Barentsburg

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Barentsburg (Баренцбург) ist die letzte verbliebene russische Siedlung auf Spitzbergen. Sie liegt etwa 55 km von Longyearbyen entfernt.

Hafenanlage und Kohlenmine

Barentsburg ist nach dem holländischen Entdecker Willem Barentz benannt, der 1596 Svalbard (wieder-)entdeckt hatte. Seit 1932 hatte hier der Betrieb Arktikugol (Арктикуголь) Kohle gefördert. Im kalten Krieg war der Ort Ausgangspunkt für Expansionen auf der Insel. Nachdem 1996 Pyramiden geschlossen wurde, ist Barentsburg heute mit rund 700 Einwohnern und 300.000 Tonnen an jählich exportierter Kohle die einzige verbliebene russische Siedlung.

[bearbeiten] Anreise

Barentsburg besitzt keinen eigenen Flughafen. Wenn du allerdings sehr in Eile bist, kann ein 15-Minuten-Trip mit dem Hubschrauber von Longyearbyen aus organisiert werden.

Die meisten Besucher kommen jedoch mit dem Schiff (2 bis 3 Stunden). Im Sommer gibt es außerdem gelegentliche Schiffsüberfahrten aus Murmansk.

Barentsburg ist an keine Straßen angeschlossen. Eine sommerliche Wanderung von Longyearbyen dauert drei Tage. Im Winter ist das Schneemobil eine beliebte Option; Tagestouren werden von mehreren Reisebetreibern in Longyearbyen organisiert.

[bearbeiten] Mobilität

Barentsburg ist sehr leicht zu Fuß erkundbar. Auch die Orientierung ist recht einfach: vom Hafendock sind es nur 220 Schritte bis zur ulitsa Ivana Starostina, wo sich mehr oder weniger alles wichtige befindet.

[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Lenin, Wohnblocks und Miru Mir (Weltfrieden)
Lenin, Wohnblocks und Miru Mir (Weltfrieden)

Tagestouristen benötigen etwa 2 Stunden für eine Besichtigung, und für die meisten ist das schon zu lange.

  • Kapelle - ein kleines hölzernes Gotteshaus, das 1996 errichtet wurde, um an die 140 Opfer zu erinnern, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen.
  • Lenin-Statue - sie ist nur die zweitnördlichste Lenin-Statue der Welt (die nördlichste befindet sich in Pyramiden), aber immer noch ein beliebtes Fotomotiv.
  • Pomor-Museum - ausgestopfte Eisbären, ein Dinosaurier-Fußabruck und viele Felsen. Eintritt 35 NOK.
  • Stern mit Parole - achte auf den Hang oberhalb von Barentsburg! Dort befindet sich ein sozialistischer Stern und die Parole Miru Mir (Weltfrieden).

[bearbeiten] Aktivitäten

  • Sporthalle - Zwei Swimmingpools und eine Reihe anderer Sportanlagen.

[bearbeiten] Einkaufen

Proletarier aller Länder, kauft Souvenirs!
Proletarier aller Länder, kauft Souvenirs!

In Barentsburg wird mit Norwegischen Kronen bezahlt. Die Preise für touristische Attraktionen sind ebenfalls an das norwegische Niveau angepasst.

  • Polar Star, im Kulturzentrum. Souvenirladen, der Matrjoschka-Figuren, Leninanstecker und diversen anderen Kitsch verkauft.

[bearbeiten] Küche

Die Einheimischen essen Kohlsuppen in den Kantinen, Touristen sind aber auf das Essen im Hotel angewiesen (30 bis 70 NOK).

[bearbeiten] Ausgehen

Die Hotelbar bietet russischen Wodka, Cognac und Champagner.

[bearbeiten] Unterkunft

Es gibt nur eine einzige Übernachtungsmöglichkeit:

  • Barentsburg-Hotel - recht neu (1988) und recht gut anzusehen. Doppelzimmer ab 550 NOK.

[bearbeiten] Kommunizieren

Das Hotel besitzt ein Postamt für das Versenden von Briefen. Es handelt sich dabei um eine Zweigfiliale des Postamts in Longyearbyen und benutzt norwegische Briefmarken (und auch norwegische Preise), jedoch keine lokalen Briefmarken.

In Barentsburg gibt es auch ein kleines russisches Konsulat, das dir theoretisch ein Visum für Russland ausstellen kann.

[bearbeiten] Weblinks