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Argentinischer Chaco

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Südamerika : Argentinien : Argentinischer Chaco
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Der Argentinische Chaco im Norden des Landes ist eine weite, flache Savannenlandschaft mit Dornbuschwäldern.

Regionen[Bearbeiten]

Man kann den argentinischen Chaco in folgende Unterregionen einteilen:

  • Litoral Chaqueño im Osten; der feuchte, dichtbesiedelte Teil an den Flüssen Paraná und Paraguay
  • Impernetrable im Nordwesten, der trockenere, undurchdringliche Teil der Region, mit Trocken- und Dornwäldern
  • der Süd-Chaco um den riesigen Mar Chiquita-See, das dichtbesiedelte Übergangsgebiet zur Pampa

Der Chaco umfasst die Provinzen Formosa, Chaco und Santiago del Estero, den Osten von Salta sowie den Norden von Santa Fe und Córdoba.

Orte[Bearbeiten]

  • Córdoba (1,5 Mio. Einwohner) an der Grenze zur Pampa und den Sierras Pampeanas - Metropole des Landesinneren, bekannt für ihre Universität und ihre Kolonialbauten
  • Santa Fe (450.000 Einwohner) an der Südgrenze des Chaco am Río Paraná. Traditionelle Stadt mit sehenswerten Altbauten.
  • Resistencia (300.000 Einwohner) am Río Paraná, bekannt für die Skulpturen in der Innenstadt.
  • Formosa (200.000 Einwohner), ebenfalls am Río Paraná, eine heiße, moderne Großstadt
  • Santiago del Estero (200.000 Einwohner), die älteste Stadt Argentiniens
  • Presidencia Roque Sáenz Peña (80.000 Einwohner), größte Stadt des Landesinneren
  • Castelli (35.000 Einwohner) nahe des Impernetrable, im westlichen Chaco.

Weitere Ziele[Bearbeiten]

  • Laguna Mar Chiquita, größter See Argentiniens und zweitgrößter Südamerikas. Wegen seines hohen Salzgehalts beliebtes Kurgebiet.
  • Nationalpark Río Pilcomayo, sehr ursprüngliches Naturreservat mit undurchdringlichem Buschwald am Nordende des Landes.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Chaco wurde mit Ausnahme der Gegend zwischen Córdoba und Santiago del Estero relativ spät besiedelt und ist deshalb noch zu einem großen Teil in einem ursprünglichen Zustand. Während im Osten und Süden sowie im Tal des Río Dulce in Santiago del Estero intensiv und erfolgreich Landwirtschaft betrieben wird, sind die restlichen Gebiete noch weitgehend unerschlossen. Die Menschen, die dort weitgehend abgeschnitten von der Zivilisation leben, leiden tiefste Armut. Die Provinzen Santiago del Estero und Formosa sind die ärmsten Argentiniens und ärmer als die Nachbarländer Bolivien und Paraguay; über 60% hängen laut einer neueren Studie von der Sozialhilfe ab.

In den westlichen Gebieten der Provinzen Formosa und Chaco wohnen noch viele indigene Völker weitgehend in ihren traditionellen Lebensformen. Sie sprechen oft kein Spanisch.

Politisch gelten insbesondere die Provinzen Formosa und Santiago del Estero als "Staat im Staate". Sie werden von korrupten Führungseliten regiert, die vor Wahlbetrug und Auftragsmorden nicht zurückschrecken. Im Jahr 2002 musste die Nationalregierung in Santiago intervenieren, um dem Treiben ein Ende zu bereiten - was nur begrenzt gelang. Der Regierungschef von Formosa, Gildo Insfrán, der insbesondere durch die skrupellose Ausnutzung der bettelarmen Indianerstämme berüchtigt ist, regiert dagegen munter weiter: Er ist mit dem derzeitigen Präsidenten Néstor Kirchner alliert.

Dem Reisenden bietet die Region eine weitgehend unberührte Natur und Einblicke in Kulturen, die er in Buenos Aires nicht für möglich halten würde.

Sprache[Bearbeiten]

Der lokale Dialekt liegt weit näher am Schulspanisch als der in Buenos Aires gesprochene Dialekt - das "ll" und das "y" werden wie "Y" gesprochen und selbst die Grammatikform "vos" entfällt. Er ähnelt etwas dem in der Karibik gesprochenen Spanisch.

Anreise[Bearbeiten]

Die Städte der Region haben gute Busverbindungen in die meisten anderen Städte Argentiniens. Nur aus dem Süden muss man umsteigen, entweder in Córdoba oder in Buenos Aires.

Will man nur den Chaco oder nur den Norden Argentiniens besuchen, kann eine Anreise über Asunción in Paraguay statt über Buenos Aires von Vorteil sein.

Mit dem Auto kann man die Region über gute Nationalstraßen erreichen. Knotenpunkte sind Córdoba, Santa Fe und Santiago del Estero. Schwierig ist einzig und allein die Anreise direkt aus dem Nordwesten; hier gibt es nördlich von Santiago del Estero nur die beiden Nationalstraßen RN 16 von Salta nach Resistencia und die RN 81 von Tartagal im Norden Saltas nach Formosa. Beide, insbesondere die RN 81, sind in schlechtem Zustand, es muss also Zeit mitgebracht werden.

Mobilität[Bearbeiten]

Zwischen den Hauptorten des östlichen und südlichen Chaco gibt es gute Busverbindungen. In den Gegenden rund um den Impernetrable ist man jedoch auf Mietwägen und Taxis angewiesen, insbesondere in der wilden Uferregion des Río Pilcomayo, der nur per Jeep erreichbar ist.

Das Straßennetz ist im Osten und Süden gut, im Nordwesten jedoch sehr schlecht, hier ist ein geländegängiges Fahrzeug von Vorteil.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

In zahlreichen Flüssen und Seen kann gebadet werden. Am empfehlenswerten ist hier die Laguna Mar Chiquita, aber auch der Río Paraná und der Río Paraguay und seinen Nebenarme bieten gute Möglichkeiten, beliebt bei den Bewohnern des Inlands ist außerdem der Río Bermejo (Ferienort Villa Río Bermejito).

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Klima[Bearbeiten]

Das Klima im Chaco ist subtropisch und nur im Sommer feucht, der Winter ist fast niederschlagslos und oft sehr sonnig. Bleibt die Regenzeit im Spätfrühling und Hochsommer aus, so drohen lange Dürreperioden, insbesondere im Westen der Region.

Die Sommer sind sehr heiß: Die Tagestemperatur reicht von durchschnittlich 32° in der Stadt Córdoba bis 38°C in Formosa. Im Winter liegen die Werte zwischen 18° und 24°C.

Weiter geht's[Bearbeiten]

Gut zu erreichen von der Chaco-Region aus sind die Attraktionen in Mesopotamia, wie die Wasserfälle von Iguazú und der Nationalpark Esteros del Iberá mit seiner weiten Sumpflandschaft. Auch das Nachbarland Paraguay und seine Hauptstadt Asunción ist gut zu erreichen, Busse gibt es vom Grenzort Clorinda aus (ca. 50 km nördlich von Formosa).

Weblinks[Bearbeiten]

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