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Celle

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Celle
Celle3.jpg
Lage
Lage von Celle
Celle
Celle
Kurzdaten
Bevölkerung: 70.242
Fläche: 176 km²
Höhe über NN: 40 m
Koordinaten: 52° 37' 21" N, 10° 4' 53" O 
Vorwahlnummer: 05141, 05145, 05086
Postleitzahl: 29221–29229
Stadtplan: Celle
Website: offizielle Website von Celle
Website: Fremdenverkehrsamt




Die Stadt Celle liegt in Niedersachsen, ca. 40 km nordöstlich von Hannover. Sie gilt, auf Grund ihrer Lage, als südliches Tor zur Lüneburger Heide. Celle hat ungefähr 70.000 Einwohner.

Hintergrund[Bearbeiten]

Celle ist in 19 Stadtteile aufgeteilt: Altencelle, Altenhagen, Altstadt, Blumlage, Bostel, Boye, Garßen, Groß Hehlen, Heese, Hehlentor, Hustedt, Klein Hehlen, Lachtehausen, Neuenhäusen, Neustadt, Scheuen, Vorwerk, Westercelle und Wietzenbruch.

Anreise[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Der nächste größere Flughafen ist der Flughafen Hannover in Langenhagen. Er ist durch eine direkte S-Bahnanbindung über den Bahnhof Hannover schnell zu erreichen.

Bahn[Bearbeiten]

Stündlich fahren vom Bahnhof Celle, der ein wenig außerhalb der Innenstadt liegt, der Regional Express sowie die S3 zum nächstgrößeren Bahnhof nach Hannover. Von hier aus werden Zugverbindungen nach ganz Deutschland angeboten. Es gibt Verbindungen von Celle zu größeren Städten wie Frankfurt und Hamburg mit dem Metronom sowie dem RE, IC und ICE. Viertelstündlich fahren Busse aus der Altstadt zum Celler Bahnhof.

Bus[Bearbeiten]

Celle wird von verschiedenen Reisebusgesellschaften aus ganz Deutschland angefahren. Es bestehen Verbindungen in alle größeren Städte, zum Beispiel Berlin. Den Stadtverkehr bedient die CeBus Celle, im Citybereich (Bahnhof, Schlossplatz, Altstadt, Vorstadt) jede Viertelstunde und im Stadtverkehr jede halbe Stunde sowie in den Randgebieten der Region jede Stunde. Der Zentrale Umstiegspunkt aller Cebus Linien ist der Schlossplatz in mitten der Altstadt. Am Sonntag und in den Abendstunden wird ein Busersatzverkehr eingesetzt (AnrufSammelTaxi).

Auto[Bearbeiten]

Celle besitzt zwar keinen eigenen Autobahnanschluss, allerdings ist die B3 vierspurig Ausgebaut und eine Verlängerung der A37. Über die B214 aus der Richtung Braunschweig, über die B3 Hannover ist Celle gut zuerreichen. Aus Richtung Hamburg kann man die A7 an der Ausfahrt Soltau Süd verlassen. Aus Richtung Lüneburg ist die B191 zu empfehlen.

Die Straßenführung um die Altstadt herum. Es sind aber ausreichend Parkplätze in der Nähe der Altstadt verfügbar.

Die fünf Parkhäuser, vier davon in unmittelbarer Innenstadtnähe, sind durch Ausschilderung gut zu finden. Ferner stehen noch zwei Parkpaletten, eine direkt am Schwimmbad, zur Verfügung. Hier sind jeweils die Hälfte der Plätze kostenfrei. Zudem stehen auf dem Schützenplatz (gut ausgeschildert und nur wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt) ca. 2000 kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Hier besteht zudem die Möglichkeit Wohnmobile abzustellen, auch eine Entsorgungsstation für diese ist hier eingerichtet.

Schiff[Bearbeiten]

Ab Celle ist die Aller flussabwärts mit größeren Schiffen befahrbar. Dies wird aber nur von Ausflugsschiffen genutzt, die auch für Feiern verschiedenster Art gemietet werden können. Ein Linienverkehr in größere Städte besteht nicht.


Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Kirchen[Bearbeiten]

St. Marien Kirche Der Baubeginn der dreischiffigen gotischen Hallenkirche fällt mit der Zeit der Stadtgründung zusammen, bereits 1308 wurde sie vom Bischof zu Hildesheim als St. Marienkirche geweiht. In den Jahren 1676 - 1698 wurde das Bauwerk mit einem Tonnengewölbe versehen und abrockisiert. Besonders sehenswert sind: der Altar von 1613, die Grabdenkmäler der Welfenherzöge (16. / 17. Jh.) im Chorraum, die Emporenbilder (17 Jh.) und die 1999 anhand der Originalpläne von 1687 rekonstruierte Barockorgel. Während die eine Seite der Stechbahn von Fachwerkhäusern gesäumt ist, ragt auf der anderen Seite die Stadtkirche empor. Zweimal täglich steigt der Turmbläser auf den 74,5 m hohen Turm der 700 Jahre alten Kirche und bläst wie in alten Zeiten einen Choral in alle vier Himmelsrichtungen. Der Eintritt zum Kirchturm kostet 1 Euro, bezahlt wird er in der Kirche selbst.

Synagoge: Im Hintergrund des Gebäudes "Im Kreise 24" befindet sich die um 1740 errichtete Synagoge, das älteste erhaltene jüdische Gebäude in Norddeutschland. Aus der Zeit der Erbauung stammen Teile des Thoraschreins mit seiner aufwendigen Bekrönung. Seit 1997 hat Celle eine neue jüdische Gemeinde, die Synagoge wird zu Gottesdiensten genutzt. Ein kleines Museum im Nachbarhaus dient der Präsentation wechselnder Ausstellungen zur jüdischen Geschichte.

Burgen, Schlösser und Paläste[Bearbeiten]

Das Herzogschloss in Celle: Das älteste Gebäude ist das Celler Schloss. 1318 als „castrum“ erstmals erwähnt, stammt es in seinen ältesten Teilen aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Im Laufe der Zeit wurde die anfangs einfache Burg zu einer aufwendigen Vierflügelanlage umgebaut und erweitert. Renaissance und Barock gehen eine unverwechselbare Mischung ein. Im Ostflügel des Schlosses befindet sich das Residenzmuseum. Das Schloss beherbergt das älteste, heute noch bespielte Barocktheater Deutschlands sowie auch die Schlosskapelle, das einzige Gotteshaus nördlich der Alpen mit vollständig erhaltener Renaissance-Ausstattung. Der Besucher kann im Rahmen einer Schlossführung das in den damals herzoglichen Gemächern gelegene Residenzmuseum, die barocken Staatsgemächer und die Schlossküche besichtigen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Allein in der Altstadt befinden sich über 500 restaurierte, selbstverständlich unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhäuser. Besondere historische Gebäude sind: Stechinellihaus: Das Haus Großer Plan 14 hat seinen Namen nach dem herzoglichen Hofagenten und Generalerbpostmeister Francesco Stechinelli (1640-1694), der es von 1675 an bewohnte. Das heutige Gebäude im klassizistischen Baustil wurde 1795 errichtet.

Alter Marstall: Von den Wirtschafts- und Stallgebäuden, der sogenannten Vorburg des Celler Schlosses, steht allein noch der alte Marstall in der Westcellertorstrasse / Ecke Schlossplatz. Das Gebäude mit seinen sorgfältig gearbeiteten Quadermauern wurde 1664 erbaut. Im Giebel befindet sich das Wappen des letzten Herzogs Georg Wilhelm.

Hoppener Haus, das bekannteste und schönste Fachwerkhaus von Celle

Höppener Haus: Das Eckhaus Poststraße / Rundestraße, eines der aufwendigsten Fachwerkgebäude der Stadt, erbaute der herzogliche Rentmeister Simon Hoppener. Genau davor befindet sich ein Pipenposten mit dem Wappenlöwen, einer von drei Brauchwasserbrunnen der fiskalischen Wasserleitung aus dem 16. Jahrhundert.

St. Ludwig Kirche: Die katholische Kirche wurde von Stadtbaumeister J.D.A Spetzler errichtet. Sie ist Norddeutschlands einziger rein klassizistischer Kirchenbau.

Das Alte Rathaus: Das Celler Rathaus, eines der ältesten Gebäude der Stadt, besteht aus zwei Gebäudeteilen. Der ältere Teil erhebt sich über dem Ratskeller mit seinem gotischen Kreuzrippengewölbe. Ein Knick in der äußeren Front markiert die Baunaht des Anbaus von 1580/81. Im 16. Jahrhundert wurde auch der ältere Gebäudeteil modernisiert und mit der erst 1985 wieder freigelegten und rekonstruierten aufwendigen Fassadenmalerei versehen. Auch der Nordgiebel, ein Meisterwerk des Weserrenaissance, stammt aus der Zeit.

Historische Gassen: Kalandgasse: Ein Blick in die Kalandgasse eröffnet einen verträumten, romantischen Straßenzug. Besonders sehenswert ist die Lateinsschule mit ihrem reichen Schnitzwerk.

Stechbahn: Die Kalandgasse mündet in den früheren Turnierplatz mit der um 1530 erbauten Hof- und jetzt Löwenapotheke. Vor dem Gebäude befindet sich ein Hufeisen im Pflaster. Es kennzeichnet die Stelle, an der 1471 Herzog Otto der Großmütige verunglückt sein soll.

Museen[Bearbeiten]

Bomann-Museum: Das Bomann-Museum ist eines der schönsten und größten Regionalmuseen Norddeutschlands. Schwerpunkte der Sammlung sind die Kulturgeschichte des niedersächsischen Raumes und die Landes- und Stadtgeschichte. Gezeigt werden unter anderem ein komplett eingerichtetes Bauernhaus, ländliche und bürgerliche Stuben, städtische und ländliche Kleidung sowie Aspekte der Celler Handwerks- und Industriegeschichte.

Residenzmuseum Celle Das Celler Schloss, das älteste Gebäude der Stadt mit den Grundmauern von 1292 und frühere Residenz des mächtigen Fürstentums Lüneburg. Angeboten wird ein geführter Rundgang durch die frühbarocken, herzoglichen Staatsgemächer, das älteste, noch ständig bespielte Schloss-Theater Deutschlands (nur zu besichtigen nach Probenende), eine eingerichtete Schlossküche aus dem 18. Jahrhundert und die Schlosskapelle mit einer vollständig erhaltenen Renaissance-Ausstattung aus dem 16 Jahrhundert.

24-Stunden-Kunstmuseum 39854828 - unter dieser Nummer ist beim Deutschen Marken- und Patentamt in München ein weltweit einzigartiges Museumskonzept registriert: Das 24-Stunden-Kunstmuseum bietet morgens, mittags, abends und nachts Begegnungen mit moderner und zeitgenössischer Kunst aus der Sammlung Robert Simon. 24-Stunden-Kunstmuseum heißt, dass es rund um die Uhr etwas zu entdecken gibt. Das Haus wechselt im Halbtagesrythmus - mit dem Öffnen und Schließen der Türen - sein Gesicht. Die Tag- und Nachtseite sind fast nie zeitgleich zu besuchen. Wer das ganze Museum sehen möchte, kommt zweimal - am Tag und bei Nacht. Das Kunstmuseum Celle liegt direkt gegenüber dem Residenzschloss mitten im historischen Stadtzentrum von Celle, am Bomann-Museum.

Celler Garnison Museum e.V. Das Garnison-Museum befasst sich mit der Geschichte der Garnison Celle von 1866 bis heute. Es beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Uniformen, Schuss- und Blankwaffen, Orden und Ehrenzeichen sowie zahlreiche Originalausrüstungsstücke aus der Celler Garnisonsgeschichte. Ergänzt wird die Sammlung durch Dokumente unterschiedlichster Art: Briefe, Fotografien, Urkunden, Postkarten, zeitgenössische Gemälde. Außerdem wird ein Nachrichtengerät von 1916 bis 2000 gezeigt.

Das Deutsche Stickmuster-Museum: Im Rokoko-Palais Prinzengarten 2, 1770 von Prinz Ernst von Mecklenburg erbaut, befindet sich das weltweit einzige Spezialmuseum, in dem vier Jahrhunderte Frauengeschichte am Beispiel einer vergessenen textilen Alltagskultur - Stickmustertücher und alles, was in diesen Bereich gehört - dargestellt sind.

Haesler-Museum wohnen und leben in Bauhausarchitektur: Im ehemaligen Wasch- und Badehaus des Blumläger Feldes (1930/31) sind neben der Originaleinrichtung Pläne, Fotos und Modelle von Bauten des Architekten Otto Haesler zu sehen. Daneben befinden sich noch zwei Wohnungen, die im Stil der 30er sowie 50er Jahre rekonstruiert bzw. deren konstruktiver Aufbau dargestellt wird.

LAVES - Institut für Bienenkunde: Um die Imkerei zu fördern, deren Rückgang mit dem Schwinden der Heideflächen einherging, wurde 1927 das Bieneninstitut - heute LAVES - Institut für Bienenkunde Celle gegründet. Heute zählen zu den Aufgaben des Institut die Aus- und Fortbildung von Imkern, ein landesweiter Beratungsdienst sowie vielfältige Forschungs- und Untersuchungsaufgaben (chemische und biologische Honigforschung, Bienenpatholigie, Trachtforschung, ökoligische bedeutung von Honig- und Wildbienen, Bienenzüchtung). Sehenswert ist die Präsentation "Imkereiwesen" im Treppenspeicher aus dem Jahre 1607 und in Teilen des ehemaligen Orangeriegebäudes von 1677.

Schützenmuseum: Das 1976 gegründete Schützenmuseum im "Haus der Stadtmauer" bietet die einmalige Gemälde-Galerie der Celler Hauptkönige, verbunden mit einer Ausstellung von Königsorden, Schützenauszeichnungen, Pokalen und Dokumenten der letzten Jahrhunderte im Celler Schützenwesen. Waffen werden nicht gezeigt.

Straßen und Plätze[Bearbeiten]

Schützenplatz Celle: Der Schützenplatz bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Wohnmobile kostenlos abzustellen. Außerdem ist er beliebter Ort für Flohmärkte, Trödelmärkte und unser bekanntes alljährliches Schützenfest. Da "Schützenplatz" als Straßenbezeichnung nicht existiert, empfiehlt es das Navigationsgerät mit "Hafenstraße" zu programmieren.

Auf dem "Großen Plan" finden sich oft viele Leute ein, die auf dem Platz selbst oder den Cafés sitzen.

Parks[Bearbeiten]

Französischer Garten: Namensgebend für den Französischen Garten waren wahrscheinlich die in den Diensten des Celler Herzogs Georg Wilhelm stehenden französischen Gärtner Perronet (ab 1670) und Rene Dahuron (1690-1701). Letzterer war verantwortlich für die erste komplette Anlage eines Nutz- und Lustgartens in der höfischen Gartentradition des früheren 17. Jahrhunderts. In den Jahren 1695 und 1696 wurde eine doppelte Lindenallee gepflanzt und gaben dem Garten eine bis heute bestehende dominante Mittelachse in Ost-West-Richtung (die Lindenallee wurde 1951 – 1953 vollständig erneuert). 1705 verlor Celle die Funktion als Residenzstadt. Der Garten wurde vernachlässigt und erfuhr erst 1772 eine neue kurze Blütezeit unter dem Hofgärtner Krantz. Anlass war die Verbannung der dänischen Königin Caroline Mathilde nach Celle. Für sie wurde u.a. ein Sommerhaus am Teich errichtet und 1784 ein Denkmal aufgestellt. Danach gab es wieder Mängel in der Unterhaltung. So verschwand das kleine Sommerhäuschen am Teich bereits 1801. Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte die schrittweise Umwandlung in einen englischen Landschaftspark.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde im Osten der noch heute bestehende Kinderspielplatz angelegt, im Westen ein kleiner Rosengarten und 1927 durch Abtrennung des nördlichen Gartenteils das Landesinstitut für Bienenforschung gegründet. Inzwischen ist der Französische Garten als Gartendenkmal unter Schutz gestellt.

Schlosspark: Heute sind die Schlossanlagen ein beliebter Treffpunkt nicht nur für die Celler Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für unsere zahlreichen Touristen, die von hier aus entweder mit einer Stadtführung beginnen oder sich vom Einkaufsbummel erholen. Die Vorgeschichte der Schlossanlagen beginnt mit dem späten 18. Jahrhundert. Das Gelände zwischen Schloss und dem auf eine durchschnittliche Breite von 23 Fuß (ca. 6,7m) reduziertem Schlossgraben, wurde mit Bäumen bepflanzt und als Promenade entlang einer rundum führenden Pappelallee genutzt. Als 1839 beschlossen wurde, das Celler Schloss für das hannoversche Königshaus herzurichten, wurden die Flächen jenseits des Schlossgrabens aus der Verpachtung zurückgenommen bzw. angekauft. Unter der Leitung des Garteninspektors Schaumburg aus Hannover wurden die Erweiterungsmaßnahmen von 1847 bis 1866 fertig gestellt. Auch die Flächen vor dem Oberappellationsgericht, dem heutigen Oberlandesgericht, waren in die Anlage integriert worden. Im Jahre 1868 kamen die Schlossanlagen unter die Administration und Fachaufsicht der königlich preußischen Hofgartendirektion in Potsdam. Im Prinzip sind danach bis heute die Grundzüge der Anlage erhalten geblieben. Im westlichen Teil wurden 1899 Baugrundstücke abgegeben, 1922 wurde ein Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges auf der zentralen Rasenfläche vor der Ostseite des Schlosses errichtet, welches 1999 in den Stadtgarten umgesetzt wurde. 1936 ging aufgrund der notwendigen Verbreiterung der Mühlenstraße im Norden ein Geländestreifen verloren.

Triftanlagen: Die ursprünglich alte Viehtrift vor dem Westerceller Tor wurde unter dem letzten Celler Herzog Georg Wilhelm (1624-1705) in einem sogenannten „Vorschlags-Ritz“ 1680 das erste Mal überplant. Hintergrund hierfür war die erforderliche Stadterweiterung im Westen. Die Trift sollte als Magistrale in Ost-West-Richtung für die nördliche und südliche Bebauung dienen und hätte somit in der Tradition der typischen Stadterweiterungsplanungen der 2.Hälfte des 17. Jahrhunderts gestanden. Außer einer regen Bautätigkeit an den Rändern der Trift erfolgte jedoch keine weitere Umsetzung. Zwischen 1710 und 1730 entstand das fast schlossähnliche Zuchthaus am nordwestlichen Rand. Im Zuge dieses Baus sollte auch die Trift als Grünanlage umgestaltet werden: ein barocker Planungsentwurf zeigt Alleen und neue Fußwege, einen Teich im Westen und im Osten ein mit Bäumen überstelltes Rasendreieck. Auch diese Planung wurde nicht verwirklicht, im Gegenteil: bis weit ins 19. Jahrhundert hinein blieb die Anlage der Nutzung als Viehtrift, Weide und Lagerfläche vorbehalten. Erst das Nutzungsverbot von 1833 leitete die Umwandlung der Trift in eine homogene im landschaftlichen Stil gestaltete Parkanlage ein (Beschreibungsplan von 1864). Diese Maßnahmen stehen im engen Zusammenhang mit der zu dieser Zeit intensiven landschaftlichen Umgestaltung des Französischen Gartens und der Erweiterung der Schlossanlagen. Neben ihrer geschichtlichen Bedeutung für die städtebauliche Entwicklung und als Stadtbild prägende Grünanlage dient die Trift heute vor allem der wohnungsnahen Erholung im Grünen für die angrenzenden, sehr dicht bebauten Wohnquartiere im Süden und im Westen.

Stadtgarten: Auf dem Gelände der ehemaligen Heidekaserne am Rande der Altstadt und unmittelbar südlich des historischen Französischen Gartens wurde ein neuer Stadtgarten angelegt. Der 1,9 ha große Stadtgarten liegt inmitten des zukünftig durch Wohnen und Konzentration vor allem der städtischen Verwaltungsdienststellen bestimmten traditionsreichen Militärgeländes.Prunkstück ist eine 2.200 m² große Wasserfläche, die in einer Kreisfläche mit einem Durchmesser von gut 20 m endet.Über 70 neue Großbäume, 3.000 Sträucher und 1.000 Heckenpflanzen gliedern den Garten und leiten den Besucher auf den neu gebauten Wegen zum gewünschten Ziel. Es gibt aber auch genügend Anreize zum verweilen: 1.500 Rosen aller Art, 25.000 Stauden und 20.000 Blumenzwiebeln werden durch ihre Blütenpracht und ihren Duft sicher nicht nur Bienen oder Schmetterlinge erfreuen, sondern auch als neue Attraktion die Celler Bürgerinnen und Bürger und die Touristen.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Zöllnerstraße, sowie die angrenzenden Straßen, direkt in der Innenstadt, laden mit den vielen Boutiquen und kleineren Läden, meist in malerischen Fachwerkhäusern gelegen, zum Shoppen ein. Von Schmuck und Spielzeug bis hin zu Einrichtungsgegenständen kann man alles finden. Größere Geschäfte können an einer Hand abgezählt werden.

Ausgehen[Bearbeiten]

Jung und Alt kommen aus ganz Niedersachsen um in dieser Großraumdisco zu feiern. An den Wochenenden, teilweise auch unter Woche, werden in in den drei Hallen verschiedenen Motto-Partys abgehalten. Außer bei Sonderveranstaltungen (z.B. Hellfire of House) liegt der Eintrittspreis bei ca. drei Euro. Bei "1-Euro-Partys" werden alle offenen Mixgetränke für nur einen Euro angeboten. Besonders am Wochenende ist das "I" oder "Inko", wie es von den Cellern genannt wird, sehr voll. Das Inkognito liegt nahe der B3 Richtung Hannover. Nachts muss man nur dem großen Scheinwerfer folgen, der fast überall in Celle am Himmel zu sehen ist.

Die Kleinkunstbühne am Rande der Celler Altstadt. Hier können man in einzigartiger Atmosphäre einen erlebnisreichen Abend verbringen. Von Comedy über Chanson, Jazz und Kabarett bis Kino wird alles geboten.

Das Schloßtheater ist das letzte heute noch bespielte Barocktheater mit festem Ensemble.

Die CD-Kaserne unter der Verwaltung der gleichnamigen, gemeinnützigen GmbH ist mit ihren vielen Mietern und Nutzern, zwei Jugendtreffs und 33.000 qm Areal weitaus mehr als eines der größten Jugendzentren Niedersachsens. Als großes Veranstaltungszentrum ist sie Partner für Konzert- und Kulturveranstalter aus dem gesamten Bundesgebiet.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Aufgrund 270.000 Übernachtungen pro Jahr, stehen in Celle viele Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Appartement zur Verfügung. Jedes Jahr veröffentlicht die Tourismus und Stadtmarketing Celle GmbH ein Unterkunftsverzeichnis, indem alle Unterkünfte in und um Celle aufgelistet sind.

Klarkommen[Bearbeiten]

  • Tourismus und Stadtmarketing Celle GmbH, Markt 14 - 16, 05141 1212 (, fax: 05141 12459). 1. Mai - 30. Sep: '''Mo - Fr''' 9 - 18 Uhr, '''Sa''' 10 - 16 Uhr, '''So''' 11 - 14 Uhr, 1. Okt - 30. Apr: '''Mo - Fr''' 9 - 17 Uhr, '''Sa''' 10 - 13 Uhr.  edit

Schule[Bearbeiten]

In Celle gibt es

  • 6 Grund- und Vorschulen
  • 5 Hauptschulen
  • 4 Realschulen
  • 4 Gymnasien
  • 4 BerufsBildene Schulen (BBS I-IIII)
  • 1 Sprachheilschule




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