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Bosnien und Herzegowina

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Lage
noframe
Flagge
Bk-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Sarajevo
Staatsform: Bundesrepublik (Föderal)
Währung: Konvertible Mark (KM)
Fläche: 51.100 km²
Bevölkerung: 4,01 Mio
Sprachen: Bosnisch, Kroatisch, Serbisch
Religionen: Muslimisch 40%, Orthodox 31%, Römisch-Katholisch 15%, andere 14%
Stromsystem: 220V/50Hz
Telefonvorwahl: +387
Internet TLD: .ba
Zeitzone: UTC+1 (MEZ)


Karte von Bosnien und Herzegowina

Bosnien und Herzegowina liegt in Südosteuropa.

Regionen[Bearbeiten]

Bosnien und Herzegowina ist in zwei Entitäten, die Republika Srpska (Serbische Republik) und die Föderation Bosnien und Herzegowina (bosnische Muslime und Kroaten), eingeteilt. Hinzu kommt der gemeinsam verwaltete Distrikt Brcko. Die Föderation Bosnien und Herzegowina besteht ihrerseits aus zehn Kantonen, die eine weitgehende Autonomie haben.


Städte[Bearbeiten]

  • Sarajevo, Hauptstadt mit historischer Altstadt
  • Mostar mit der Alten Brücke
  • Jajce, alter Königssitz mit Festung, Pliva-Seen und 17 Meter hohem Wasserfall im Zentrum
  • Banja Luka, Hauptstadt der Republika Srpska
  • Bihać, an der Una
  • Brčko, Sonderverwaltungsgebiet, steht unter UN-Hoheit
  • Neum, Touristenort an der Adria
  • Srebrenica, Schauplatz des folgenreichsten Massakers im Bosnienkrieg
  • Travnik, Stadt der Wesire und Konsuln
  • Tuzla, große Industriestadt, berühmt für die namensgebenden Salzvorkommen
  • Višegrad, Brücke über die Drina
  • Doboj
  • Goražde
  • Livno
  • Zenica
  • Maglaj
  • Prijedor

Hintergrund[Bearbeiten]

Bosnien und Herzegowina ist eine ehemalige jugoslawische Republik, die nach dem Zerfall Jugoslawiens 1991 in einem blutigen Krieg bis 1995 umkämpft war. Mit dem Friedensvertrag von Dayton 1995 wurde dieser Staat aus drei verfeindeten Parteien geschaffen. Um überhaupt funktionsfähig zu sein, bedurfte die Union eines ausgeklügelten Verfassungsrahmens und der Kontrolle durch einen Beauftragten der internationalen Gemeinschaft. Inzwischen scheint das Gebilde einigermaßen stabil, von touristischen Reisen wird heute durch das deutsche Auswärtige Amt nicht mehr abgeraten.

Anreise[Bearbeiten]

Die Einreise ist nur mit einem gültigen Reisepass möglich. Seit dem 12. September 2002 können die Staatsangehörigen der Länder, die das Schengen-Abkommen unterzeichnet haben, sowie der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ihren Personalausweis als Reisedokument bei Einreise, Ausreise und Durchreise über das Hoheitsgebiet von Bosnien und Herzegowina benutzen. Ein Visum wird nicht benötigt. Für ausländische Staatsangehörige besteht bei einem Aufenthalt von mehr als 24 Stunden eine Meldepflicht bei einer Polizeibehörde. Diese wird bei Unterkunft in einem Hotel von diesem übernommen. Technische Geräte müssen (in größeren Mengen) bei der Einreise registriert werden - die Ausfuhr ist entsprechend nachzuweisen.

Flugzeug[Bearbeiten]

Es gibt 3 internationale Flughäfen in Bosnien und Herzegowina: Sarajevo, Mostar und Tuzla. Hauptflughafen ist der internationale Flughafen (Aerodrom) in Sarajevo, der von jeder europäischen Metropole zu erreichen ist. Lufthansa fliegt täglich zwischen München und Sarajewo. Über Wien bestehen tägliche Umsteigeverbindungen nach Deutschland mit Austrian Airlines. Avio Express fliegt samstags zwischen Düsseldorf und Sarajewo. Nach Frankfurt und München fliegen täglich Adria Airways über Laibach und Croatia über Zagreb. Des weiteren gibt es einen Flughafen in Banja Luka, der fast ausschließlich für innerbosnische und Flüge nach Serbien genutzt wird. Zwischenzeitlich wurde der Flughafen Banja Luka auch regelmäßig von der österreichischen Fluglinie Austrojet von Salzburg aus angeflogen. Aktuell besteht dieses Angebot leider nicht mehr.

Bahn[Bearbeiten]

Das Bahnnetz in Bosnien und Herzegowina ist sehr dünn wie die Karte zeigt. Auf den meisten Strecken verkehren nur wenige Züge pro Tag.

Für Touristen sind die beiden Hauptstrecken relevant:

1. (Zagreb-) Dobrljin - Banja Luka - Doboj - Zenica - Sarajevo - Konjic - Mostar - Čapljina - Ploče

2. Bosanski Šamac - Modriča - Doboj

Seit dem 9.12.2012 gibt es nur noch zwei internationale Züge, welche für die An- und Abreise zur Verfügung stehen:

- Tagesverbindung Zagreb (ab 9:09) - Banja Luka (an 13:32/ab 13:37) - Sarajevo (an 18:12)

- Tagesverbindung Sarajevo (ab 11:17) - Banja Luka (an 15:41/ab 15:49) - Zagreb (an 20.09)

- Tagesverbindung Sarajevo (ab 6:51) - Ploce (an 10:58)

- Tagesverbindung Ploce (ab 17:06) - Sarajevo (an 21.13)

Alle Züge führen die 1. und 2. Klasse. Sie sind nicht klimatisiert, jedoch können die Fenster geöffnet werden. Auf der Verbindung Zagreb-Sarajevo-Zagreb steht ganzjährig ein Bistrowagen zur Verfügung. Von und nach Ploce nur von Anfang Juni bis Ende August. Von und nach Zagreb ist zukünftig der Einsatz eines neuen, klimatisierten Talgo-Zuges geplant.

Weitere Informationen (z.B. weitere Zwischenhalte & Fahrpreise) stehen auf der Webseite der ZFBH (Eisenbahn der Föderation von Bosnien und Herzegowina), welche auch in deutsch verfügbar ist. Die vorgenannten Züge sind auch in die Online-Fahrplanauskunft von DB, ÖBB & SBB integriert.

Die Verbindungen sind zwar langsam, jedoch bequem und ermöglichen einen schönen Einblick in die Natur. Vor allem die Strecke von Sarajevo nach Mostar nimmt einen äußerst reizvollen Weg. Die Fahrpreise liegen unter den Preisen für die Buslinien.

Größere Verspätungen der Züge sind möglich. Trotz damals noch 20 Minuten kürzerer Fahrzeit war bei einer Fahrt nach Ploce im Herbst 2012 der Zug jedoch pünktlich.

Fahrkarten können an vielen Stationen erworben werden. Zumindest in den größeren Städten auch durchgehend nach Kroatien. Allerdings ist passendes Bargeld nötig, da kaum Wechselgeld vorhanden ist.

Das Rauchverbot in den Zügen wird de facto nicht immer beachtet.

Die frühere Nachtverbindung Zagreb - Sarajevo, die Tagesverbindungen von Sarajevo nach Budapest und Belgrad und das 2. Zugpaar Sarajevo - Ploce wurden zum 8.12.2012 eingestellt. Nach Serbien, Ungarn und in die Region Slawonien (Kroatien) bestehen somit keine Zugverbindungen mehr, so dass alternativ Fernbuslinien genutzt werden müssen.

Tram[Bearbeiten]

In Sarajevo besteht ein Straßenbahnnetz. Es verkehren eine Hauptlinie (Nr. 3) und fünf Verstärkungslinien (1, 2, 4-6). Vom Hauptbahnhof zur Altstadt fährt die Linie 1. Tickets erhält man am Kiosk.

Bus[Bearbeiten]

Es besteht ein gut ausgebautes Netz von Buslinien in Bosnien und Herzegowina. Jede Stadt innerhalb des Landes ist mit regelmäßigen Verbindungen zu erreichen. Aus Sarajevo, Mostar, Zenica, Tuzla, Bihać und Banja Luka fahren regelmäßig Busse in die Nachbarländer und ins fernere europäische Ausland. Die Busse sind allgemein sehr preiswert. So zahlt man für eine achtstündige Busfahrt von Belgrad nach Banja Luka umgerechnet lediglich 16 Euro. Eine Fahrt von Banja Luka nach Wien kostet umgerechnet 35 Euro. Der Busbahnhof in Banja Luka befindet sich ebenso wie der unmittelbar abgeschlossene Bahnhof an der äußersten Peripherie der Stadt. Die Innenstadt ist per Taxi oder mit etwa halbstündigem Fußmarsch zu erreichen. Innerhalb Sarajevos gibt es unzählige Buslinien, die häufig völlig überfüllt sind, aber dennoch ihren Zweck erfüllen.

Eine gute, wenn auch unvollständige Übersicht verfügbarer Busse bietet: http://www.autobusni-kolodvor.com/en/default.aspx

Auto[Bearbeiten]

Mit dem Auto nach Bosnien-Herzegowina zu fahren, ist ohne Klimaanlage anstrengend, denn die Sommer in diesem Land sind oft sehr heiß. Die Grüne Versicherungskarte ist bei der Einreise vorzulegen; sie gilt für ganz Bosnien und Herzegowina. Die Straßen sind teilweise durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogen worden, allerdings sind die wichtigen Verbindungen wieder gut befahrbar. Die Straßen sind meist nur zweispurig. In Zukunft soll die Autobahn A1 auf 330 km Länge durch Bosnien führen. In der Republika Srpska ist die Beschilderung der Straßen und Orte bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich in kyrillischer Schrift. Nicht jeder kleine Grenzübergang ist für Westeuropäer offen.

Schiff[Bearbeiten]

Bosnien-Herzegowina hat einen ca. 20 km langen Zugang zum Meer.

Mobilität[Bearbeiten]

In Bosnien und Herzegowina besteht für Autofahrer die Verpflichtung, rund um die Uhr das Licht angeschaltet zu lassen. Geschieht dies nicht, ist ein Verwarnungsgeld in Höhe von 20 KM bzw. 10 € fällig. Man sollte sich von der Tatsache, dass viele in Bosnien und Herzegowina gemeldete Fahrzeuge diese Pflicht nicht ständig erfüllen, nicht ablenken lassen, da einige Polizisten insbesondere bei Touristen großen Wert auf die Einhaltung dieser Vorschrift zu legen scheinen. Des weiteren ist unbedingt ein Warndreieck, ein Satz mit Reservelampen und ein Abschleppseil mitzuführen. Ansonsten droht - je nach Ermessen der Polizei - ein Verwarnungsgeld in Höhe von 20-40 KM. Äußerst penibel sollten die Geschwindigkeitsregeln eingehalten werden. In Bosnien finden sehr häufig Geschwindigkeitskontrollen statt. Ebenfalls sollte Beachtung finden, dass die in Osteuropa und Balkanstaaten übliche Begrenzung des innerörtlichen Verkehrs von 60 km/h in Bosnien keine Anwendung findet. In Bosnien sind nur 50 km/h innerörtlich erlaubt!

Sprache[Bearbeiten]

Serbokroatisch war früher die gemeinsame Sprache des Staates. Angesichts des Krieges in den Neunziger Jahren und dem Zerfall Jugoslawiens in verschiedene Nationalstaaten werden die im Land verwendeten Standardsprachen heute als Bosnisch, Kroatisch und Serbisch bezeichnet.

Die wichtigsten Phraseologismen und Ausdrücke für einen Touristen sind in jeder Sprachvariante gleich: "Guten Morgen" (Dobro jutro), "Guten Tag" (Dobar dan), "Auf Wiedersehen" (Doviđenja), "bitte/nichts zu danken" (molim/ nema na cemu) und "danke" (hvala). Die südslawischen Sprachen mögen aufgrund ihrer sehr komplexen Grammatik (7 Fälle) schwer zu erlernen sein. Auch an der Aussprache kann es für Ausländer sehr hapern, da vergleichsweise viele scharfe Konsonanten nebeneinander auszusprechen sind. Glücklicherweise spricht man genau so, wie geschrieben wird. Aber man kommt praktisch im ganzen Land relativ gut mit Englisch und Deutsch durch. Aufgrund der vielen Kriegsflüchtlinge, die in deutschsprachigen Gebiete lebten, können viele junge Menschen gut Deutsch.

Die Germanistik an den bosnischen Universitäten unterhält ein hohes Sprachniveau und hat regen Zulauf. Wie überall auf der Welt ist das Fremdsprachenniveau auf dem Land wesentlich geringer als in den Städten, aber auch hier findet sich oft jemand, der ein paar Brocken Deutsch oder Englisch spricht. Englisch ist die wichtigste Fremdsprache in der Schule und wird von der jüngeren Generation oft gesprochen, nicht zuletzt aufgrund der amerikanischen Filme, die kaum auf serbo-kroatisch oder gar bosnisch synchronisiert sind . Gebrochenes Deutsch sprechen noch viele ältere Menschen, ehemalige Gastarbeiter und Kriegsflüchtlinge. Im Sommer kommen noch viele Auslandsbosnier aus Deutschland, der Schweiz, Österreich usw. ins Heimatland, um die Ferien dort zu verbringen.

Politisch gesehen ist die Sprache eine sehr komplizierte Angelegenheit in Bosnien und Herzegowina und die offizielle Sprachregelung ein großes Hindernis im Friedensprozess um die Erhaltung des Ganzheitstaates. Nach dem Dayton Peace Agreement (praktisch die vorläufige - derzeit gültige Verfassung) gibt es in Bosnien und Herzegowina 3 konstituierende Völker und damit auch 3 Sprachen. Bosnisch, Kroatisch, Serbisch. Die Unterschiede zwischen diesen drei südslawischen Sprachvarianten sind gering und eine Verständigung untereinander ist problemlos möglich. Am ehesten könnte es mit dem Unterschied zwischen englisch und amerikanisch verglichen werden. In der Föderation benutzen die Bosniaken und die Kroaten die lateinische Schrift, während in der Republika Srpska kyrillisch geschrieben wird. Es sind Tendenzen der einzelnen Bevölkerungsgruppen vorhanden, durch die jeweilige Sprachvariante, ihre nationale Identität zu unterstreichen. So benutzen die Kroaten im Westen des Landes die Variante der in Kroatien verwendeten Schriftsprache. Die Bosniaken und die Kroaten verwenden die sogenannte "ijekavica", die Serben bis anhin auch, wobei in der Republika Srpska Bemühungen da sind, die serbische Schriftsprache zu benutzen, die sogenannte "ekavica" (obwohl die Leute bis anhin "ijekavisch" sprachen). Das heißt ein Wort wie z.B. Milch heißt auf serbisch mleko (in kyrillisch) und auf kroatisch/bosnisch mlijeko (in lateinischen Buchstaben). Relativ schwerfällig kommt die bosnische Variante zu ihrer Realisierung im Alltag, zumal sie relativ spät standardisiert wurde und nur von der bosnischen Oberschicht zur Zeit der osmanischen Herrschaft benutzt wurde. Hingegen haben sich viele sogenannten "Turzismen" eingebürgert, wie z.B. djezva=Kaffeekessel, cilim (gespr. tschilim) = Teppich...

Trotz der Ähnlichkeit der Sprachen ist das Recht auf die Nutzung der eigenen Muttersprache ein sehr wichtiges Recht, das politisch von großer Tragweite ist. Alle offiziellen Papiere müssen somit in alle 3 Sprachvarianten übersetzt werden, Schulbücher werden in allen Sprachen gedruckt etc.

Kaufen[Bearbeiten]

Offizielles Zahlungsmittel ist seit Sommer 1998 die Konvertible Mark (KM), die 1:1 an die Deutsche Mark und dementsprechend zum D-Mark-Kurs von 1,95583 KM für einen Euro an die europäische Währung gebunden ist. Allerdings wird vielerorts auch die Zahlung direkt in Euro akzeptiert. Der Geldumtausch ist in den größeren Orten problemlos möglich. Bankautomaten (Maestro Card) gibt es mittlerweile in jeder größerer Stadt. Das Bezahlen mit Kreditkarten und das Bezahlen mit Maestro Card/EC Karte ist nur in den Städten und nur in großen, modernen Geschäften und Restaurants möglich und relativ unüblich.

In den kroatisch bewohnten Grenzgebieten kann oft auch mit Kuna, in den Grenzgebieten zu Serbien mit dem Serbischen Dinar bezahlt werden.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die bosnische Küche ist sehr reichhaltig und abwechslungsreich. Hauptbestandteil ist gegrilltes Fleisch, Cevapcici, Burek, Salate und eine Vielzahl von österreichischen und orientalischen Süßpeisen. Es gibt mittlerweile jedoch auch - besonders in den Städten - viele internationale Restaurants.

Die bosnische Küche ist sehr schmackhaft und weitestgehend naturbelassen. In Bosnien wird viel und gern gegessen. Als Tourist kann man sich in jedem Lokal bedenkenlos niederlassen, auch wenn die sanitären Anlagen vielerorts sehr zu wünschen übrig lassen. In den Altstädten sollte man unbedingt eine der zahlreichen Cevabdzinicas besuchen. Dort gibt es original Cevapcici aus Rind- und Lammfleisch sowie Sudzukice - gegrillte Würstchen aus Lammfleisch. Es gibt auch ausgezeichnete Konditoreien, die oft noch nach alter österreichischer Tradition backen.

Der Kaffee (Kahva) ist vielerorts Türkischer Mokka oder Espresso. Doch auch hier kann man mittlerweile Cappuccino bekommen. Es gibt auch so wie in Deutschland den normalen Kaffee. Der Deutsche Kaffee ist nicht ungewöhnlich in Bosnien da ihn viele dort selbst trinken. Es gibt sehr gute bosnische Biere; die verbreitetsten sind Preminger, Sarajevsko Pivo, Nektar und Banjalucko Pivo.

Das Preisniveau in der Gastronomie liegt deutlich unter dem deutschen. Einen Kaffee bekommt man oft schon für 1 KM oder weniger !

Ausgehen[Bearbeiten]

In den größeren Städten Bosnien-Herzegowinas kann man gut ausgehen, in Sarajevo und anderen Städten gibt es unzählige Cafes und Discos. Im Sommer scheint sich die Stadtbevölkerung fast zu verdoppeln - aufgrund der SaisonheimkehrerInnen. So sind die Orte sehr lebhaft, und in den Straßencafes tummeln sich junge Leute.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die größeren Städte bieten ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten, so z.B. Banja Luka, Bihac, Livno und nicht zuletzt Sarajevo. Manch privater Hausbesitzer bietet Zimmer und gastfreundlichen Umgang zu erschwinglichen Preisen an. In Sarajevo gibt es auch Hostelzimmer.

Fast überall gibt es mittlerweile schöne Hotels. Aber auch die privaten Unterkünfte sind zu empfehlen. Gastfreundschaft wird hier sehr groß geschrieben.

Lernen[Bearbeiten]

Schulpflicht besteht vom 7. bis zum 15. Lebensjahr. Die Grundschule wird in acht Jahren abgeschlossen und es wird je nach Leistungsstand des Schülers entschieden, ob er auf eine Berufsschule oder auf das Gymnasium versetzt wird. Das Schulniveau ist hoch, im naturwissenschaftlichen Bereich sogar höher als in Mitteleuropa. Zu Beachten ist allerdings, dass die Generation der Kinder während des Bürgerkrieges teilweise gar keine schulische Ausbildung genießen konnten. Universitäten gibt es in Banja Luka, Mostar, Zenica, Tuzla, Bihac und Sarajevo mit teilweise langer Tradition, als Beispiel Sarajevo gegründet 1531. Wobei auch Universitäten Schwerpunkte haben, als Beispiel Tuzla, als ehemals größte Industriestadt des Balkans, hat den Schwerpunkt auf den Ingenieurswissenschaften und auch der Medizin. An den Universitäten werden Master und Bachelor Abschlüsse erworden und die Anrechnung erfolgt über ECTS Punkte wie in Europa üblich.

Arbeiten[Bearbeiten]

Auch wenn sich die Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina stetig erholt, schätzt man die Arbeitslosenquote auf etwa 40 Prozent. Das Pro Kopf BIP liegt bei ca. 1500 Euro. Die Korruption ist ein großes Problem des Landes und es wird geschätzt, dass 50% jeglicher Wirtschaftsaktivitäten auf dem Schwarzmarkt stattfinden, was wiederum die hohe Arbeitslosenquote relativiert.

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Bajram Muslimischer Feiertag
Neujahr Xyz

katholische Karfreitag 1. Mai: "Tag der Arbeit" 25. Dezember: katholische Weihnachten

Republika Srpska:

- Neues Jahr – orthodoxe Weihnachten (religiöser Feiertag) (6. Januar) – Tag der Republik (9. Januar) – orthodoxer Karfreitag (religiöser Feiertag) – orthodoxer Ostermontag (religiöser Feiertag) – Tag der Arbeit (1. und 2. Mai) – Tag des Sieges über den Faschismus (9. Mai) – Tag des Friedensabkommens von Dayton (21. November)

Sicherheit[Bearbeiten]

Wegen nach wie vor bestehender Minengefahr rät das deutsche Auswärtige Amt davon ab, die Straßen und Wege zu verlassen. Die verminten Abschnitte sind in der Regel mit roten Schildern gekennzeichnet, die aber sehr weit auseinander stehen können. Gerade in den ehemaligen Hauptkampfgebieten an der heutigen innerbosnischen Grenze ist besondere Vorsicht angebracht. Ferner sind Nachtfahrten durch das Land nicht ungefährlich. Nach UN-Angaben sind bis zu 4 Millionen Landminen verlegt worden. Dazu kommt eine große Anzahl an Blindgängern, sogenannte UXO (engl. für unexploded Ordnance). Informationen hierzu findet man hier: [1]. Zudem sollte man nachts vor allem in größeren Ortschaften oder Städten beim Stop & Go-Autofahren die Türen verschließen, da immer wieder Kriminelle diese aufmachen und den Fahrern, z.B. durch HIV-Spritzen, drohen können. Zudem gibt es in solchen Situationen immer wieder Aktionen, bei denen durch freilaufende Kinder oder andere Personen die Autos durch einfache Reinigungsmittel abgewaschenn werden. Anschließend wird um Geld gebeten, in solchen Fällen die Täter einfach ignorieren und weiterfahren oder bei evtl. Wut der Täter Geld reichen und weiterfahren, um gewalttätige Übergriffe aufs Auto o.ä. zu vermeiden.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Das Klima in Bosnien-Herzegowina ist zur Küste hin mediterran. Die Sommer sind teilweise sehr heiss (bis zu 45 Grad) und im Winter kann es sehr kalt werden. Während es an der Küste extrem heiß sein kann, ist es im höher gelegenen Landesinneren weitaus kühler.

Respekt[Bearbeiten]

An Touristen werden keine besonderen Erwartungen diesbezüglich gestellt. Als Ausländer sollte man sich jedoch keinesfalls in nationalistische Diskussionen verwickeln lassen oder nationalistische Symbole tragen. Da in Bosnien drei Glaubensrichtungen vertreten sind, sollte man auch in Glaubensfragen sehr zurückhaltend sein.

Diskussionen über Tito sollte man vermeiden, da dieser immer noch sehr hoch angesehen ist.

Die Vorstellungen von Sitte und Anstand sind in Bosnien und Herzegowina sehr hoch. Die Einwohner sind überwiegend sehr gastfreundlich, doch es muss hier auch ausdrücklich auf die Gefahr von Betrügern hingewiesen werden. Oft wird von den in Bosnien lebenden Minderheiten, wie Sinti und Roma gebettelt, obwohl dies nicht erlaubt ist und geahndet wird. Es liegt im Ermessen jedes Einzelnen, etwas zu geben. Wenn sie als Ausländer eingeladen sind, ist es üblich die Schuhe vor dem Betreten der Wohnung auszuziehen.

In den größeren Orten leben starke Minderheiten von Sinti und Roma, die oft unter erbärmlichen Verhältnissen leben. Hinzu kommen etwa noch 500.000 Binnenflüchtlinge und Kriegsverletzte, die oft nicht vom kaum existierenden sozialen Netz gehalten werden.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Als Tourist sollte man zumindest ein bosnisches Wörterbuch dabei haben. Denn mit Deutsch kommt man in Bosnien nicht so weit, auch wenn viele Einwohner Bosniens Grundlagen der Deutschen Sprache kennen. Bei Jugendlichen trifft man mehr Deutschsprecher. Englisch ist nicht Standard. Neben Münzfernsprechern in den Städten und größeren Dörfern, ist eine gute GSM-Abdeckung gegeben. Internetcafes gibt es ebenfalls in den Städten.





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