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Asyūṭ

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Asyut (arab. أسيوط, auch Assiut, Siyut, altägyptisch Sawti, griech. Lykopolis) ist eine Stadt in Mittelägypten (Ägypten) mit 343.500 Einwohnern (1996) und Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements. Asyūṭ liegt 373 km südlich von Kairo auf dem westlichen Nilufer. Die Stadt ist wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Fahren in das Neue Tal in der Libyschen Wüste.

Lage
Koordinate 27° 10' 59" N, 31° 10' 59" O 
Kurzdaten
Staat Ägypten (Miṣr)
Name أسيوط / Asyūṭ
Funktion Hauptstadt eines Gouvernements
Gouvernement أسيوط / Asyūṭ
Fläche
Einwohner 343.500 (1996)
Höhe
Währung Ägyptisches Pfund (EGP)
Postleitzahlen 71xxx
Telefonvorwahl (+20) 088
Kfz-Kennzeichen ET, AST
Entfernungen
Kairo 373 km
el-Minyā
Luxor

Hintergrund[Bearbeiten]

Im alten Ägypten war Asyūṭ (altägyptisch Sawti, griech. Lykopolis „Wolfsstadt“) die Hauptstadt des 13. oberägyptischen Gaus und Zentrum des Kults um den Schakalgott Upuaut (Wepwawet, der „Wegeöffner“). Der Ort wird bereits in den Pyramidentexten des Alten Reiches erwähnt. Die archäologischen Hinterlassenschaften beschränken sich auf Felsgräber aus der 9. bis 20. Dynastie an der westlichen Gebirgskette, die ehemaligen Tempel konnten archäologisch noch nicht belegt werden. Insbesondere die Gräber aus der Ersten Zwischenzeit berichten über die politische Situation zu dieser Zeit, über Kämpfe mit den Gaufürsten der Nachbar-Gaus. Ihr Erhaltungszustand ist schlecht; das Grab des Mesehti ist berühmt wegen seiner Modelle mit je 40 in- und ausländischen Soldaten (heute im Ägyptischen Museum von Kairo). Nach dem Vordringen der Thebaner zu Beginn des Mittleren Reiches spielen die Gaufürsten keine politische Rolle mehr.

Von Asyūṭ aus verliefen wichtige Karawanenwege in die Libysche Wüste, z.B. der Darb el-Arbain („Straße der 40 Tage“) nach el-Chārga und der Darb ʿAin Amūr nach ed-Dāchla und weiter nach Libyen und in den Sudan.

Wirtschaftliche Bedeutung erlangte die Stadt im Mittelalter mit dem Sklavenhandel, heute ist sie bekannt für ihr Kunsthandwerk.

Als Zentrum des Terrorismus erlangt die Stadt Anfang der 90-er Jahre traurige Berühmtheit. Mittlerweile darf die Stadt wieder von Touristen besucht werden, auch wenn dies in der Regel in Begleitung von Polizisten erfolgen muss.

Anreise[Bearbeiten]

Der Bahnhof, der Busbahnhof und der Sammeltaxi-Stand liegen nahe beieinander.

Bahn[Bearbeiten]

Asyūṭ kann man mit der Bahn von Kairo oder Luxor aus erreichen (Fahrzeiten siehe dort). Die Fahrtzeiten der Schnellzüge von Kairo aus betragen ca. fünf Stunden.

Bus[Bearbeiten]

Asyūṭ kann man mit Bussen von Upper Egypt Travel aus erreichen, z.B. Abfahrt um 08:00 Uhr in Kairo, ʿAbūd (arab. عبود) in Schubra el-Cheima. Die Fahrzeit beträgt ca. sieben Stunden, das Ticket kostet zwischen LE 21 – 26.

Die Busse benutzen für ihre Fahrt die Wüstenautobahn. Auf etwa halber Strecke nach Minya halten sie an einer Raststätte. Nach ca. 5,5 Stunden erreichen sie Dairūt und fahren nun im Fruchtland über el-Qūsīya und Manfalūt nach Asyūṭ.

Weitere Busse gibt es zweistündlich von und nach el-Minyā und zweimal morgens nach Alexandria.

Von Asyūṭ aus fahren Busse nach el-Chārga um 11:00, 13:00, 15:00, 17:00 und 20:00 Uhr (die Busse um 11:00 und 20:00 fahren bis nach ed-Dāchla weiter). Das Ticket nach el-Chārga kostet ca. LE 10, das nach ed-Dāchla ca. LE 20.

Flug[Bearbeiten]

Asyūṭ (ATZ) verfügt über einen Flughafen, den Inlandflüge von Kairo aus anfliegen.

Mobilität[Bearbeiten]

In der Stadt werden Sie von Polizisten begleitet.

Das Nilostufer erreichen Sie über den Asyūṭ-Staudamm.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Museum nahe dem Bahnhof mit Zeugnissen aus pharaonischer Zeit.
  • Die Stadt besitzt noch zahlreiche interessante Gebäude aus der Kolonialzeit.
  • Zahlreiche koptische Kirchen, z.B. Kirche des Saint Apater in der Altstadt.
  • Moschee Galal ed-Din Assiuti.
  • Die Gaufürstengräber im Westen der Stadt sind wohl nicht zugänglich, da sie in der Nähe militärischer Sperrgebiete liegen.
  • 830 m langer Staudamm von Asyūṭ (Asyūṭ barrage) beim Dorf el-Walidīya am Ibrahimīya-Kanal.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Fahrt mit einer Feluke zur Nilinsel Gezirat el-Moz (Bananen-Insel).

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Der zum Teil überdachte Basar befindet sich in der Nähe des Bahnhofs.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Restaurants gibt es auch in den unten genannten Hotels.

Weitere Restaurants:

  • Cafeteria Majestic am Bahnhof.
  • Express Restaurant, Sh. 26 July.
  • Mahtam el-Azhar Restaurant, Sh. Sa'ad Zaghlul, in Bahnhofsnähe.
  • Pizza Class, Sh. 26 July.
  • Sonesta, Sh. Nour, Tel.: (088) 234 2778.

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Einfach[Bearbeiten]

  • YMCA Camp, Sh. Salah ed-Din el-Aiyubi, Tel.: (088) 232 3218.
  • Youth Hostel, 503 Sh. el-Walidīya, in der Nähe des Staudamms,Tel.: (088) 232 4846.

Gehobener[Bearbeiten]

  • Akhenaten Hotel, Sh. Mohammed Tawfiq Khashba, Tel.: (088) 233 7723.
  • Assiutel Hotel, Sh. Eth-Thawra, Tel.: (088) 231 2121.
  • Badr Hotel, Sh. Nahda, Tel.: (088) 232 9811.
  • El-Haramein, Sh. Salah Salem.
  • Reem Hotel, Sh. Nahda, Tel.: (088) 231 1421.

Lernen[Bearbeiten]

  • Universität Asyūṭ mit Fakultäten für Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Medizin, Veterinärmedizin, Pharmazie, Wirtschaftswissenschaft, Jura, Kunst, Erziehungswissenschaft und Informatik.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Siehe hierzu die Anmerkungen unter Ägypten.

Wichtige Krankenhäuser[Bearbeiten]

  • Assiut University Hospital, Tel.: (088) 233 3158, (088) 233 8211.

Arbeiten[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Sie werden in der Stadt von Polizisten begleitet.

Klarkommen[Bearbeiten]

Touristik-Information[Bearbeiten]

Die Touristik-Information befindet sich im Regierungsgebäude el-Thaura St., Tel. und Fax: (088) 230 5110.

Fluggesellschaften[Bearbeiten]

Kommunizieren[Bearbeiten]

Telefon[Bearbeiten]

Die Telefonvorwahl für Asyūṭ ist 088 bzw. 002088 von Deutschland aus. Seit 2005 sind alle Telefonnummern siebenstellig, den vormals sechsstelligen Telefonnummern wurde eine 2 vorangestellt. Mobiltelefonnummern sind hiervon nicht betroffen.

Weiter geht's[Bearbeiten]






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