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Böhmisches Mittelgebirge

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Das Böhmische Mittelgebirge (České Středohořı́) - tertiär-vulkanische Kegelberge, oft bekrönt von den Überresten mittelalterlicher Burgen, Obstbaumalleen und ‑plantagen, Weinberge, Wälder, Felder und Dörfer - eine wunderschöne Region, durchschnitten von der Elbe in der Böhmischen Pforte (Česká brana / porta bohemica) zwischen Žernoseky und Litochovice.

Naturliebhaber finden ein ausgedehntes Netz von Wanderwegen vor, das zu jeder Jahreszeit einlädt, begangen zu werden. Es finden sich auch Unterkünfte (u.a. in Třebušı́n, Kocourov und Oparno). Das dichte Nebenstraßennetz ist auch zum Radfahren oder Kinderwagenschieben geeignet. Die Erschließung mit Bus und Bahn (bemerkenswert ist die „Panoramabahn“ Lovosice-Teplice über Oparno, Chotiměř, Radejčín, Žim und Bořislav) ist ziemlich gut, obwohl 2006 die Busverbindungen ausgedünnt wurden.

Östlich der Elbe dominieren Wald und Dörfer mit Holzhäusern. Sehenswert sind unter anderem die Burgruinen in Kamýk (mit Smetana-Haus) und auf dem Kalı́ch bei Třebušı́n (ehem. Burg von Jan Žižka), der Radobýl (Gipfel und durch Steinbrüche bloßgelegtes Inneres - Basaltsäulen), Markt und Bischofssitz in Litoměřice (Leitmeritz), Schloss Ploskovice, Schloss und Park Velké Březno sowie der Aussichtsturm auf dem Varhošť.

Von Lovosice aus kann man mit dem Zug nach Ustek fahren, das Städtchen har einen schönen, guterhaltenen Marktplatz mit sehr alten Häusern, Badesee Chmelar. Auf dem gelb markierten Wanderweg kommt man zur Burgruine Helfenburk, schön für Kinder! Unterhalb der Burg eine herrliche Quelle. Weiter östlich viele Felsengebilde aus Sandstein, das Tal Dolské udolí und bei Zahradky die Schlucht Peklo (Hölle).

Westlich der Elbe befindet sich die Milešovka (Milleschauer, Donnersberg), mit 835 m die Königin des Böhmischen Mittelgebirges. Sie gestattet einen Ausblick, den der Weltreisende Alexander von Humboldt zu den drei schönsten (ihm bekannten) weltweit zählte. Aber auch Lovoš (mit Bergbaude, der ehemaligen „Schwarzenbergbaude“), Oltářı́k, Lipská hora, Košťál, Ostrý (bei Kocourov), Holý Vrch bei Sutom und die dem Böhmischen Mittelgebirge südlich vorgelagerte Hazmburk (Hasenburg) sind lohnende Ziele. Ebenso das Nationale Naturdenkmal Boreč, ein Trachyt‑/Phonolithberg, durch dessen Klüfte ein Kaminzug entsteht, der sommers an der Flanke kühle Luft austreten lässt, im Winter auf dem Gipfel einige Stellen schneefrei hält, wo ein Moos gedeiht, welches sonst nur im Mittelmeerraum verbreitet ist.

Im Westteil des Böhmischen Mittelgebirges ist fast jeder Wanderweg und fast jede Straße als „Poppová operetní trasa“, also „Popps Operettenroute“ markiert, angeblich nach dem angeblich ehemaligen Dirigenten der Teplitzer Operette Franz Popp.

Das einmalige Landschaftsbild wird durch das Landschaftsschutzgebiet „Chráněná krajinná oblast České středohoří“ geschützt, ist allerdings durch etliche Steinbrüche sowie durch den (mit ministerieller Sondergenehmigung) geplanten Bau der Autobahn Dresden-Prag zwischen Lovosice und Stadice (königliches Feld Přemysl des Pflügers) bedroht. Durch die Autobahn würde nicht nur das Landschaftsbild empfindlich gestört, sondern auch Lebensräume voneinander abgeschnitten und die Landschaft verlärmt.

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