hingehen. Es kommt manchmal vor das der Fahrer mitten auf der Fahrt noch andere Passagiere mitnehmen möchte, dies freundlich aber bestimmt ablehnen.

Wenn man etwas Komfort und einen halbwegs europäischen Service haben möchte und zusätzlich Sicherheitsorientiert denkt, dann sollte man Prepaid taxis meiden und statt dessen die Flotte der "Aviation Express" nehmen. Die Fahrer sind uniformiert und freundlich, die Klimaanlage gibt es auch, die Preise werden von der Regierung vorgegeben. Über ein kleines Trinkgeld von 10-20 Rupien freuen sich die Fahrer.

Sollte man nach einen langen Flug noch die Nerven haben, kann man auch mit dem Zug fahren, einfach auf den Bahnhof zulaufen, es gibt eine Unterführung um durch die Autobahn 45 durchzukommen. Der Tirisulam Bahnhof führt dann in die Innenstadt. Sollte man zur Stoßzeit ankommen empfiehlt es sich ein erste Klasse Ticket zu kaufen.

[bearbeiten] Mit dem Zug

Mit dem Zug kommt man auch aus allen grösseren Städten, allerdings sollte man sich auf die Superfasttrains konzentrieren. Wobei die Strecke Bangalore- Chennai sehr oft schon weit im voraus ausgebucht ist. Im übrigen kann das Zugfahren mit Localtrains sehr spektakulär sein. Nicht selten sieht man unzählige Inder in Stosszeiten aufgrund von Platzproblemen aussen am Zug hängen. Zugfahrpläne befinden sich hier

[bearbeiten] Mit dem Schiff

Meines Wissens gibt es nicht mal ein Fährensystem.

[bearbeiten] Mobilität

Egal welches der Verkehrsmittel man wählt. Man sollte immer ein "Landmark" (ein bekanntes Gebäude, eine Schule, eine grössere Strasse..) in der Nähe seines Fahrtzieles kennen und zur Adresse dazusagen.

Anders als in jeder anderen Großstadt gibt es in Chennai keine offiziellen Taxen. Als einziges vergleichbares Verkehrsmittel gibt es TucTucs, die man insbesonder aus Thailand kennt. Der Preis für eine circa 30 minütige Fahrt liegt um die 100 Rupien (ca. 1.5 Euro). Wichtig zu wissen ist hier, dass es in Chennai üblich ist, den Fahrtpreis vor der Abfahrt auszumachen. Taxameters werden seit einem Tarifstreit zwischen Stadtverwaltung und Fahrergewerkschaft vor einigen Jahren nicht verwendet. Am besten man fragt vorab einen Einheimischen wieviel eine Strecke ungefähr kosten sollte und dann muss man einfach handeln.

Ansonsten kann man hier in jedem Hotel einen Fahrer bestellen, funktioniert also ähnlich wie ein Taxi, und man bucht den Fahrer einfach für zwei oder drei Stunden. Der Preis bewegt sich um die 700 Rupien für 2 Stunden

Es gibt 3 Kategorien von öffentlichen Bussen. Die neueste und teuerste sind klimatisierte Busse. Dann gibt es noch eine leicht teurere Express Variante und die klassischen stereotypen überfüllten Standard Busse (Preisunterschied der letzten beiden Klassen für eine Strecke von ca 10 Minuten 2 Rupies zu 4 Rupies). Busfahren ist allerdings nur dann empfehlenswert, wenn man sich auskennt. Die Fahrtziele sind meist nur in Tamil angeschrieben und Busstationene werden nicht durchgesagt.

Im Vergleich zu europäischen Städten ist der Verkehr ziemlich chaotisch, im innerindischen Vergleich ist Chennai allerdings relativ harmlos. Schwierig einen fahrbaren Untersatz zu finden wird es nur wenn es regnet. Dann gehen auch die Fahrpreise der Auto-Rikshas schlagartig in die Höhe.

[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Auch dieses Kapitel ist eher als ein wenig traurig anzusehen. Zwar haben die Jahre der englischen Kolonialzeit ihre Spuren hinterlassen, doch Vergleiche mit anderen Grossstädten sind in keinster Weise angebracht.

Fort Sant George:

Ein grosses Denkmal der Kolonialzeit. Das Fort umfasst eine immens grosse Fläche mit mehreren Gebäuden, Kirchen und dem Fort Museum, das Militärutensilien aus der Zeit um 1600 zeigt. Sicherlich kann man hier gut und gerne einen kompletten Tag verbringen. Dies würde ich auch bei einem längeren Aufenthalt empfehlen, da es ansonsten wie gesagt an Highlights mangelt.

Georgetown: Ja, es gibt sie, die wenigen Plätze der Ruhe. Georgetown ist die Altstadt von Chennai mit zahlreichen kleinen Strassen, zahlreichen traditionellen Läden und vielen Möglichkeiten zum Essen zu gehen.

St. Andrew's Church:

Die Kirche befindet sich in der Periyar E.V.R. high road und ist der Sant Martin's Church in London nachgebaut. Vom Oberen der Kirche geniesst man eine gute Aussicht auf die ganze Stadt, sehr interessant dabei ist der Treppenaufgang mit seinen extrem kleinen Stufen.

Jeden Sonntag bietet die Mylapore Times zwei Führungen an. Diese kosten nur 100 Rupien und dauern in etwa 3 Stunden. Ein Weg führt am Fort Sant George entlang, der andere Weg konzentriert sich auf alte Tempel, Kirchen und Häuser in der Innenstadt.

Nähere Informationen dazu finden unter mylaporetimes@vsnl.com. Die Web Seite von Mylaporetimes soll in Kürze freigeschalten werden:

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[bearbeiten] Aktivitäten

[bearbeiten] Einkaufen

Grundsätzlich ist einkaufen in Südindien teurer als zum Beispiel in Delhi. Trotzdem gibt es genügend Gelegenheit schöne Dinge zu günstigen Preisen zu bekommen. Die meisten der Geschäfte haben 7 Tage die Woche meist bis 20.30 Uhr geöffnet

Chennai ist der Haupstandort von Nalli Silks. In den Geschäften am Panagal Park sowie in der Usman Road gibt es über mehrere Stockwerke verteilt Saris in allen Qualitäts und Preisklassen. Besonders zu empfehlen sind die Kanchipuram Seidensaris. Daneben verkauft Nalli auch Stoffsets für Salwar-Kameez und Kurtas.

FabIndia verkauft qualitativ hochwertige Kurtas und Schals. Das Hauptgeschäft ist im Illford House in der Woodsroad (Nahe Mount Road), es gibt weitere Filialen in der Spencer Plaza, gegenüber des Citi Centers und in T.Nagar.

Spass macht auch ein Spaziergang durch die Pondy Bazar Gegend. Hier gibt es jede Menge Strassenstände mit Kitsch und Krempel. Handeln ist Pflicht. Man kann davon ausgehen, dass man als Tourist die Preise auf ca. die Hälfte herunterhandeln kann.

Bücher sind in Indien besonders billig. Zu empfehlen sind die Landmark Filialen in der Nugambakkam High Road (Gegenüber Isphahani Center), in der Spencer Plaza und im Citi Center. Landmark verkauft auch Spielzeug, DVD und CDs.

Eine Sehenswürigkeit für sich ist Giggles. Der "grösste, kleinste Buchladen der Welt" im hinteren Bereich des Parkplatzes des Taj Connemara Hotels. Achtung Sonntag geschlossen.

Es gibt mehrere Einkaufszentren. Das grösste ist die Spencer Plaza Mall an der Mount Road. Viele kleine Läden aber auch Filialen von Ketten wie Reebok, Music World oder Fab India. Dann noch das CitiCenter, dass auf eine etwas gehobenere Klientel abziehlt. Im Citicenter ist auch das Inox Multiplex untergebracht.

[bearbeiten] Küche

[bearbeiten] Ausgehen

Diese Stadt schlägt leider in Puncto Ausgehen wirklich jede Stadt - leider im negativen Sinne. Frauen gehen praktisch überhaupt nicht aus. Das ist eine reine Männersache. Alkohol wird ausschliesslich in den Hotelkneipen ausgegeben. Am Abend eröffnen zudem sogenannte WineShops ihre Pforten, wo man sich ganz gut warm trinken kann. Ob man es glaubt oder nicht, es gibt praktisch keine grossen Kneipen oder Diskotheken. Ein Treff für Ausländer in Chennai ist die Bar im Hotel "The Residence Towers" [2]

Hauptsächlich wird 80er Musik gespielt, am Mittwoch ist Lady's Night. Die Einrichtung ist schlicht, aber schön, natürlich dürfen die zwei Monitore, die Sportsendungen wie Kricket übertragen. Das Bier kostet 200 Rupien und ist damit zwar deutlich teuerer als auf der Strasse oder einem indischen Restaurant, aber für europäische Verhältnisse immer noch sehr günstig.

Einige der wenigen Highlights in Chennai sind ausserdem.

Zara's, 74 Radhakrishnan Salai: Eine hippe Tapas Bar mit sehr guter Musik und guten Cocktails, wo sich vor allem am Wochenende eine Vielzahl an Leuten trifft.

Leather Bar, Park Hotel, 601 Anna Salai: Der Treffpunkt der In-Szene mit Leder Sofas und Leder Boden, sehr interessant anzuschauen, aber ich fühlte mich nicht wohl darin.

Geoffrey's, Hotel Radha Park Inn, 171 Jawaharlal Nehru Salai: Eine eher ruhige Bar, in der sich sogar viele Frauen bewegen.

Dublin, ITC Hotel Park Sheraton & Towers, 132 TTK Road: Eine typische Irish Bar, aber auch sehr ruhig.

Clubs ausserhalb der grossen Hotels sind mir nicht bekannt, dürfte es aber auch nicht geben.

Aufgrund der Religion und striker Gesetze ist das Volk scheinbar so konservativ, dass auf das Nachtleben praktisch komplett verzichtet wird. Man trifft sich hier auf der Strasse - oder eben in der Hotelbar. Eine Entwicklung eines Nachtlebens scheiter schon an einer einfachen Sache: Ab 23.30 müssen sämtliche Clubs und Bars schliessen.

[bearbeiten] Unterkunft

Hotels in Chennai mit höherem Standard sind erstaunlicherweise trotz des generell extrem niedrigen Preisniveaus sehr teuer. Eine Nacht in einem First Class Hotel kostet in der Regel circa 7000 Rupien. Zu beachten ist, dass zu dem genannten Preis noch 12,5 % Tax dazukommen. Persönlich kenne ich das GRT Grand, welches sich in der Nähe des Zentrums befindet. Die Zimmer sind sehr schön, der Service eigentlich einwandfrei, jedoch liegt das Hotel an einer sehr lauten Strasse, auf der nur von drei bis vier Uhr morgens Ruhe herrscht. Die Umgebung selbst hat leider nicht sehr viel zu bieten.

Weiter kenne ich noch das Radisson, das in etwa nur drei Kilometer vom Flughafen entfernt und im Kontinentalstil gehalten ist. Die Einrichtung wirkt äusserst luxuriös, der Preis leider auch.

Aber als absoluten Geheimtipp möchte ich das GRT Temple Bay in Mamallapuram nennen. Dieses Beach Resort glänzt mit einem weitreichenden Garten, einer insgesamt sehr sauberen Anlage, einem Ajurveda- und Fitnesszentrum sowie einem traumhaften Pool. Mamallapuram ist einfach mit dem Bus ab Chennai zu erreichen.

Für low-budget Unterkünfte sind die Stadtteile Triplicane und Egmore bekannt. Um nach Triplicane zu kommen, empfiehlt es sich eine Rikscha zum Star-Cinema/Triplicane-High-Road anzuheuern; einige günstige Unterkünfte befinden sich im direkten Umkreis. Es gibt auch zwei YMCAs in Chennai: Eines hinter dem Egmore-Bahnhof und eines in der Nähe des Royapettah-Hospital.

[bearbeiten] Weiter geht's

[bearbeiten] Weblinks

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