Augsburg/Zeughaus

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[bearbeiten] Allgemeines

[bearbeiten] Kurze Geschichte des Gebäudes

Um 1600 begann der Stadtwerkmeister Jakob Eschay mit dem Bau der Waffenkammer für die Reichsstadt. Er kam nicht mehr dazu, das Gebäude fertig zu stellen, so dass Elias Holl das imposante Bauwerk zwischen 1602 und 1607 vollendete.

Auch die königlich-bayerische Armee wusste das Gebäude zu schätzen und verwandte das Zeughaus von 1806 bis 1895 als Artilleriedepot.

1895 erwarb die Stadt das Gebäude von der Armee und baute es um zur städtischen Hauptfeuerwache. 1899 feierte man feierlich die Einweihung und erst 1975 zog die Hauptfeuerwache wieder aus dem Bauwerk aus, weil es modernen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden konnte.

Was tun mit dem Leerstand? Die Ausweitung eines benachbarten Kaufhauses in die Räume des Zeughauses verhinderte eine große Bürgeraktion. Schließlich beschloss der Stadtrat einen Umbau zu einem Begegnungs- und Bildungszentrum. Im Dezember 1980 war es soweit und verschiedene Bildungseinrichtungen und Vereine zogen ein. Die Volkshochschule zum Beispiel. Unter anderem belebte auch ein Stadtkino die Räume, das aber Ende der 1990er Jahre wieder schloss.

Anfang des 21. Jahrhunderts verließ die Volkshochschule das Zeughaus und richtete sich am Willy-Brandt-Platz ein, wodurch das Zeughaus etwas aus dem Bewusstsein der Augsburger Bürger geriet.

[bearbeiten] Heutige Nutzung

Die heutige Nutzung des Zeughauses sieht so aus:

In der Toskanischen Säulenhalle im Erdgeschoß finden regelmäßig Ausstellungen von Künstlern statt. Auch der Innenhof ist genutzt - zumindest im Sommer, wenn das Restaurant Julep´s den Biergartenbetrieb unterhält.

Vereine und Organisationen haben den ersten Stock für Treffen und Veranstaltungen angemietet.

Wenig oder ungenutzt sind die weiteren Etagen. Den zweiten Stock belegt die Albert-Greiner-Sing- und Musikschule komplett, wobei die Räume zu Ferienzeiten und am Wochenende leer stehen. Völlig leer steht das dritte Obergeschoß, obwohl dort ein Film- und ein Musiksaal eingerichtet ist.

Das Zeughaus ist also (Stand 2006) ein Zuschussgeschäft für die Stadt: Bei Ausgaben von 430.000 € fließen nur 360.000 € wieder ins Stadtsäckel zurück.

[bearbeiten] Weblinks