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Buenos Aires
[Bearbeiten] HintergrundBuenos Aires ist Argentiniens "Wasserkopf", eine Metropole, die in jeder Hinsicht das Zentrum des Landes ist. Mehr als ein Viertel der Einwohner des Landes wohnen in ihrem Einzugsgebiet. Doch trotz ihrer monströsen Größe ist das Zentrum, in dem alle Sehenswürdigkeiten liegen, überschaubar und bietet auch beschauliche Ecken, in denen das Leben einen Schritt langsamer von sich geht. Das kulturelle Angebot ist gut und auf internationalem Niveau. Die Stadt wirkt auf dem ersten Blick sehr europäisch, was am Einfluss der Einwanderer aus Italien, Spanien, Deutschland und Frankreich liegt, von denen ein Großteil der Bevölkerung abstammt. Insbesondere fühlt man sich durch die protzige Neobarockarchitektur oft an Paris erinnert. Um die lateinamerikanische Identität von Buenos Aires kennenzulernen, muss man sich ein paar Tage Zeit lassen. Die Einwohner der Stadt werden "porteños" - Hafenbewohner - genannt. Ihnen haftet in anderen Teilen des Landes das Vorurteil an, arrogant zu sein, was aber eher unbegründet erscheint. Buenos Aires verdankt ihre Bedeutung ihrer Lage am Río de la Plata, die sie zum besten Exporthafen Argentiniens machte. Man muss dabei vor Augen haben, dass sie bis etwa 1800 der einzige Zugang zum Meer war, weil der Süden noch von Indianerstämmen beherrscht wurde. Gegründet wurde sie 1535 als spanische Militärfestung gegen die ebenfalls in dieses Gebiet vordringenden Portugiesen, die jedoch bald wegen Angriffen der Indianer und Lebensmittelknappheit wieder aufgegeben werden musste. Die definitive Gründung erfolgte schließlich 1580 durch Juan de Garay. Lange Zeit blieb die Stadt ein bedeutungsloser Militärposten des Vizekönigreiches von Lima, der nicht einmal das Recht auf Außenhandel hatte. Das änderte sich 1776, als das Vizekönigreich des Río de la Plata gegründet und Buenos Aires seine Hauptstadt wurde. Von da an wuchs die Bevölkerungszahl schnell an, was sich nach der Erringung der Unabhängigkeit von Spanien 1816 noch verstärkte, auch wenn Buenos Aires lange Zeit nur Provinzhauptstadt war, deren Gouverneure aber einen großen Einfluss auf das Geschehen im Lande hatten. Erst 1880 wurde die Stadt zur Hauptstadt Argentiniens gekürt. Liberale Einwanderungsgesetze verschafften ihr zwischen 1880 und 1920 einen schnellen Boom, die "Gran Aldea" (großes Dorf), wie sie bis 1900 genannt wurde, wurde zur Millionenstadt und verdrängte die anderen wichtigen Städte Argentiniens in ihrer Bedeutung. Ab 1950 wuchs sie über das eigentliche Stadtgebiet hinaus, so dass heute der Großteil ihrer Einwohner in Vororten wohnen, die politisch strikt von Buenos Aires getrennt sind und stattdessen zur Provinz Buenos Aires gehören. Heute zeigt sich die Einwohnerzahl relativ konstant, auch wenn sich die Stadt durch hippe "Country Clubs" und "Privatviertel" seit den 80er Jahren weiter spinnenförmig in die Pampa ausdehnt. Nach der schweren Wirtschaftskrise und der folgenden Abwanderungswelle vieler Argentinier zurück zu ihren Wurzeln nach Europa, zeigen sich die Einwohnerzahlen dennoch relativ konstant; auch bedingt durch die von der links-peronistischen Regierung unter Präsident Kirchner vereinfachten und somit zunehmenden Zuwanderung, vor allem aus Bolivien und Peru. [Bearbeiten] Anreise[Bearbeiten] FlugzeugBuenos Aires ist ans internationale Flugnetz angebunden und kann ebenfalls von allen Gegenden Argentiniens sehr einfach erreicht werden. Buenos Aires hat zwei Flughäfen: Ministro Pistarini (EZE) (bei Ezeiza, 40 km südlich der Stadt) für den internationalen Verkehr und Aeroparque Jorge Newbery (AEP) für den Inlandsverkehr sowie für Flüge nach Chile und Uruguay. Der Aeroparque wird von allen Provinzhauptstädten Argentiniens angeflogen. Vom Flughafen Ezeiza - Ministro Pistarini aus gelangt man am besten mit einem Shuttlebus der Firmen Tienda León oder Transfer Express (etwa 25 AR$) ins Zentrum, wo sich beinahe alle wichtigen Hotels befinden. Reisende mit wenig Gepäck können auch den sehr langsamen, aber dafür preisgünstigen Bus der Linie 130 nehmen. Der Gebrauch der konventionellen gelb-schwarzen Taxis ist aus Sicherheitsgründen nicht zu empfehlen (siehe unten: Sicherheit). Eine Fahrt mit diesen ins Stadtzentrum kostet mit Stand August 2007 rund 90 Pesos (70 Pesos Fahrtkosten sowie 20 Pesos für die Maut). Taxis sollten nur an den offiziellen Ständen innerhalb des Flughafens Ezeiza gebucht und an den Ständen bezahlt werden. 'Schwarze Taxen' sollten auf jeden Fall gemieden werden. Wer lieber billiger fährt, sollte den Colectivo "8" nehmen. (Stand 2009 - die Busliniennummern wechseln öfters, also lieber noch einmal nachfragen) Dieser fährt für 2 AR$ in die Innenstadt. Das nötige Kleingeld dafür bekommt man in einer Wechselstube im Flughafen, am besten die für ankommende Gäste. (Kleine Bude im Gebäude gegenüber der Check-Ins) Dort gibt es auch die besten Wechselkurse, allerdings begrenzt auf 50 US$. Die Station befindet sich in der Nähe, ist jedoch nicht direkt ersichtlich: Aus dem Nebenausgang heraus, links halten, um die Ecke biegen und der Strasße 2 Minuten folgen, dann sollte die Bushaltestelle zu sehen sein. Ein wenig Geduld mitgebracht bekommt man so schon einen schönen ersten Eindruck von der Stadt. [Bearbeiten] EisenbahnIn Buenos Aires gibt es vier Kopfbahnhöfe: Retiro für Züge aus dem Norden, Constitución für den Süden, Once und Federico Lacroze für den Westen. Die Eisenbahnlinien sind generell in einem sehr maroden Zustand, die Technik gnadenlos veraltet. Das liegt daran, dass in den zurückliegenden Jahrzehnten der Straßenverkehr bevorzugt ausgebaut wurde. Viele Überlandstrecken sind nicht mehr befahrbar. Aktuell besinnt sich die Politik, wohl auch genötigt durch die ständig steigenden Energiepreise, auf die Bedeutung, die ein funktionierende Eisenbahnnetz zur Aufrechterhaltung eines diversifizierten öffentlichen Transportwesens darstellen könnte und fördert verhalten die Wiederinstandsetzung einzelner Strecken. Seither gibt es von Buenos Aires aus wieder Fernverbindungen, beispielsweise vom Bahnhof Once - in Richtung Westen und Süden - und Retiro (Unternehmen: Ferro) - in Richtung Norden bis hinauf nach Tucumán. Von Córdoba, Posadas, Rosario, Santa Fe, Bahía Blanca, Santa Rosa de Toay und einer Vielzahl von Städten in der Provinz Buenos Aires ist Buenos Aires aus mit der Bahn erreichbar. Die Züge sind preisgünstig, aber meist recht unkomfortabel, langsam und fahren auch deutlich seltener als die Busse. [Bearbeiten] BusÜberland- oder Fernbusse aus allen Teilen Argentiniens kommen im zentralen Busterminal Retiro, neben den Eisenbahn-Bahnhöfen gelegen, an. Die Busse erfüllen einen verhältnismäßig hohen Standard und fahren in der Regel über Nacht. Am Morgen kommt man in Retiro an und kann mit einem Remis, Taxi, Colectivo (Bus) oder mit der Subte (U-Bahn) ins Zentrum fahren. Die Preise sind für die langen Entfernungen günstig. Am Abend brechen die Busse wieder in alle Richtungen und man kommt am Morgen wieder an seinem Ausgangspunkt an. Semi Cama bedeutet 4 Liegesitze in einer Reihe. Coche Cama bedeutet meistens 3 Liegesitze in einer Reihe, die sich fast waagerecht stellen lassen. Zusätzlich gibt es kleinere Terminals in einigen Vororten: Almirante Brown, Once, Liniers, Lomas de Zamora und Don Torcuato (bekannt als "Ruta 197"), die ebenfalls von einigen Städten aus direkt angefahren werden. [Bearbeiten] Auto & VerkehrIm argentinischen Straßenverkehr ist große Vorsicht angebracht, da Verkehrsregeln bestenfalls als Anregungen betrachtet werden. Für einen Ungeübten ist es keinesfalls zu empfehlen sich mit dem Auto in Buenos Aires fortzubewegen; auch außerhalb der Metropolregion ist Vorsicht geboten. Die Straßen sind dort oft mangelhaft ausgebaut, werden von Einheimischen jedoch wie Autobahnen benutzt. Seitenstreifen werden oftmals zur zweiten Fahrspur umfunktioniert. Besonders aufmerksam sollte man bei Dunkelheit bezüglich Fahrzeugen mit geringer oder gar ohne Beleuchtung sein. Fußgänger sollten Ampeln lediglich als Empfehlung betrachten. Besonders eigensinnig verhalten sich Busse und Taxifahrer, Fahrräder und Motorräder halten generell nicht, Autos eher widerwillig. Das Straßennetz Argentiniens ist auf Buenos Aires ausgerichtet. Somit kommt man von fast allen Orten Argentiniens schnell in die Hauptstadt. Anreise aus verschiedenen Orten:
[Bearbeiten] SchiffBuenos Aires ist mit einigen Kreuzfahrtlinien erreichbar. Der Hafen liegt im Südosten der Stadt am Río de la Plata, in der Nähe des Busbahnhofes Retiro und dem Mikrozentrum. Von Montevideo und Colonia del Sacramento (Uruguay) wird Buenos Aires mit Fähren sowie mit Schnellbooten angefahren. Monopol darüber hatte ursrünglich die Fährgesellschaft Buquebus; inzwischen (Stand: 2012) gibt es auch Konkurrenz, von der die wesentlich preisgünstigere Fährgesellschaft "Colonia Express" allerdings verkehrstechnisch ungünstiger erreichbar liegt (Buslinie 20 passiert dort). Ebenfalls führt eine Bootlinie von Carmelo in den nördlichen Vorort Tigre. [Bearbeiten] MobilitätBuenos Aires hat ein dichtes Netz des öffentlichen Nahverkehrs. Am engmaschigsten ist das Stadtbusnetz (colectivos), das zum größten Teil noch mit 'historischen' Bussen aus den 60er und 70er Jahren bestückt ist. Der Preis innerhalb der Kernzone, der Capital Federal, beträgt 1,25 AR$, Kurzstrecken 0,90 AR$, in den Vororten ist er gestaffelt (bis etwa AR$ 3 für sehr entlegene Vororte). Man sollte stets genug Münzen für den Automaten im Bus bereithalten, wo man nach - ungefährer - Angabe des Ziels beim Busfahrer und dessen Freigabe des Automaten den Fahrpreis entrichtet (überzähliges Geld wird vom Automaten erstattet). Da niemand Scheine in Münzen wechseln will, kann es notwendig sein, dies in einer Bank zu tun. Schneller als die Busse sind die U-Bahn (subte)[1] und die S-Bahn (tren urbano). Die U-Bahn (6 Linien, von A-H gekennzeichnet) verbindet zentral die wichtigsten Gebäude sowie alle Kopfbahnhöfe; Die Linie H ist momentan noch im Bau befindlich, wobei das Stück zwischen Once und Caseros seit Anfang 2008 in Betrieb ist; der Einheitspreis beträgt AR$ 2,50 (Stand: 2012). Die S-Bahnen fahren von den Kopfbahnhöfen Retiro, Constitución, Once, F. Lacroze und Estación Buenos Aires (trotz des Namens der kleinste) aus in die Vororte und kosten ab etwa AR$ 0,60. Etwas verwirrend ist, dass es auf den Bahnhöfen für jede Linie (des Bahnnetzes) einen eigenen Plan gibt. Das liegt daran, das die jeweilige Linienlizenz an unterschiedliche Betreiber vergeben wird, die untereinander anscheinend wenig Interesse an Kooperation aufbringen. Taxis sind schwarz-gelb gefärbt und im innerargentinischen Vergleich relativ teuer, aber viel günstiger als in Europa. Als seriös gelten die Radio-Taxis (erkennbar am Aufdruck), in denen man auf der Rückseite der Vordersitze z. B. detaillierte Angaben zum Fahrer findet. Der Fahrer verlangt den auf der Uhr angezeigten Preis. Der weicht nur bei Fahrten über die Autobahn (z. B. zu einem der Flughäfen) wegen der Autobahngebühr ab, was dem Fahrgast auch erklärt wird. Dennoch ist hier immer Vorsicht geboten, und bei auffällig windungsreichen Touren sollte man es auch auf einen Disput mit dem Fahrer ankommen lassen. Taxis kann man überall am Straßenrand durch Heben der Hand anhalten. Daneben gibt es die nicht gekennzeichneten remises, die man von markierten Haltestellen aus und per Telefon anfordern kann. [Bearbeiten] SehenswürdigkeitenBuenos Aires bietet dem Besucher einiges an architektonischen Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit und der Zeit um 1900. Da das Zentrum von Buenos Aires heute von modernen Bauten und vielen Hochhäusern geprägt ist, muss man etwas suchen, um sie zu finden. Praktisch alle Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen in einem relativ kleinen, etwa 5 Quadratkilometer umfassenden Gebiet: zwischen der Mündung des Riachuelo, dem Río de la Plata und dem Parque Tres de Febrero im Stadtteil Palermo. Kostenlose Stadtführungen, die von porteños, den Einwohnern der Stadt, durchgeführt werden, bietet die Non-Profit Organisation "CICERONES de BUENOS AIRES" an. Anmeldung ein paar Tage vor Ankunft über Internetseite www.cicerones.org.ar. [Bearbeiten] Kirchen
[Bearbeiten] Burgen, Schlösser und Paläste
[Bearbeiten] Bauwerke
[Bearbeiten] Denkmäler
[Bearbeiten] Museen
[Bearbeiten] Theater[Bearbeiten] Teatro ColónDas Teatro Colón zwischen der Plaza Lavalle und der Avenida 9 de Julio ist das größte und berühmteste Theater Argentiniens. Das sehenswerte Bauwerk im neobarocken Stil der Jahrhundertwende um 1900 erbaut ist zur Zeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Wiedereröffnung soll im Mai 2010 zum 200-jährigen Jubiläum Argentiniens erfolgen. Das Teatro Colón gehört zu den 5 besten Opernhäusern der Welt. [Bearbeiten] Straßen und Plätze
[Bearbeiten] Parks
[Bearbeiten] Verschiedenes
[Bearbeiten] AktivitätenNeben Sightseeing kann man alle Arten von Sport betreiben, insbesondere in den Parks. Im Vorort Tigre kann man in einigen Zuflüssen zum Río de la Plata baden - nicht aber im Río de la Plata selbst - Lebensgefahr! Ein immer wieder empfohlenes Erlebnis ist der Besuch eines Fußballspiels, insbesondere bei Lokalderbys - das bekannteste ist River-Boca, der "Superclásico" zwischen den beiden bekanntesten Fußballvereinen der Stadt. Es gibt unzählige kulturelle Veranstaltungen, die meisten davon an den Wochenenden. Einen relativ guten Veranstaltungskalender hat die Zeitung Clarín zu bieten, der aber bei weitem nicht vollständig ist. [Bearbeiten] TanzenBuenos Aires ist die Stadt zum Tango tanzen und lernen. Neben vielen Tangoshows, kann man täglich an verschiedenen Orten an kurzen Tangokursen von ca. 90 min teilnehmen und die neuen Figuren bei Milongas - den Tangotanztreffs - ausprobieren. Allerdings sind sehr viele ausgezeichnete Tangotänzer unterwegs. Ort und Zeiten ändern sich wie vieles in Buenos Aires sehr schnell, deshalb muss man sich immer aktuell informieren.
Ein netter Platz vollgestellt mit Stühlen verschiedener Restaurants und fast jeden Abend kostenfreie Tangovorführungen und manchmal auch Livetangomusik. Spenden am Ende der Vorführung sind allerdings erwünscht.
In den Barancas de Belgrano, Ecke Sucre und Echeveria findet jeden Samstag und Sonntag eine kostenfrei Open Air Tango Milonga in einem grossen, schmiedeeisernen Rondel mit glatten Steinboden statt. Das Zusehen ist problemlos möglich. Die nächtliche Rückfahrt mit dem Taxi ins Zentrum ist ebenfalls ein nettes Erlebnis (Kosten ca. 10-15 US$). [Bearbeiten] EinkaufenEs gibt eine unüberschaubare Menge an Supermärkten, Tante-Emma-Läden und Shoppingcenter, in denen man fast alles erstehen kann. Die Fußgängerzone Florida und die diese kreuzende Lavalle stellt die auf Massentourismus spezialisierte Einkaufsmeile der Stadt dar und bietet vor allem Hochpreis-Modeboutiquen. Hierher werden die Touristenströme von interessierten Kreisen gezielt gelenkt und man wird dort von zahlreichen Personen beinahe belästigt, die Zettel für diverse Angebote (Tagesausflüge in andere Landesteile, Restaurants usw.) verteilen oder Geldumtausch anbieten (von Letzterem ist hier unbedingt abzuraten!). Günstigere Preise für Kleidung zahlt man in den Einkaufsmeilen von Once (nahe Plaza Miserere) und Munro (14 km nördlich in einem Vorort). Kleider von jungen argentinischen Modedesignern bekommt man auf dem Kleidermarkt samstags und sonntags am Plaza Serrano/Plaza Cortazar. Im Szene-Bezirk Palermo Viejo liegen außerdem teure Boutiquen, die auch ausgefallenere Kleidung verkaufen. Auch bei den Porteños beliebt sind große Shopping-Malls, die sich im Stadtgebiet verstreut befinden. Mit dem Schiff ankommende Touristen werden gezielt mit billigen Transferangeboten hierher gelockt. Das Angebot ist jedoch vergleichbar mit derartigen Verkaufseinrichtungen in Europa und stellt eigentlich keine besondere Attraktion dar, deren Besuch sich übermäßig lohnen würde. Bekannte Kunsthandwerkermärkte finden sich in der Recoleta (beim Friedhof) und in San Isidro (nobler Vorort, 20 km nördlich). Kunsthandwerk kann man auch teurer in zahlreichen Shops einkaufen, wobei die originelleren Stücke auf jeden Fall auf den Märkten angeboten werden. Interessant ist der Markt in Tigre (35 km nördlich der Stadt), auf dem man insbesondere kunstvoll angefertigte Möbel, aber auch Pflanzen, Tiere und alle Arten von Obst erstehen kann. Antiquitäten im altspanischen Stil gibt es im Stadtteil San Telmo südlich des Zentrums. Die Bekanntheit dieser Geschäfte bei Touristen und wohlhabenderen Porteños hat jedoch zu erhöhten Preisen geführt. [Bearbeiten] KücheNeben Rindfleisch ist Argentinien bekannt für seine Empanadas (Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen: Rindfleisch, Spinat (verdura), Tomate-Mozzarella-Basilikum etc., Käse-Schinken etc.; entweder frittiert [frito] oder im Rohr gebacken [horno]), die man am besten im Dutzend in einer der zahlreichen Empanaderias kauft. Ansonsten gibt es eine Art Quiches. An Obst und Gemüse findet man in Argentinien so gut wie alles, was man aus Europa kennt, und noch viel mehr. Da sich Argentinien über ALLE Klimazonen hinwegzieht, ist auch alles aus dem eigenen Land zu erhalten. So kommen auch Vegetarier auf Ihre Kosten - das einzige Manko sind Salatsoßen: die gibt es leider nicht. Interessant ist, was es noch so in Argentinien nicht gibt: indisches Essen ist kaum bekannt, auch arabisches Essen gibt es nur sehr wenig. Süß essen die Argentinier am liebsten Dulce de Leche, eine Art Karamell-Creme, die der argentinische Schokoladen-Ersatz darstellt: Kekse, Kuchen, Brotaufstrich, Eis - alles mit Dulce de Leche. Sehr süß und sehr lecker. Kekse sind meistens Alfajores, da oft mit Dulce de Leche gefüllt, sind auch diese sehr süß. Obwohl es auch einige Fast-Food-Imbisse gibt, sieht man Argentinier so gut wie nie auf der Straße essen (genauso wenig trinken). Es gibt in Buenos Aires Restaurants aller Preisklassen und Arten. Die überwiegende Mehrheit der Lokale bietet die typisch argentinischen Spezialitäten, insbesondere Fleisch (parrilladas), aber auch Pizza und Pasta findet man häufig, letztere sind zumeist hausgemacht. Lokale dieser Art findet man in den meisten Stadtteilen an quasi jeder Ecke. Pizzen sind im Vergleich zu Europa mit wesentlich mehr und würzigerem sogenannten Mozzarella, der sich deutlich vom gleichnamigen Produkt in Italien unterscheidet, belegt, wodurch diese i. A. ungleich sättigender sind. Dank der italienischen Einwanderer gibt es in Buenos Aires hervorragendes Eis. Die bekanntesten (und teuersten) Eisläden sind Munchi's, Freddo und Persicco. Doch auch kleinere Heladerias wie beispielsweise der Eisladen direkt an der Plaza Dorrego in San Telmo, sind durchaus zu empfehlen. Im den Entwurf eines 'modernen' Buenos Aires repräsentierenden Viertel Puerto Madero, dem alten Hafen, befinden sich Lokale der gehobenen Preisklasse, ebenso wie in den Vierteln Recoleta und Palermo. Im Zentrum dagegen sind die Preise - wohl auch wegen der erhöhten Konkurrenzsituation - eher günstiger. [Bearbeiten] Günstig
[Bearbeiten] Mittel
[Bearbeiten] Gehoben
[Bearbeiten] AusgehenSchon im Taxi vom Flughafen in die Stadt hört man die melancholischen Töne des Tangos. Auch an öffentlichen Plätzen sieht man Tango-Paare den typischsten Tanz der Stadt zelebrieren. Der Tango und Buenos Aires scheinen zwei untrennbare Elemente zu sein - in den Tangotexten kommen häufig blumige Umschreibungen der Stadt vor. Die Tangoshows in La Boca gelten als touristisch und teuer, bieten dafür erstklassige Musiker und Tänzer. Viele Tango-Shows bieten neben der Show auch Show+Dinner (show+cena) an. Meist ist das essen recht teuer und nicht so gut, wie in den klassischen Asados (Grillrestaurants), man sitzt dann aber besser und näher an der Bühne. Es gibt auch Tango-Diskotheken (Milongas), die vorwiegend von älteren Argentiniern und Touristen frequentiert werden. Dagegen ist der neuere Electro-Tango, eine Mischung aus Tango und elektronischer Musik, besonders bei jungen Szenegängern beliebt. Empfehlenswert ist hier der Besuch eines Konzertes von Bajo Fondo. Die Diskotheken und Clubs sind auf die Stadt verteilt und daher nicht immer leicht zu finden. Sie ballen sich jedoch bei Puerto Madero (teuer, schick, exklusiv), Palermo und Las Cañitas (trendig-schick), San Telmo (trendig-alternativ), Flores (vielfältig, nicht allzu teuer) und an der Costanera nahe des Flughafens Aeroparque J. Newbery (Costa-Salguero-Komplex, schick, aber mainstreamlastig). Die Arbeiterjugend tanzt meist in sogenannten Bailantas, teilweise weit weg vom Zentrum in den ärmeren Vororten. Dort wird lateinamerikanische Musik, insbesondere Cumbia, gespielt. Ein Besuch einer solchen Bailanta ist nur in Begleitung von Einheimischen empfehlenswert. [Bearbeiten] Günstig
[Bearbeiten] Mittel
[Bearbeiten] Gehoben
[Bearbeiten] UnterkunftEs ist generell relativ schwierig, günstige Hotels und Hostels in Buenos Aires zu finden, die meisten befinden sich in der mittleren bis oberen Preisklasse. [Bearbeiten] Günstig
[Bearbeiten] Mittel
[Bearbeiten] Gehoben
[Bearbeiten] LernenDie Universidad de Buenos Aires ist mit etwa 250.000 Studenten die größte Universität des Landes. Die Fakultäten sind über die verschiedenen Stadtteile verteilen. Zentrum der Univerität ist die Ciudad Universitaria, ein mehrstöckiges Gebäude im Stadtteil Nuñez am Río de la Plata, nahe des Aeroparque Jorge Newbery (Av. Intendente Cantilo). Es gibt mehrere deutsche Schulen in Buenos Aires und seinen Vororten, die fast alle Austauschprogramme für deutsche Schüler anbieten. An der Goethe-Schule kann man das deutsche Abitur machen. Es gibt auch zahlreiche private Sprachschulen in Buenos Aires, die Spanischkurse anbieten. Man kann Intensivkurse (4-6h täglich) wochenweise oder auch für länger buchen. Zudem besteht oftmals auch die Möglichkeit den Spanischunterricht mit Tango-Tanzstunden zu kombinieren(z. B. Sprachschule Babylon Idiomas Buenos Aires). [Bearbeiten] ArbeitenAls Ausländer hat man am ehesten Chancen, mit Sprachunterricht Geld zu verdienen, insbesondere mit Englisch. [Bearbeiten] SicherheitDie Kriminalitätsrate in Buenos Aires ist deutlich höher als im Rest des Landes, wenn auch in den letzten Jahren durch verstärkten Einsatz von Sicherheitspersonal (staatlich und privat) und von Überwachungstechnik im öffentlichen Raum rückläufig. In den Jahren unmittelbar nach der Wirtschaftskrise 2001 ist ein starker Anstieg der Kriminalität, auch mit zunehmender Brutalität, zu verzeichnen gewesen. In den Jahren nach 2010 setzte durch die wirtschaftliche Erholung Argentiniens eine starke illegale und unkontrollierbare Zuwanderung aus den Nachbarstaaten ein, die allseits gerne als ein Grund für die hohe Kriminalitätsrate angegeben wird. Wie dem auch sei: Ein wichtiger praktischer Tipp insbesondere für Touristen, die für potentielle Täter eben oft auch physisch als solche erkennbar sind, ist ein sehr vorsichtiger und höchstmöglich unauffälliger Umgang mit Wertgegenständen. Touristen stehen aktuell eindeutig im Fokus der organisierten Kriminalität, die ihre Aktivitäten besonders auf bei dieser Gruppe beliebte Ziele verlegt. An diesen Zielen sowie auf allen Wegen dort hin ist noch einmal mehr zu erhöhter Aufmerksamkeit zu raten. Grundsätzlich ist es günstiger, sich - sofern vermeidbar - nicht alleine durch die Stadt zu bewegen. In der Gruppe ist man eindeutig sicherer vor kriminellen Übergriffen. Ist man doch alleine unterwegs, weil es eben manchmal einfach nicht zu vermeiden ist, ist ein entschiedener Gang und eine gewisse Zielstrebigkeit von Vorteil. Taschendiebstähle sind in Buenos Aires an der Tagesordnung und werden von der Polizei auch nur widerwillig verfolgt. Insbesondere ist mit ihnen in öffentlichen Verkehrsmitteln, am Flughafen, am Busbahnhof, an belebten Plätzen, Einkaufsstraßen - insbesondere Florida - und sogar innerhalb von Geschäften zu rechnen. Die Taschendiebe gehen zumeist sehr raffiniert vor und sind oft in Gruppen organisiert. Ein beliebtes Verfahren ist das Beschmutzen der auserwählten Opfer mit einer eher übelriechenden, schmierigen Flüssigkeit, die von (imaginären) Vögeln stammen soll; bei der dann meist von Frauen angebotenen Hilfe zwecks Reinigung wird das Opfer dann regelrecht ausgeraubt; Verhaltenstipp: Hilfsangebot strikt ignorieren und sich zielstrebig entfernen, ohne sich auf irgend einen Dialog einzulassen. Unter besonderer und geradezu irrationaler Aufmerksamkeit bei Kriminellen stehen Digitalkameras (Stand: 2012); hier haben Raubüberfälle am helllichten Tag und in durchaus belebten Zonen schon zu Todesfällen geführt (Februar 2012: Französischer Fotograf). Da es ein bestens funktionierendes Hehlereiwesen zu geben scheint, wird auch von brutalen Überfällen nicht zurück geschreckt; hier gilt zurzeit für Touristen: sehr achtsam sein! Im Fall der Fälle ist die Überlassung des Wertgegenstandes an den Räuber unter Umständen eine lebensrettende Entscheidung. Zu jeder Tageszeit sollte man unbedingt ärmere Viertel oder gar die sogenannten Villas meiden, da dort jedwede Fremde (Nicht-Bewohner, nicht nur Ausländer!) Opfer von Kriminellen werden. Im Zentrum gehört das Viertel La Boca dazu, sowie die Gegend um die Bahnhöfe Constitución, Once und Buenos Aires, wo sich auch bekannte Rotlichtviertel befinden. Die organisierte Kriminalität hat sich die Armenviertel als Rückzugsgebiet auserkoren, in denen auch die Polizei, trotz großer allgemeiner Präsenz, nur mit erheblicher Mühe das Gewaltmonopol des Staates durchzusetzen in der Lage ist. Nachts ist es auch im Zentrum und in den gehobenen Stadtteilen empfehlenswert, sich mit dem Taxi anstatt zu Fuß fortzubewegen. Die Verwendung öffentlicher Busse (Colectivos), die teilweise rund um die Uhr zu verkehren scheinen, ist kein Problem; der Weg zur Bushaltestelle und von der Bushaltestelle zum Ziel kann es durchaus sein. Der internationale Flughafen Ezeiza liegt ausserhalb und ist sehr mangelhaft an öffentliche Verkehrsmittel angebunden. Er ist nur mit dem Taxi problemlos zu erreichen. Wegen zunehmender Sicherheitsschwierigkeiten mit den konventionellen gelb-schwarzen Taxis, werden auf Flughäfen und Bahnhöfen meist gesondert private Taxidienste (Remis, Shuttlebusse) angeboten, deren Gebrauch auch zu empfehlen ist. Diese Dienste findet man meist an speziellen Schaltern ähnlich der Mietwagenschalter (siehe oben). [Bearbeiten] GesundheitEs gibt in Buenos Aires keine besonderen Gesundheitsrisiken, wenngleich auf den offiziellen Mitteilungstafeln Tipps zur Vermeidung des Dengue-Fiebers durch umsichtigen Umgang mit Gießwasser zu finden sind (Stand: 2012). Das Leitungswasser kann meist bedenkenlos getrunken werden, hat aber einen hohen Chlorgehalt und schmeckt daher nicht allzu gut. Das Baden im Río de la Plata, der inzwischen sehr verschmutzt ist, ist gesetzlich verboten. Badestrände liegen 50 km südlich der Stadt, in der Nähe von Magdalena, ansonsten ist eher das Tigre-Delta empfehlenswert. [Bearbeiten] KlarkommenTouristeninformationsstände gibt es an beiden Flughäfen, zusätzlich in der Galería Pacífico (Straße Florida). Informationen über das ganze Land gibt die Secretaría de Turismo, Santa Fe 833, in der man sich Preislisten von Hotels und Campingplätzen selbst im kleinsten Dorf ausdrucken kann. In Buenos Aires hat man es, wenn man kein Spanisch aber Englisch spricht, etwas einfacher als in anderen Städten Argentiniens, da die Stadt selbst sehr touristisch ausgerichtet ist und es für fast alles fremdsprachige Angebote gibt. Dennoch gilt, dass Fremdsprachen sehr oft nicht gesprochen werden, auch nicht Englisch. Die Menschen in Buenos Aires sind Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen und bieten, wenn sie erkennen, dass jemand Hilfe braucht, diese auch von sich aus an. Im für Touristen interessanten Zentrum, in dem sich auch die meisten Hotels befinden, kann man in der Regel alle benötigten Dienstleistungen in Laufweite finden. [Bearbeiten] KommunizierenTelecentros (Telefonzentralen) und Internetcafés gibt es reichlich (Preis: meist 1,50 - 3 AR$ pro Stunde). Das Mobilfunknetz ist in der Stadt, sogar in der Subte (U-Bahn) und im gesamten Umland lückenlos verfügbar. GSM, das US-System CDMA sowie analoge Systeme sind in Buenos Aires gut ausgebaut, UMTS ist aber bisher (Stand: Juli 2007) nur testweise durch einige wenige Funkzellen vertreten (insbesondere im Hafengebiet). [Bearbeiten] Weiter geht'sBeliebte Ausflugsziele von Buenos Aires aus sind:
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