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Argentinien

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Lage
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Flagge
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Kurzdaten
Hauptstadt: Buenos Aires
Staatsform: Präsidiale Bundesrepublik
Währung: 1 Argentinischer Peso (AR$)
= 100 Centavos
Fläche: 2,77 Mio km²
Bevölkerung: 40,5 Mio
Sprachen: Spanisch
Religionen: Römisch-Katholisch 92 %, Protestanten 2 %
Telefonvorwahl: +54
Internet TLD: .ar
Zeitzone: UTC -3 (MEZ - 4)


Karte von Argentinien

Argentinien liegt an der Atlantik-Seite des Cono Sur, der Südspitze Südamerikas. Es ist das achtgrößte Land der Erde und bietet Reisenden eine große Vielfalt an Landschaften und Kulturen.

Regionen[Bearbeiten]

Argentinien kann man grob in 7 Großregionen einteilen.

Die Pampa ist das wirtschaftliche Kernland Argentiniens und liegt im zentralen Osten des Landes. Es ist eine weite Grasebene, die heute intensiv landwirtschaftlich genutzt wird, insbesondere zur Viehzucht, weshalb sie manchmal scherzhaft "die größte Kuhweide der Welt" genannt wird. In dieser Region liegen die meisten großen Städte des Landes, unter anderem die Hauptstadt Buenos Aires. Die Pampa umfasst die Provinz Buenos Aires, die Provinz La Pampa und den Süden der Provinz Santa Fe und der Provinz Córdoba.

Mesopotamia, Zwischenstromland, wird der Nordosten des Landes genannt, der sich zwischen den beiden Flüssen Río Paraná und Río Uruguay befindet. Während der Süden flach ist, sind im Nordosten, in der Provinz Misiones, niedrige Gebirgszüge zu finden. Die Wasserfälle von Iguazú sind die größte Sehenswürdigkeit der Gegend. Mesopotamien umfasst die Provinz Entre Ríos, die Provinz Corrientes und die Provinz Misiones.

Der argentinische Chaco ist eine flache Buschsavannenlandschaft, die westlich an Mesopotamien anschließt. Während der Osten feucht ist und landwirtschaftlich intensiv genutzt wird, hat der Westen im Winterhalbjahr eine lange Trockenperiode mit häufigen Dürren. Dort liegt der Impernetrable, ein undurchdringlicher Busch-Urwald. Der Chaco umfasst die Provinz Formosa, die Provinz Chaco und die Provinz Santiago del Estero, sowie den Osten der Provinz Salta und den Norden der Provinz Santa Fe und der Provinz Córdoba.

Die Sierras Pampeanas sind ein Mittelgebirgsgebiet in Zentral- und Westargentinien. Die Gebirgszüge erreichen in einigen Fällen Höhen von bis zu 5.500 Metern und sind meist von trockenem Buschland bedeckt. Am bekanntesten als Touristenziel sind die Sierras de Córdoba in der gleichnamigen Provinz. Diese Region umfasst die Provinz San Luis, den Osten der Provinz San Juan, die Provinz La Rioja, die Provinz Catamarca sowie den Westen der Provinz Córdoba.

Der Cuyo schließt westlich an die pampinen Sierren an. Er umfasst im Westen die Zentralanden und im Osten eine flache bis hügelige Trockensteppe, in der jedoch dank der künstlichen Bewässerung Wein angebaut wird. Bekannt ist der Cuyo für sein besonders sonniges Klima. Er umfasst die Provinz San Luis, die Provinz Mendoza, die Provinz San Juan und große Teile der Provinz La Rioja und der Provinz Catamarca.

Patagonien wird der Süden Argentiniens, südlich des Rio Colorado, genannt. Es ist eine trockene Buschsteppe mit einem windigen, aber milden Klima. Die Gegend ist dünn besiedelt, besitzt aber viele Sehenswürdigkeiten wie die Halbinsel Valdés. Patagonien wird gebildet durch die Provinz Río Negro, die Provinz Neuquén, die Provinz Chubut, die Provinz Santa Cruz und dem argentinischen Teil Feuerlands, der Provinz Tierra del Fuego.

Der Andine Nordwesten ist das Grenzgebiet zu Chile und Bolivien. Er ist von vielfältigen Gebirgslandschaften zwischen der Hocheben Puna auf 3.500 m Höhe und subtropischen Urwaldgebieten geprägt und ist das Gebiet Argentiniens mit den meisten Bauwerken aus der Kolonialzeit. Er umfasst die Provinz Jujuy, die Provinz Tucumán und die Provinz Salta sowie den Norden der Provinz Catamarca.

Städte[Bearbeiten]

Die meisten großen Städte Argentiniens, insbesondere die Hauptstadt Buenos Aires, wirken von ihrem Flair her sehr europäisch, da sich in ihnen viele Einwanderer aus Europa niedergelassen haben. Buenos Aires etwa gilt als "das Paris Südamerikas". Besonders die Städte im Norden des Landes wirken dagegen schon eher so, wie man sich in Europa Lateinamerika vorstellt - bunter, chaotischer und auch ärmer.

Die größten Städte:

  • Buenos Aires (2,8 Mio. Einwohner, Ballungsraum ca. 12,8 Mio.), die Hauptstadt und bei weitem größte Stadt Argentiniens (größte spanischsprachige Metropole der Welt) mit einer sehenswerten Kulturszene.
  • Córdoba (1,4 Mio. Einwohner), die Metropole des Binnenlandes, mit viel Kultur und kolonialen Bauten
  • Rosario (1,2 Mio. Einwohner), Hafenstadt am Río Paraná mit angenehm-subtropischer Atmosphäre
  • Mendoza (900.000 Einwohner), die größte Stadt Westargentiniens, eine sehenswerte Oasenmetropole
  • San Miguel de Tucumán (750.000 Einwohner), die heiße, nachtaktive Hauptstadt des Nordwestens, gelegen in einer idyliischen subtropischen Landschaft
  • La Plata (600.000 Einwohner), moderne und saubere Hauptstadt der Provinz Buenos Aires
  • Mar del Plata (540.000 Einwohner), größter Badeort am Atlantik, mit über 2 Millionen Besucher im Jahr
  • Salta (500.000 Einwohner), die am besten erhaltene Kolonialstadt des Landes, gelegen in einem idyllischen Tal.
  • San Juan (470.000 Einwohner), Oasenmetropole nahe der Anden, mit guten Ausflugsmöglichkeiten
  • Santa Fe (460.000 Einwohner), Hafenstadt am Río Paraná mit alterwührdigem Flair des 19. Jahrhunderts
  • Resistencia (380.000 Einwohner), die heiße "Stadt der Skulpturen" am nördlichen Río Paraná
  • Corrientes (330.000 Einwohner), gegenüber Resistencia, bekannt für ihre Bauten und ihren heißen Karneval
  • Posadas (320.000 Einwohner), moderne Hauptstadt der Provinz Misiones
  • Bahía Blanca (300.000 Einwohner), Hafenstadt am Atlantik, mit sehenswertem Zentrum und Hafen
  • Neuquén (300.000 Einwohner), größte Stadt Patagoniens, an zwei Flüssen gelegen
  • Jujuy (280.000 Einwohner), in bewaldeten Bergen gelegene Hauptstadt der Provinz Jujuy mit kolonialem Zentrum und sehenswerter Kulturszene

Kleinere, aber touristisch interessante Orte:

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Land an der Südspitze Südamerikas erstreckt sich über 3.500 km von Nord nach Süd und damit von den Tropen bis in die polaren Zonen von Feuerland und den subantarktischen Inseln. Es ist trotz seiner vielfältigen landschaftlichen und kulturellen Attraktionen noch nicht vom Massentourismus heimgesucht worden, wenn man von einigen begrenzten Orten absieht. In vielen Regionen ist der Tourist trotz unglaublicher Natur noch weitgehend auf sich allein gestellt.

Das Land war in den letzten Jahren vor allem wegen der schweren Wirtschaftskrise 2001/02 in den Schlagzeilen. Die in den Medien gezeigten sensationslüsternen Bilder von gewalttätigen Demonstrationen haben durchaus den Eindruck entstehen lassen, im Land sei die Anarchie ausgebrochen, aber die Lage hat sich in Anbetracht der Schwere der Krise, relativ zügig stabilisiert.

Eine gewisse Gleichgültigkeit und Politikverdrossenheit scheinen sich viele Argentinier angeeignet zu haben. Auch sind die Argentinier in dieser Hinsicht ein vergleichsweise ruhiges Volk, die "dem schlechten Wetter ein gutes Gesicht" zeigen, wie ein populäres Sprichwort lautet. Der Reisende wird deshalb feststellen, dass trotz gelegentlicher und durchaus berechtigter Meckereien über Politiker sich die Menschen auf keinen Fall das Leben von der wirtschaftlichen Situation verderben lassen. Wenn es irgendwie geht, wird ein "Asado" gegrillt, getrunken und gefeiert. Der Melancholie und dem Frust wird am deutlichsten im Tango-Gesang Ausdruck verliehen, und schliesslich kehrten auch einige Argentinier ihrem Heimatland nach der Krise frustriert und desillusioniert den Rücken, und wanderten nach Europa in die Länder ihrer Vorfahren aus.


Geschichte

Ungefähr um 15000 vor Christus kamen die ersten Menschen in die Region des heutigen Argentiniens. Bis zur Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert entwickelten sich verschiedene sesshafte und nichtsesshafte Stammeskulturen. Ab dem 13. Jahrhundert expandierte das Reich der Inkas zunehmend nach Süden und nahm im 15. Jahrhundert weite Teile Nordwestargentiniens ein.

Die Spanier begannen ab 1502 mit der Eroberung und Kolonisation Argentiniens. Von Peru aus wurde der Nordwesten des Landes (Provinz Jujuy) und von Westen das Flusssystem des Río Plata eingenommen. Ab 1580 war der Rio de la Plata dauerhaft besiedelt. Die Spanier fügten die argentinischen Gebiete dem Vizekönigreich Peru hinzu. 1776 wurde das Vizekönigreich Río de la Plata abgespalten, das neben Argentinien auch aus Bolivien, Paraguay und Uruguay bestand. Seine Hauptstadt wurde das bis dahin weitgehend unbedeutende Buenos Aires, das ab diesem Zeitpunkt schnell seine Einwohnerzahl vervielfachen konnte und sich zum unumstrittenen Zentrum des Landes entwickelte.

Die Mai-Revolution von 1810 in Buenos Aires war Ausdruck erster Unabhängigkeitsbestrebungen, hatte aber keine Außenwirkung. Ein Jahr später spaltete sich Paraguay aus dem Länderverbund ab. Die Unabhängigkeit wurde schließlicham 9. Juli 1816 im Befreiungskrieg gegen die Spanier erreicht. In der Folgezeit spalteten sich dann Bolivien (1825) und Uruguay (1828) ebenfalls von den Vereinigten Provinzen des Río de la Plata ab.

Die weitere Entwicklung Argentiniens im 19. Jahrhundert war durch Diktaturen und einen langen Bürgerkrieg zwischen Buenos Aires und den restlichen Provinzen geprägt, der bis in die 1870er Jahre andauerte. In einem Krieg mit Paraguay (1864-1870) konnte Argentinien die Bundestaaten Misiones, Formosa und Chaco hinzugewinnen. Ab 1880, als die Feindseligkeiten im Land weitgehend beendet waren und Buenos Aires endgültig zur Hauptstadt auserkoren wurde, setzte eine verstärkte Zuwanderung vor allem aus Italien und Spanien ein. In dieser Zeit wurden die politischen Geschicke des Landes hauptsächlich von den reichen Großgrundbesitzern bestimmt. Ein seit den frühen 1890er Jahren bestehender Grenzkonflikt zwischen Chile und Argentinien kann 1902 durch den britischen König Edward VII. beigelegt werden. In der Folge werden Patagonien und Feuerland neu aufgeteilt.

Erst 1912 wird nach langen Bürgerunruhen eine wirkliche Demokratie mit universellem Wahlrecht eingeführt. Diese Phase währt jedoch nur kurz, ab 1930 wird die Politik durch den Wechsel zwischen Militärdiktaturen und demokratischen Regierungen geprägt. Die 1930er Jahre gingen als berüchtigtes Jahrzehnt (décade infame) in die Landesgeschichte ein; in ihnen bestand lediglich ein korruptes Abbild einer Demokratie. Ab 1943 putschen sich verschiedene Militärregierungen in die Macht.

Im Zweiten Weltkrieg blieb Argentinien offiziell neutral und wurde Ziel vieler Flüchtlinge aus Europa. Negative Bekanntheit erlangte Argentinien nach dem Krieg als Fluchtort für hochrangige Nazis, unter anderem Adolf Eichmann und Josef Mengele. 1946 wird bei den ersten freien Wahlen seit 20 Jahren Juan Domingo Péron nach einer steilen Karriere beim Militär Präsident Argentiniens. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die massive Industrialisierung in das bisher von der Landwirtschaft geprägte Land ein. Perón führt weiterhin weitgehende Rechte für Arbeitnehmer ein, die ihn bei der armen Bevölkerung sehr beliebt machen. Nach einer Wirtschaftskrise Anfang der 50er Jahre nimmt seine Beliebtheit jedoch ab, 1955 tritt er nach schweren Unruhen zurück.

Die Zeit zwischen 1955 und 1983 ist durch politische Instabilität und wechselnde Zivil- und Militärregierungen geprägt. Der Unmut der Bürger über diese Situation entlädt sich in zahlreichen Volksaufständen und Guerilla-Aktivitäten. Auch Perón, der zwischen 1974 und 1975 kurzzeitig wieder Präsident wird, kann den wirtschaftlichen Abstieg nicht stoppen. Ab 1976 installierte sich eine rechte Militärjunta unter Jorge Rafael Videla, unter deren Führung über 30.000 Menschen unter dem Vorwand der Guerilla-Bekämpfung "verschwanden" und umgebracht wurden. In dieser Zeit beginnen auch erneute Grenzstreitigkeiten mit Chile (die 10 Jahre später friedlich beigelegt werden) und im April 1982 besetzt Argentinien die zu Großbritannien gehörenden Falklandinseln (argentinisch Islas Malvinas). Am 14. Juni 1982 endet der Falklandkrieg mit der Kapitulation Argentiniens, was den Abstieg der Militärregierung besiegelt. Sie hinterlässt ihren Bürgern eine schwere Wirtschaftskrise und Auslandsschulden, unter denen das Land noch heute leidet.

Ab 1983 zieht die Demokratie wieder in das Land ein. Neuer Präsident wird Raúl Alfonsín, der jedoch nach einer schweren Wirtschaftskrise 1989 mit Hyperinflation zurücktritt. Nachfolger wird Carlos Menem von der Peronistischen Partei, der mit der Kopplung des Dollar an den Peso scheinbar endlich die ersehnte wirtschaftliche Stabilität schafft. Ab 1998 führt seine zweifelhafte und korrupte Geldpolitik zu einer weiteren Wirtschaftskrise. Erst wird Menem 1999 abgelöst, und schliesslich 2001 auch Fernando de la Rúa, nachdem bekannt wurde dass Argentinien ab sofort keine weitere Kredite des IWF mehr gewährt werden. Unruhen im ganzen Land enstanden und erreichten ihren Höhpunkt nach dem Erlassen einiger zweifelhafter Beschlüsse diverser Interimspräsidenten, welche teilweise nur wenige Tage im Amt verweilten. Unter anderem wurden sämtliche Bankkonten eingefroren und der Peso vom Dollar entbunden und somit eine neue Inflation eingeleitet, die das Argentinische Volk mit einem Bruchteil seiner Ersparnisse zurückliess. Bis 2003 wird das Land von einem Interimspräsidenten und nach einer chaotischen Wahl 2003 von Néstor Kirchner geführt. Unter dem wegen seiner liberalen Innenpolitik und auch wegen seiner Aussenpolitik nicht unumstrittenen Links-Peronisten Kirchner, scheint sich Argentinien zumindest wirtschaftlich und politisch langsam zu erholen. Seine Ehefrau, Cristina Elisabet Fernández de Kirchner, wurde am 28. Oktober 2007 zu seiner Nachfolgerin gewählt. 2011 wurde sie als erster weiblicher Staatschef Lateinamerikas in ihrem Amt bestätigt.

Kongressgebäude in Buenos Aires

Geografie

Etwa ein Drittel Argentiniens kann als Gebirge angesehen werden. Das Land wird im Westen von den Anden begrenzt, dem höchsten Gebirge Amerikas. Hier liegt der höchsten Berg der westlichen Hemisphäre, Aconcagua mit 6.959 m Höhe, sowie der höchste Vulkan der Welt, Monte Pissis mit 6.882 m Höhe. Der gesamte Nordwesten des Landes ist von zahlreichen Gebirgszügen durchzogen, die verschiedenen Vegetationszonen angehören. Der Osten Argentiniens ist abgesehen von einigen niedrigeren Gebirgszügen in den Provinzen Misiones und Buenos Aires flach. Hier liegt die berühmte, endlose Pampa-Ebene. Der Süden, Patagonien, ist dagegen ein Schichtstufenland mit Mesetas, tiefen Canyons und bis zu 3.000 m hohen Mittelgebirgen.

Argentinien hat insgesamt etwa 4.700 km Atlantikküste. Der nördliche Teil davon (in der Provinz Buenos Aires bis Bahía Blanca) fällt relativ flach zum Meer hin ab und ist von Dünen, weiten Sandstränden und kurzen Steilküsten geprägt. In Nordpatagonien gibt es ein ausgedehntes Wattenmeer, das etwa von Bahía Blanca bis Viedma reicht. Südlich von Viedma dominiert eine Steilküste mit Buchten und vorgelagerten Sandstränden. Im südlichen Feuerland dagegen ist die Küste bergig und felsig.

Die wichtigsten und längsten Flüsse sind der Río Paraná und der Río Uruguay im Osten des Landes, die sich im breiten Río de la Plata vereinigen und in den Atlantik münden. Weiterhin bedeutend, aber weniger wasserreich und in der Trockenzeit z.T. nur Bäche, sind der Río Bermejo-Teuco im Norden, der Río Salado im zentralen Osten und der Río Bermejo-Salado-Desaguadero, der sich durch den gesamten Westen bis nach Patagonien hinzieht. Im Süden befinden sich die Flüsse Río Colorado, Río Neuquén-Negro, Río Chubut, Río Deseado, Río Santa Cruz und Río Gallegos, die die Südanden nach Osten hin entwässern.

Größter See Argentiniens ist die Laguna Mar Chiquita in der Provinzen Córdoba und Chaco, ein flacher Salzwassersee mit 5.770 Quadratkilometern Fläche. Es folgen mit weiten Abstand die Seen der Südanden, wo sich am Fuß der Berge eine endlose Kette von Seen herausgebildet hat, wie der Lago Argentino (1.400 qkm) und der Lago Viedma (1.050 qkm). Ebenfalls viele Seen gibt es in der Pampa-Ebene, die meist nur sehr flach sind, aber bei längeren Regenzeiten beträchtliche Ausmaße annehmen können und dann oft sehr viele Orte und Straßen überschwemmen.

Flora und Fauna

Die Flora und Fauna Argentiniens ist in den jeweiligen Gebieten sehr unterschiedlich.

Es gibt vier Urwaldgebiete: der subtropische Regenwald von Misiones, der ebenfalls subtropische Nebel- und Regenwald in Tucumán und Salta, der gemäßigte, inzwischen fast vollständig abgeholzte Feuchtwald am Río Paraná und Río de la Plata (selva marginal) und der subpolare Regenwald der Südanden. Während die ersteren beiden Vegetationszonen sehr artenreich und dicht sind, ist dies für den Wald am Río Paraná und dem der Südanden weniger der Fall. In den subtropischen Urwäldern gibt es z.B. diverse Affenarten, viele Vogelarten (z.B. Tukane, Kolibris), Reptilien und Amphibien sowie eine Vielzahl von Insekten.

Der Trockenwald des Chaco wird wegen seiner teils wertvollen Bäume wie Algarrobo, Quebracho etc. stark von der Forstwirtschaft ausgebeutet. Auffällig ist in ihm die Vielfalt von Kakteen-Arten. Er ist Heimat verschiedener Kleintiere, Hasen, Mäuse, Füchse und Vizcachas (großes Nagetier) aber auch Raubtieren wie dem Jaguar und dem Puma. Eine ähnliche Flora und Fauna findet man in der trockenen Pampa, in den Sierras Pampeanas, in den Ebenen des Cuyo im Westen sowie in der patagonischen Meseta, die zusammengefasst als "Monte" bezeichnet werden. In einigen Seen der gesamten halbtrockenen Gegenden kann man Flamingos finden.

Auf der Puna und in den Anden besteht die Vegetation hauptsächlich aus dürren Gräsern und Dornsträuchern. An Tieren stechen insbesondere die verschiedenen Lama-Arten hervor. Das häufigste ist das Guanaco, das in ganz Argentinien bis weit nach Patagonien verbreitet ist. Nur im Nordwesten findet man auch das normale Lama und das wegen seiner Wolle vom Aussterben bedrohte Vicuña. Bemerkenswert ist auch der Kondor, der größte Raubvogel der Welt, mit einer Flügelspannweite von bis zu 3 m. Er ist auch in den Sierras Pampeanas anzutreffen.

Die weiten Flächen der Pampa waren ursprünglich baumlos, eingeführte Baumarten gedeihen jedoch sehr gut. Die wilde Fauna beschränkt sich wegen der Ausrottung durch den Menschen auf Kleintiere wie Hasen und Gürteltiere.

Die Atlantikküste ist Heimat einer Fülle von Meerestieren. Es gibt eine Reihe von Wal- und Delphinarten, am nächsten an die Küste kommen die Ballena Franca Austral, der Orca ("Killerwal") und der Tonina (ein schwarz-weißer Delphin). Zudem gibt es Seehunde, See-Elefanten, Seelöwen und Robben. Die Fischarten sind unzählbar, heraus stechen verschiedene kleinere Hai-Arten insbesondere in Nordpatagonien. In einigen Buchten Südargentiniens leben Pinguine.

Anreise und Mobilität[Bearbeiten]

Flugzeug[Bearbeiten]

Die interkontinentale Anreise nach Argentinien erfolgt über Buenos Aires. Der internationale Flughafen Ministro Pistarini ist ausserhalb des Stadtgebietes in Ezeiza gelegen. In die Stadt gelangt man am schnellsten und wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, mit einem der privaten Taxis/Remises (um 50 AR$, ca. 10-15 US$) oder mit einem Shuttlebus (Manuel Tienda Leon - 26 AR$, für ca. 8 US$). Es gibt am Flughafen Informationsschalter. Am Flughafen ist die Benutzung der schwarz-gelben Stadt-Taxis auch möglich aber aus Sicherheitsgünden nicht ganz unbedenklich. Der Linienbus (Linie 130) in die Innenstadt, der sehr lange benötigt (ca. AR$ 2,50), ist für Touristen keine gute Alternative. Zur Sicherheit in Buenos Aires siehe auch [[1]]

Der nationale Flughafen Aeroparque Jorge Newbery liegt unweit des Stadtzentrums am Río de la Plata. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxis ist hier kein Problem. Von dort aus erreicht man alle wichtigen und größeren Ziele innerhalb Argentiniens sowie nach Uruguay, manchmal gehen aber auch Verbindungen nach Santiago de Chile, Lima oder Brasilien.

Internationale Verbindungen aus den Nachbarländern gibt es außerdem zu den Flughäfen in Córdoba, Rosario, Mendoza und Salta.

Bahn[Bearbeiten]

Die Bahnlinien sind in Argentinien in einem sehr schlechten Zustand und die verbliebenen Strecken auf denen der Eisenbahnbetrieb noch nicht eingestellt worden ist, werden selbst von den Einheimischen kaum noch genutzt. Da lange Zeit kaum Geld für die Instandhaltung der teilweise sehr weitläufigen Streckennetze ausgegeben wurde, wurden die meisten Verbindungen stillgelegt.

Es gibt derzeit keine offiziellen internationalen Personenzugstrecken, über die man nach Argentinien einreisen kann. Die einzige Strecke ist die von Antofagasta (Chile) nach Salta, auf der ein Güterzug mit Passagierbeförderung operiert. Auch diese Strecke wurde jedoch Ende 2005 vorläufig wegen dem schlechten Streckenzustand geschlossen. Auch der ehemals weltberühmte tren de las nubes, in den nörlichen Anden, verkehrt aus Sicherheitsgründen, seit kurzem und auf unbestimmte Zeit, nicht mehr.

Innerhalb des Landes

Im Großraum Buenos Aires gibt es einige Stadt-Bahn Verbindungen. Auch um Resistencia im Nordosten gibt es ein relativ neues Netz von Vorortzügen, geplant ist eines in Mendoza.

Fernreisezüge gibt es zwischen Buenos Aires und mehreren Orten in der Provinz (Mar Del Plata, Pinamar, Miramar, Bahía Blanca, Carmen de Patagones, Daireaux, Lincoln und Junín) sowie nach Rosario, Santa Fe, Santa Rosa de Toay, General Pico, Córdoba, Posadas und Tucumán. In Patagonien gibt es in der Provinz Río Negro die Zugstrecken Viedma - Ingeniero Jacobacci - Bariloche und den "Alten Patagonien-Express" von Ingeniero Jacobacci nach Esquel.

Die Züge sind oft in einem relativ schlechten Zustand und bieten wenig Komfort. Außerdem brauchen sie oft deutlich mehr Zeit als ein Überlandbus auf der gleichen Strecke.

Ausnahmen sind die relativ gut ausgebauten Strecken an die Orte an der Atlantikküste (Mar Del Plata, Pinamar, Miramar). Diese Züge sind deutlich preisgünstiger als die Busse, haben ein Restaurant und manchmal auch ein Kino oder sogar einen Disco-Wagen an Bord und bieten die Möglichkeit, einen Schlafwagen zu mieten auch wenn es die Reisezeit von etwa 4-8 Stunden dies nicht erfordert.

Bus[Bearbeiten]

Für Langstrecken innerhalb des Landes sind Busreisen dagegen umso beliebter und werden zahlreich angeboten. Internationale Verbindungen gibt es aus den Nachbarländern Chile, Uruguay, Paraguay und Brasilien in die größten Städte, insbesondere Buenos Aires und Córdoba, sowie in die grenznahen Orte. Aus Peru und Bolivien kommend muss im Grenzort umgestiegen werden, nachdem man die Grenze zu Fuß oder per Taxi durchquert.

Die Busverbindungen in Argentinien sind sehr gut. Sie stellen eigentlich die günstigste und populärste Fortbewegungsmöglichkeit dar. Besonders zwischen den größeren Orten (z.B: Córdoba – Buenos Aires) verkehren sie mehrmals täglich. An Ticket-Schaltern, in Reisebüros oder direkt am Busterminal kann man sich sein Ticket kaufen. Die Busse sind in der Regel komfortabel, sauber und haben Klimaanlage. Bei längeren Strecken kann man zwischen "semi cama" oder "cama" Sitzplätzen wählen; dabei lassen sich die Sitze umklappen und zu Liegen umfunktionieren, so kann man bei Über-Nacht-Busfahrten schlafen. Die sind vor allem zu empfehlen, da auf Grund der großen Entfernungen in Argentinien eine Fahrt durchaus länger als 24 Stunden dauern kann.

Auto und Motorrad[Bearbeiten]

Von allen Nachbarländern aus führen gute, geteerte Straßen nach Argentinien hinein. Siehe dazu auch: Panamericana. Zu beachten ist, dass die meisten Grenzübergänge nach Chile an Paßstraßen liegen, die im Winter zumindest zeitweise geschlossen sind. Ausnahme ist der neue Paso de Jama in der Provinz Jujuy (Verbindung zwischen Antofagasta und Jujuy / Salta), auch die Strecke Santiago-Mendoza ist meist gut befahrbar.

Trampen ist in Argentinien nur sehr bedingt zu empfehlen. Die argentinischen Autofahrer sind zu Recht sehr misstrauisch und das ist auch für ausländische Touristen zu empfehlen. Selbst wenn man genug Naivität, Mut und Geduld mitbringen möchte, ist es dennoch aussichtslos, im Einzugsgebiet von größeren Städten auf Autofahrer zu warten.

Schiff[Bearbeiten]

Der größte Hafen ist Buenos Aires. Alle öffentlich zugänglichen Schiffe aus Europa kommen hier an, ob Frachter oder Passagierschiff, letztere gibt es nur selten. Im alten Hafen von Buenos Aires (Puerto Madero) kommen Autofähren aus Montevideo und Colonia del Sacramento (Uruguay) an.

Sprache[Bearbeiten]

Offizielle Landessprache ist Spanisch ("español" oder "castellano" genannt), mit deutlichen Unterschieden zum Standardspanisch.

Aussprache

Die argentinische Aussprache unterscheidet sich recht markant vom Schulspanisch:

Die Laute für 'll' (Doppel-L) und 'y' sind nicht voneinander zu unterscheiden und entsprechen einem mehr oder weniger scharfen "sch".


Ausserdem wird das S in der Wortmitte oft zu einem weichen "ch" verschliffen.

In Zentral- und Nordwestargentinien wird das gerollte "r" zu einem hybriden, weichen "rsch".

Grammatik

Die Du-Form ist anders geformt und akzentuiert: Man benutzt statt "Tú" das Pronomen "Vos". Bsp. Schulspanisch: Tu puedes... Argentinisch: Vos podés...

Das "Vosotros" ("ihr") wird durch die Höflichkeitsform "ustedes" ersetzt. Außerdem wird die Form des pretérito perfecto (z.B. he viajado) kaum verwendet und durch das pretérito indefinido (z.B. viajé) ersetzt.

Vorsicht vor einigen Wörtern! Sie bedeuten im argentinischen ganz etwas anderes als im traditionellen Spanischen! Sich beraten lassen! Insbesondere das im Spanischen häufige "coger" (=nehmen) ist in Argentinien ein Vulgärausdruck für Geschlechtsverkehr und wird daher durch "tomar" oder "agarrar" ersetzt.

Sprachen der indigenen Völker

Nicht zu vergessen sind jedoch die Sprachen der indigenen Voelker (der Indígenas), zum Beispiel das "Quechua", das "Guaraní" und das "Mapudungun". Es leben immer noch ungefähr eine Million Menschen mit indianischer Herkunft in Argentinien, allerdings sprechen im Gegensatz zu den Nachbarländern die meisten auch Spanisch. Eine Ausnahme sind die Toba und Wichi in Formosa, Salta und Jujuy, die in sehr abgelegenen Gebieten in sehr primitiven Verhältnissen und großer Armut leben und meist Analphabeten sind.

Geld[Bearbeiten]

Im Zuge der schweren Wirtschaftskrise zu Beginn des Jahres 2002 hat der Argentinische Peso (abgekürzt AR$) seine Bindung an den US-Dollar verloren. In der folgenden Inflation ist der Peso sehr stark entwertet worden. Die Inflation hat sich aber seit 2003 stabilisiert und heute (09/12) bekommt man für einen Euro etwa sechs Peso.

Der Bezugspunkt ist nach wie vor der US-Dollar. Preise für Hotels werden oft in US$ angegeben. Die Umrechnung in Pesos erfolgt bei der Bezahlung nicht unbedingt zum besten Kurs. Es kann also sinnvoll sein, Bargeld in Form von US$ mitzunehmen.

Für die Beschaffung von Bargeld führt man am Besten eine Kreditkarte mit kostenfreier Abhebung im Ausland mit. Mit der Sparkarte der Postbank kann man an allen Visa Plus Automaten kostenfrei bis zu 10 mal im Jahr Geld abheben. Die Sparkarte kann maximal mit dem verfügbaren Betrag belastet werden. Allerdings kann man die Karte per Onlineüberweisung auffüllen. Auch mit der EC-Karte (Maestro) kann man gegen eine Gebühr von 5 Euro Geld an den meisten Automaten abheben.

Aufgrund des staatlich festgelegten Wechselkurses (dolar oficial), hat sich ein alternativer Wechselkurs etabliert (dolar blue), der aus Sicht von Touristen deutliche Vorteile gegenüber dem offiziellen Wechselkurs hat. So erhält man entsprechend des "dolar-blue"-Wechselkurses derzeit ca. 50 Prozent mehr argentinische Pesos als bei einem Wechsel zum offiziellen Wechselkurs. Dies machen sich viele kleine Wechselstuben (cuevas) oder private Geldwechsler (arbolitos) zunutze, die sowohl den Einheimischen als auch den Touristen meist Pesos bzw. Dollar tauschen. Zudem gibt es mobile Wechselstuben, die auf Kundenanfrage Devisen oder Pesos an jeden beliebigen Ort liefern. Die mobilen Wechselstuben bieten erheblich mehr Sicherheit und oft auch die besseren Wechselkurse.

Von Reisechecks ist abzuraten.

Argentinien ist heute für Reisende aus Europa und den USA deutlich billiger geworden ist als dies vor der Krise der Fall war. 2010/11 haben sich die Preise in Buenos Aires wieder den Preisen in Deutschland angenähert.

Insgesamt sind von den Preisen her Buenos Aires und Südpatagonien am teuersten, Zentral- und Ostargentinien etwa in der Mitte und Nordwestargentinien am billigsten.

Shopping[Bearbeiten]

Besonders beliebt sind seit Ende der 80er die shoppings, große Galerien nach US-Vorbild mit einer Vielzahl Geschäften und oft auch Kinos, Restaurants und kleinen Freizeitparks für Kinder.

Kleidung aller Art ist in Argentinien deutlich billiger als in Europa - genauer gesagt ist auch Markenkleidung momentan etwa halb so teuer wie in Deutschland - weshalb man gut beraten ist, wenig mitzubringen und vor Ort einzukaufen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass insbesondere bei Schuhen Übergrößen (ab ca. 41 bei Frauen und 45 bei Männern) nur schwer zu bekommen sind. Das gleiche gilt auch für Hosen.

Elektronikartikel sind allerdings häufig teurer als in Deutschland und dazu meist veraltet.

Souvenirs

Besonders beliebt bei Ausländern sind die einzigartigen argentinischen Lederprodukte, die deutlich billiger als in Europa sind und zudem stilistisch oft eine eigene, traditionelle Handschrift tragen. Auch traditionelle Accesoires wie Mate-Becher, Ponchos, traditionelle Musikinstrumente aber auch Schmuck werden immer wieder gern gekauft.

Jeder Ort hat meistens mindestens einen Kunsthandwerkermarkt, auf dem traditionelle und moderne Gegenstände angeboten werden. Dort sind die Souvenirs oft deutlich billiger als in den Souvenirshops in den Stadtzentren. Auch kann man davon ausgehen, das Souvenirs einer bestimmten Region (z.B. die traditionellen Musikinstrumente des Andengebiets) vor Ort am billigsten sind und es auch die größte Auswahl gibt.

Täglicher Bedarf

In Argentinien gibt es in jedem Ort Supermärkte aller Größenordnung (große Supermärkte werden hipermercados genannt), in denen man alle benötigten Lebensmittel und oft sogar Kleidung und Schreibwaren erhalten kann. Typisch für die Vorstädte sind ausserdem Tante-Emma-Läden, die oft sogar günstiger sind als die jeweiligen Supermärkte sind.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Essen[Bearbeiten]

Schon alleine das Essen ist es wert nach Argentinien zu reisen!

Beim Frühstück fängt es mit verschiedenen Arten von leckeren Gebäckspezialitäten (medialunas und facturas) an. Besonders typisch sind hier die Criollitas (kleine Kekse aus Blätterteig). Man kann auch gemütlich in ein Restaurant Frühstücken gehen, hier bekommt man als desayuno completo: Orangensaft, Kaffee, Wasser , Criollos, Toast, Medialunas, Dulce de Leche und Butter. Eier, Käse und Wurst sind im argentinischen Frühstück nicht vorhanden.

Die populärste Spezialität ist aber sicherlich das 'Asado', bei dem verschiedene Arten von Fleisch - nicht nur das weltweit seinesgleichen suchende Rindfleisch - Innereien und pikanten Würstchen ("chorizos") und "mocilla" (Blutwurst) um einen speziellen Feuerplatz herum aufgebaut und gegrillt werden. In Restaurants wird das Asado normalerweise sehr publikumswirksam präsentiert. Aber auch Restaurants die keinen Platz für ein Asado haben, bieten allerorten erstklassiges Fleisch vom Grill (Parilla) nach Karte an. Mit der Bestellung eines Lomo oder eines Bife de Chorizo, kann man immer sicher sein in den Genuss der besten Steaks des weltweit zu recht gerühmten argentischen Rindfleisches zu kommen. Alternativ werden auch ganze Buffets (tenedor libre), Asados oder Fleisch vom Parilla zu Festpreisen angeboten. Dabei werden einem dann ständig verschiedene Fleischsorten vorgeführt und je nach Belieben serviert.

Argentinien hat aber noch viel mehr zu bieten als Steaks. Als besondere Beispiele sind hier die berühmten Empanadas (gefüllte Teigtaschen) zu erwähnen, aber auch Fisch und Meeresfrüchte, Locro (Eintopf mit Mais, Linsen und Chorizo) Kalbsschnitzel (Milanesa de ternera) sowie Pfannkuchen in allen Variationen und erstklassige Nudelspezialitäten und Pizzen sollte man unbedingt einmal probiert haben und lassen zu keinem Zeitpunkt Langweile auf dem Speiseplan aufkommen.

Sicherlich hat man es als Vegetarier auf dem ersten Blick ein wenig schwer dem Fleisch aus dem Weg zu gehen, aber die beschriebenen Empanadas, Pfannkuchen, Teigwaren und Pizzen können Argentinien auch ohne Fleisch zu einem unvergesslichen kulinarischen Erlebnis machen.

In Anbetracht der Tatsache dass man in wenigen Ländern der Welt so gut und dazu noch preisgünstig essen kann, erfreuen sich Fast-Food-Restaurants keiner grossen Beliebtheit. Dennoch gibt es natürlich auch in Argentinien verschiedene Angebote und auch sehr gute Lieferservices (z.B. für Empanadas, Pizzen und Teigwaren) für den schnellen oder günstigen Hunger zwischendurch; denn wenn man zum Essen in ein Restaurant geht, sollte man immer etwas mehr Zeit mitbringen und bereit sein es zu geniessen.

Zu den Süßigkeiten: Die Argentinier mögen es generell gerne etwas süsser. Die "Dulce de Leche" (süße Milchcreme mit hellbrauner Färbung) sollte man auf jeden Fall einmal probieren, denn sie wird landesweit geradezu verehert und ist fast in jedem Gebäck vorhanden. Man wird den einzigartigen Geschmack sicherlich in Erinnerung behalten. Es gibt viele Süßigkeiten-Läden in denen unter anderem auch der "Alfajor"(rundes, gefülltes Keks-Törtchen) in allen Möglichen Variationen angeboten wird.

Trinken[Bearbeiten]

Bekannt im Ausland ist der argentinische Wein, der zu den besten der Welt gezählt wird und verglichen mit europäischen Weinen sehr günstig ist. Er wird meist im Westen des Landes angebaut. Typisch für Argentinien ist hierbei der hervorragende Rotwein, der aus der Traubensorte Malbec gewonnen wird. Empfehlenswert sind unendlich viele Marken, z.B. Colón, Santa Isabel, Finca La Linda und San Felipe. In letzter Zeit sind viele "Modeweine" (z.B. New Age, Freeze, Suá und O2) erschienen, die meist Schaumweine mit wenig Kohlensäure und einem milden Geschmack sind. Das Bier ist dagegen vom Geschmack einheitlich und von der Qualität her durchschnittlich. Marken: Quilmes, Isenbeck, Bieckert, Schneider und Palermo sowie die ausländischen Biere Brahma, Corona, Stella Artois, Warsteiner und Heineken (letztere 3 werden aber in Argentinien gebraut). Branntweine einheimischer Fabrikation sind sehr billig, ausländische Importe jedoch recht teuer.

Kaffee wird in Argentinien sehr häufig getrunken und ist meist sehr stark gesüßt, im Café oder Restaurant bekommt man den Zucker aber natürlich separat. Café con leche ist ein Milchkaffee, während café cortado Kaffee mit etwas Milch ist.

Mate

Das argentinische Nationalgetränk ist ''Mate''. Für diesen sehr belebend und vitalisierend wirkenden Tee - ähnlich dem Kaffe wirkend, jedoch wesentlich Magenschonender - wird die ganze Pflanze (Ilex paraguarensis) zu "Yerba", dem eigentlichen Tee, verarbeitet. Normalerweise wird aus einem ausgehöhlten Kürbis (Mate) mit einem Metall-Röhrchen (Bombilla) getrunken. Das Mate-Trinken ist ein wahres Ritual, wobei es viel zu beachten gilt. Unter anderem wird der Mate in der Gruppe der Reihenfolge nach herumgereicht und somit von allen nacheinander aus einem Gefäss getrunken.

Ausgehen[Bearbeiten]

In allen größeren Städten gibt es eine Vielzahl von Bars, Pubs, Clubs und Diskotheken für jeden Geschmack (nur die Gothic-Szene hat etwas das Nachsehen, dafür gibt es viel lateinamerikanische Musik). Selbst jedes Dorf hat sein boliche, in dem die jungen Leute Freitags und Samstags die Nacht verbringen.

Es gibt grob gesagt vier Arten von Diskotheken. Einmal gibt es die typischen Mainstream-Clubs, die eine Mischung aus Rock, etwas Dancefloor und lateinamerikanischer Musik spielen. Dann gibt es alternative Rock- und Reggae-Clubs mit Live-Musik und wechselnden Musikstilen, manchmal auch Theatershows. Zum dritten trifft man immer häufiger auf reine Techno- und House-Diskotheken, oft im oberen Preisspektrum, und last but not least die traditionellen "bailantas", in denen nur lokale Varianten der lateinamerikanischen Musik (insbesondere Cumbia und Cuarteto) gespielt werden und die besonders von der Arbeiterjugend besucht werden.

Alkohol darf man in Argentinien erst mit 18 Jahren konsumieren. Es gibt aber spezielle Diskotheken für Jugendliche unter 18, sogenannte matinés, die früher schließen und in denen kein Alkohol verkauft wird. Das Gegenstück sind die boliches para mayores, in denen nur Besucher ab einem bestimmten Alter (meist ab 30) eingelassen werden.

Schwule- und Lesbenclubs gibt es nur in den größten Städten; in kleinen Großstädten ab 100.000 Einwohnern gibt es jedoch meistens mindestens einen Club, in dem ein schwul-heterosexuell gemischtes Publikum ausgeht (oft Techno-Clubs). In kleineren Orten (Ausnahme: bekannte Touristenorte) ist allerdings die bei der Landbevölkerung verbreitete Intoleranz gegen Schwule oft ein Problem.

Auch ist zu bemerken, dass Argentinier für unsere Verhältnisse extrem spät abends weggehen. Die meisten Diskotheken füllen sich erst um 2,3 Uhr.

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Hotels[Bearbeiten]

In Argentinien gibt es mehrere Arten von Unterkünften neben normalen Hotels. Hosterías sind meist größere Landhotels mit Garten und oft mit Swimmingpool, aber weniger Komfort als in normalen Hotels, wobei sich die beiden Bezeichnungen Hotel und Hostería ein Stück weit überschneiden. Hotels und Hosterías werden mit Sternen (ein bis fünf Sterne) kategorisiert, die Auskunft über Preis und Leistungen geben und etwa mit den internationalen "Stern-Kategorien" übereinstimmen.

Residenciales und Hospedajes sind kleine, eher einfache Hotels; oft muss hier das Bad geteilt werden. Sie sind in die Kategorien "A" und "B" eingeteilt. Albergues und Hosteles sind mit Jugendherbergen vergleichbar, nehmen aber Gäste aller Altersgruppen auf. In ihnen muss oft ein Zimmer geteilt werden, dafür können die Betreiber oft Fremdsprachen.

Die Hotelpreise sind verglichen mit Europa sehr günstig, mit Ausnahme der obersten Preisklasse. Ein Doppelzimmer mit eigenem Bad findet man 2005 bereits ab etwa 25 Peso in "Residenciales B", mit geteiltem Bad bereits ab 15 Peso (Angaben ohne Frühstück). In Hosteles und Albergues muss man mit zwischen 10 und 20 Peso pro Person rechnen. Die meisten Mittelklassehotels (2-Sterne) nehmen für das Doppelzimmer zwischen 50 und 80 Pesos.

Zu beachten ist, das auch Stundenhotels sich mit "Hotel" bezeichnen. Sie sind meist erkennbar an ihrer Beleuchtung (rot-rosa), ihrem Namen und dem Zusatz "albergue transistorio" oder "hotel alojamiento". Umgangsprachlich werden sie "telo" (aus Ho-tel) genannt.

In einigen argentinischen Städten insbesondere an stark befahrenen Fernstraßen gibt es auch Motels nach US-amerikanischem Vorbild, bei denen man mit dem Auto bis vors Schlafzimmer fahren kann.

Campen[Bearbeiten]

Campingplätze gibt es in Argentinien reichlich, fast jedes Dorf hat irgendwo einen Zeltplatz. Es gibt zwei Preissysteme: entweder man zahlt pro Person und pro Zelt bzw. Auto (der Normalfall) oder man zahlt einen Pauschalpreis für eine Parzelle (parcela), letzteres System ist besonders in großen Touristenorten üblich. Der Preis eines Platzes ist meistens eher von seiner Lage als von seinem Komfort abhängig, aber nur wenige Plätze weichen deutlich vom Standard (4-6 Pesos pro Person oder 15 Pesos für die Parzelle) ab. Camping Municipal nennen sich meist sehr preisgünstige Campingplätze, die von der jeweiligen Gemeinde verwaltet werden. Die Ausstattung der Campingplätze ist mit Ausnahme der Hochpreisplätze in den Touristengebieten mit Europa nicht ganz zu vergleichen; viele Campingpltze in abgelegenen Gebieten bieten nur minimalen Komfort (z.B. kein warmes Wasser) und sind manchmal auch vollkommen schattenlos. Dafür liegen besonders diese Plätze oft in sehr idyllischen Naturlandschaften.

Freies Campen ist eigentlich nur dort erlaubt, wo darauf ausdrücklich hingewiesen wird - insbesondere in Natur- und Nationalparks, wo es fast immer kleine Campingflächen gibt. In der Praxis wird dieses Verbot aber in einsamen Gebieten fast nie beachtet. Ist ein Gebiet klar als Privatgrundstück erkennbar (z.B. durch einen Zaun oder ein Haus), sollte man immer den Besitzer um Erlaubnis zum Campen und auch zum Betreten des Gebietes fragen - man riskiert sonst, für einen Dieb oder Landstreicher gehalten zu werden!

Tip: In vielen Gebieten insbesondere im Zentrum und Westen Argentiniens ist die Waldbrandgefahr sehr hoch! Man sollte daher beim Feuermachen aufpassen und entsprechende Verbote bitte berücksichtigen! Durch das unachtsame Verhalten von Campern brennen jedes Jahr Zehntausende Hektar Wald und Buschland ab!

Lernen[Bearbeiten]

Viele argentinische Universitäten haben Kooperationsprogramme mit deutschen Universitäten. Ausführliche Informationen sind auf der Website des Deutschen Akademischen Austauschdienstes sowie auf den Seiten der jeweiligen Universitäten selbst zu finden. Man kann in Argentinien mittels eines Studentenvisums jeden gewünschten Grad erlangen, allerdings nicht an allen Universitäten (besonders kleinere Unis nehmen keine Ausländer an).

Bedeutende Universitäten sind die Universidad de Buenos Aires (UBA), die Universidad Nacional de Córdoba (UNC) und die Universidad Nacional de La Plata (UNLP); ebenso die landesweite Universidad Tecnológica Nacional (UTN). Es gibt auch viele private Universitäten, die jedoch den zweifelhaften Ruf genießen, es sei unmöglich, dort durch eine Prüfung zu fallen. Am besten wird meistens die Universidad Católica bewertet, die Filialen in mehreren Städten Argentiniens hat. Sie gilt allerdings in der Behandlung der Studenten als sehr konservativ.

Schüleraustauschprogramme gibt es ebenso in vielen argentinischen Städten.

Wer einen Spanisch Sprachkurs machen möchte, findet eine grosse Auswahl an Sprachschulen in Buenos Aires, Cordoba, Bariloche und Mendoza, die die populärsten Destinationen für Sprachaufenthalte sind. Meistens wird zwischen 4-6 Stunden pro Tag unterrichtet und man kann zwischen vielen sozialen und kulturellen Aktivitäten wählen, die die Schulen anbieten (z.B. Babylon Idiomas Buenos Aires oder Academia Buenos Aires bzw. Academia Bariloche). In der Regel lernt man sehr schnell, sich in der neuen Sprache zurechtzufinden, und es ist einfach neue Kontakte zu knüpfen.

Arbeiten[Bearbeiten]

Jobs für Ausländer gibt es besonders in der Tourismusbranche (z.B. als mehrsprachiger Führer oder auch als Kellner) und in der Bildung, vor allem für Sprachkurse. Dabei ist die englische Sprache am wichtigsten. Wer als Ausländer ein reguläres Arbeitsverhältnis eingeht, muss ein Arbeitsvisum beantragen (am besten vor der Einreise im jeweiligen zuständigen argentinischen Konsulat), das jedes Jahr erneuert werden muss; nach drei Jahren wird die unbefristete Aufenthaltserlaubnis gewährt. Für das Arbeitsvisum benötigt man einen Arbeitsvertrag und Beweisstücke, dass der Arbeitgeber seine Steuern und Sozialabgaben bezahlt, für die Erneuerung muss man mindestens 8 Gehaltszahlungen im Jahr nachweisen. Genaueres unter der Website der argentinischen Ausländerbehörde.

Feiertage[Bearbeiten]

Termin Name Bedeutung
1.1. Año Nuevo Neujahr
17. April 2014 Jueves Santo Gründonnerstag (arbeitsfrei)
18. April 2014 Viernes Santo Karfreitag
1. Montag im April Dia de las Malvinas Malvinas Tag (Tag der Falklandinseln)
1. 5. Día del Trabajo Tag der Arbeit
25. 5. Día de la Patria Nationalfeiertag (Tag der Mairevolution)
20. 6. Día de la Bandera Tag der Fahne
9. 7. Día de la Independencia Unabhängigkeitstag
17. 8. Día de San Martín Todestag von San Martín
12. 10. Día de la Raza Tag der Entdeckung Amerikas
8. 12. Día de la Inmaculada Concepción Mariä Empfängnis (arbeitsfrei)
24. 12 Nochebuena Heiligabend (arbeitsfrei)
25. 12. Navidad Weihnachten
31.12. Fin de año Silvester (arbeitsfrei)

Die mit "arbeitsfrei" gekennzeichneten Tage sind keine gesetzlichen Feiertage. Viele Geschäfte haben an diesen Tagen halbtags geöffnet.

Zu erwähnen ist noch der Día del Estudiante am 21. September, der "Tag des Studenten". Schulen und Universitäten haben an diesem Tag geschlossen.

Es gibt außerdem eine ganze Reihe regionaler und lokaler Feiertage.

Sicherheit[Bearbeiten]

Was die Sicherheit angeht, so ist die Kriminalitätsrate in Buenos Aires deutlich höher als im Rest des Landes. In den letzten Jahren seit der Wirtschaftskrise, ist ein starker Anstieg der Kriminaliät zu verzeichnen gewesen, auch mit zunehmender Brutalität. Ein sehr vorsichtiger und bescheidener Umgang mit Wertgegenständen ist gerade für Touristen unbedingt zu empfehlen. Taschendiebstähle sind an der Tagesordnung. Insbesondere ist damit in öffentlichen Verkehrsmitteln, am Flughafen, am Busbahnhof, an belebten Plätzen, Einkaufsstrassen und innerhalb von Geschäften zu rechnen. Die Taschendiebe gehen zumeist sehr raffiniert vor und sind oft in Gruppen organisiert.


Zu jeder Tageszeit sollte man unbedingt ärmere Viertel meiden, da dort besonders Auswärtige (nicht nur Ausländer!) Opfer von Kriminellen werden. Im Zentrum gehört das Viertel La Boca dazu, sowie die Gegend um die Bahnhöfe Constitución und Once, wo sich zwei bekannte Rotlichtviertel befinden. Die Elendsviertel (Villas) sind selbstverständlich no-go-areas!

Nachts ist es auch im Zentrum und in den gehobenen Stadtteilen empfehlenswert sich mit dem Taxi anstatt zu Fuss fortzubewegen.

Der internationale Flughafen Ezeiza liegt ausserhalb und ist sehr mangelhaft an öffentliche Verkehrsmittel angebunden. Er ist nur mit dem Taxi problemlos zu erreichen. Wegen zunehmender Sicherheitsschwierigkeiten mit den konventionellen gelb-schwarzen Taxis, werden auf Flughäfen und Bahnhöfen meist gesondert private Taxidienste (Remis, Shuttlebusse) angeboten, deren Gebrauch auch zu empfehlen ist. Diese Dienste findet man meist an speziellen Schaltern ähnlich der Mietwagenschalter.

Sonstige Tipps:

Taschendiebe lauern besonders in Buenos Aires an jeder Ecke! Sie nutzen entweder das Gedränge an belebten Plätzen aus oder wenn sie in Gruppen organisiert sind, nehmen sie sich die Zeit ihre Opfer sorfältig zu wählen, zu beobachten und auf den richtigen Moment zu warten. Das erste Ziel ist immer Bargeld und somit die Geldbörse. In der Geldbörse sollte man also generell nur wenig Geld und keine Dokumente oder wichtige Karten haben. Man sollte sie nie in Rucksäcke, Handtaschen oder hintere Hosentaschen packen. Kreditkarten, Dokumente und größere Geldmengen (sofern wirklich unbedingt nötig) sollte man an der Haut tragen.

Armbanduhren, Schmuck und Kameras kann man tagsüber in den Stadtzentren zwar tragen, aber ein vorsichtiger und bescheidener Umgang mit solchen Wertgegenständen ist gerade für Touristen, die ohnehin schon die Aufmerksamkeit erregen, unbedingt zu empfehlen! Sofern man sich wirklich einmal in ärmeren Bereichen beweget (s.o.), sollte man es unbedingt vermeiden als Tourist und somit als Wohlhabender ausgemacht zu werden.

Für den Fall, dass man ausgeraubt oder überfallen wird, empfiehlt es sich ansonsten durchaus, den Tätern "etwas zu bieten" und sie somit zufriedenstellen zu können (eine Uhr und etwas Bargeld..). In Folge von Frust oder Ungeduld können die Täter sonst agressiv reagieren. In den letzten Jahren haben zuvor nicht gekannte, skrupellose und brutale Übergriffe auf Passanten, ebenso wie Entführungen, tragische Berühmtheit erlangt.

Gruppen von Jugendlichen, die sich in Außenbezirken großer Städte auffällig versteckt halten (z.B. hinter Bäumen oder in Büschen), sollte man grundsätzlich aus dem Weg gehen, da es sich hier häufig um Kleinkriminelle handelt, die für ein paar Peso Passanten überfallen. Generell gilt, das solche Gruppen vorzugsweise kleine, schmächtige Opfer auswählen, vor großen, muskulösen Personen aber Respekt haben. Dies gilt natürlich nicht, wenn die Gruppen bewaffnet sind.

Hotels sind zumeist sicher aber ein Sicherheitsproblem gibt es jedoch auf Campingplätzen in großen Touristenzentren, da diese manchmal mangelhaft abgesperrt sind. Das Zelt sollte man abschliessen und Wertsachen können bei der Platzverwaltung oder in einem guardaequipaje (Gepäckaufbewahrungsdienst, anzutreffen vor allem an Busbahnhöfen) abzugeben. Diesen Diensten kann normalerweise vertraut werden. Im Zweifelsfall kann man oft auf einem Zettel angeben, was man abgibt, und diesen dann unterschreiben - dann haftet der Dienst für den Schaden, aber einige Dienste lassen sich aus Angst selber überfallen zu werden, nicht auf so etwas ein!

Es kommt immer wieder zu Todes- und Vermisstenfällen beim Bergsteigen. Die speziellen örtlichen Gegebenheiten sollten unbedingt beachtet werden. An dem Berg Aconcagua ist der Hubschrauberrettungsdienst und die ärztliche Versorgung trotz teils gegenteiligen Hinweisschildern vor Ort zur Zeit nicht gegeben.

Gesund bleiben[Bearbeiten]

Besondere Gesundheitsrisiken gibt es in Argentinien nicht.

Im Norden sind vereinzelt tropische Krankheiten insbesondere in den Urwaldgebieten von Misiones, Tucumán und Salta sowie im Gebiet ueberall um die Iguazu Wasserfaelle aufgetreten ( vermehrt seit Jan 2007), darunter am häufigsten das gefährliche Dengue-Fieber. Sehr wichtig ist daher ein ausreichender Mueckenschutz - durch Repellents an allen freien Hautstellen (alle 2-4 Std. erneuern!!!) und langärmlige Bekleidung. Auch tagsüber aufpassen!! Die Dengue übertragenden Mücken stechen am Tag, die Malaria übertragenden meist nachts und in der Dämmerung. Eine rein theoretische Gefahr besteht in diesen Gegenden auch, an Malaria zu erkranken, in der Praxis tritt diese Krankheit jedoch nur sehr selten auf, und eine Prophylaxe ist nur dann notwendig, wenn man sich über eine längere Zeit in abgelegenen Gebieten in der freien Natur aufhält (z.B. bei längeren Trekkingtouren in den Urwaldgebieten).

Aktuelle Empfehlungen zur Malariaprophylaxe und Impfungen findet man auf Tropeninstitut.de.

Aids ist in Argentinien mit einer HIV-Prävalenz von 0,6% etwa so verbreitet wie in den USA.

In den See- und Flusslandschaften westlich von Buenos Aires sind in jüngster Vergangenheit vereinzelt Fälle des Hantavirus aufgetreten. Die Übertragung erfolgt zumeist durch den direkten Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Organismen oder deren Bisse (Nagetiere). In den Sumpf-, Moor- oder Auenlandschaften westlich von Buenos Aires und östlich der Atlantikküste im Norden ist Spazieren außerhalb der Wege und Fischen zur Zeit nicht zu empfehlen.

Das Essen und Trinken kann fast immer problemlos genossen werden. Vorsicht bei empfindlichen Mägen ist geboten bei extrem preisgünstigen Angeboten, insbesondere in tenedor libre-Restaurants (s.o.) und Ständen auf der Straße. Man muss aber besonderes Pech haben, sich in solchen Fällen eine Lebensmittelvergiftung zu holen.

Krankenhäuser und Ärzte gibt es in den Städten genug. In den kostenlosen staatlichen Krankenhäusern sind lange Wartezeiten und beängstigende Zustände oft die Regel. Deshalb sollte man vorher eine Reisekrankenversicherung abschliessen und eine Privatklinik vorziehen, auch um die staatlichen Krankenhäuser für diejenigen freizuhalten, die auf sie angewiesen sind.

Klima[Bearbeiten]

Argentinien hat Anteil an einer großen Vielfalt von Klimazonen.

In der Pampa-Region (z.B. Buenos Aires) und in Mesopotamien ist es gemäßigt bis subtropisch und das ganze Jahr über feucht. Die Sommer sind schwülwarm (durchschnittliche Höchsttemperaturen 28° C in Buenos Aires und um 33° C in Misiones) und die Winter kühl bis mild (15° C in Buenos Aires, um 22° C in Misiones). Der Wettercharakter wechselt zwischen längeren Sonnenperioden und wolkigem Regenwetter, das manchmal mehrere Tage andauern kann. Die Regenfälle sind oft sehr intensiv. häufig sind auch starke Winde.

Zentral- und Nordwestargentinien (z.B. Córdoba, Mendoza und Tucumán), die pampinen Sierren und der Chaco sind im Winterhalbjahr sehr trocken. Die Sommer sind heiß und relativ feucht (durchschnittliche Höchstemperatur 32°C in Córdoba, drückende 37°C in Formosa) und die Winter trocken-mild (19° C in Córdoba, 24° C in Formosa). Am regnerischsten sind die Monate November und Dezember. Trockenste Gegend der Region ist die Puna mit nur 80 - 300 mm Niederschlag im Jahr, während die subtropischen Urwälder in Tucumán bis zu 1.200 mm abbekommen, und trotzdem im Winter oft Dürreperioden erleben.

Patagonien ist das ganze Jahr über trocken, mit etwas mehr Regen im Winter als im Sommer. Ausnahme sind die Südanden und das südliche Feuerland, die das ganze Jahr über deutlich feuchter sind. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über generell mild, klaffen aber weit zwischen Nord und Süd auseinander. San Antonio Oeste hat etwa eine Durchschnitts-Höchsttemperatur von 32° C im Sommer, in Comodoro Rivadavia liegt sie bei 25° C und in Ushuaia nur bei 15° C. Im Winter ist der Unterschied etwas geringer, hier erreichen San Antonio und Comodoro Rivadavia 12° C, Ushuaia immer noch 3° C. Klimadiagramme und Klimatabellen aus Argentinien

Respekt[Bearbeiten]

Die Verhaltensweisen sind generell ähnlich wie in Italien, was auf den zahlenmässig grössten Einfluss europäischer Einwanderer aus diesem Land zurückzuführen ist.

Kleidung und Erscheinungsform

Das früher gängige Klischee, das man in Argentinien in Städten nur vornehm gekleidet ins Zentrum gehen sollte, gilt heute so nicht mehr. Kurze Hosen und legere Kleidung sind in den Stadtzentren anzutreffen und es ist schon fast zu einer Vorsichtsmassnahme geworden, sich nicht übertrieben gut anzuziehen. Dennoch stimmt es, dass die Argentinier vor allem beim Ausgehen und insbesondere zum Essen in feinen Restaurants, sehr viel Wert auf ihre Kleidung und das Aussehen generell legen. Auch im Alltag sollte man auf eine einigermaßen gepflegte Erscheinung achten. Und: Auch die jung-alternativen Argentinier legen grossen Wert darauf, was sie anziehen und wie sie Aussehen Insbesondere Frauen achten sehr auf figurbetonte Kleidung und scheuen sich nicht etwas mehr Haut zu zeigen.

Verhalten

Allgemein gilt: Ein grosser Unterschied zu den meisten Ländern Europas ist der, dass der Argentinier generell immer versucht, nett und freundlich zu seinen Mitmenschen zu bleiben, selbst wenn diese ihn eigentlich gar nicht interessieren müssten.

Argentinier sind auf ihre eigene Art sehr Stolz, aber nie arrogant und hochnäsig! Die Gastfreundschaft der Argentinier kann einem als Europäer nahezu unglaublich vorkommen, und der Argentinier selbst mag sich noch nicht einmal etwas dabei denken.

So kann man als Ausländer in einer Kneipe durchaus einfach mal von jemandem zum "Asado" eingeladen werden und wundert sich dann, wenn der Betreffende sich am nächsten Tag nicht mehr an seinen Namen erinnert. Das kann bei Auswärtigen als Oberflächlichkeit missverstanden werden, gehört jedoch zur argentinischen Kultur dazu und trägt ausserdem zu einer angenehmen Atmosphäre bei. Deshalb sollte man auch nicht alles glauben, was einem erzählt wird.

Im ganzen Land gilt immer noch streng das "Ladies First". Es ist in Bussen, U-Bahnen usw. üblich, insbesondere älteren Frauen den Platz anzubieten. Frauen werden in Schlangen auch oft von den Männern vorgelassen. Niemals wird dagegen versucht, sich in einer solchen Schlange vorzudrängeln - es gilt als äußerst unhöflich.

Essen auf der Straße und im Bus (natürlich nicht auf Langstrecken!) ist recht unüblich und wird von älteren Argentiniern als unhöflich angesehen, auch wenn es sich bei jungen Leuten zu etablieren scheint.

Zu den in letzter Zeit am meisten kritisierten "argentinischen Tugenden" gehört die sogenannte "viveza criolla", die "einheimische Schlauheit". Gemeint ist der angebliche Drang der Argentinier, durch Tricksereien zu allen möglichen Vorteilen zu kommen und Unwissende "übers Ohr zu hauen". Beispielsweise, wenn für eine Ware oder Dienstleistung ein höherer Preis von Ausländern als von Inländern verlangt wird, oder das Wechselgeld im Taxi in einer schon lange nicht mehr gültigen Währung (z.B. australes) gegeben wird. Das ist zwar nicht generell zu erwarten, kann aber durchaus vorkommen. Vielleicht ist es deshalb vorteilhaft, sich erst einmal über die üblichen Preise zu informieren, besonders wenn man eine größere Investition, etwa einen Auto- oder Hauskauf, vorhat.

Partnerschaft und Sexualität

In Bezug auf heterosexuelle Partnerschaften ist Argentinien inzwischen fast so liberal wie in Europa. Allenfalls in dörflichen, abgelegenen Gegenden stößt zu wildes Knutschen immer noch auf Ablehnung. Sex in der Öffentlichkeit ist eine Ordnungswidrigkeit die von der Polizei nicht ignoriert wird, und häufig erst nachdem die aufgehaltene Hand grosszügig bedient worden ist, als erledigt gilt. Wenns also sein muss, aufpassen dass niemand zuschaut und schon gar nicht die Polizei.

Bei Homosexuellen ist das Land leider noch nicht so weit. Öffentliches Küssen insbesondere zwischen zwei Männern kann immer noch als "Erregung öffentlichen Ärgernisses" gelten und für einige Stunden auf der Polizeiwache sorgen (da greift dann auch obige Vorgehensweise nicht mehr). Da argentinische Frauen generell recht unbefangen miteinander umgehen, haben es lesbische Pärchen einfacher als Männer. Schwule riskieren auch oft hämischen Spott von traditionell Macho-orientierten Argentiniern. Grundsätzlich gilt: Die Großstädte, aber auch Touristenorte, sind liberaler als Kleinstädte und Dörfer.

Nacktbaden

Nacktbaden und FKK generell ist in Argentinien in der Öffentlichkeit verpönt und wird meist nicht toleriert. Es kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Aber wie überall gilt auch hier "wo kein Kläger, da kein Richter", und angesichts der vielen einsamen Seen und Strände, können auch Nacktbader auf ihre Kosten kommen. Es gibt auch einige wenige FKK-Strände und FKK-Camps ("campamento nudista" oder "campamento naturista"). "Oben Ohne" (topless) wird zwar toleriert, ist aber nicht nur extrem selten, sondern auch Anziehungspunkt für Gaffer und wird spöttische Kommentare zur Folge haben, da argentinische Frauen in dieser Hinsicht seltsamerweise recht prüde sind. Man braucht aber keine Angst vor US-amerikanischen Verhältnissen zu haben, insbesondere was kleine Kinder betrifft - wenn diese nackt am Strand herumtoben, schert sich niemand darum.

Alkohol

In fast ganz Argentinien, außer in einigen kleinen Ortschaften, ist der Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit verboten. Die Durchsetzung dieses Verbots ist allerdings unterschiedlich, in Parks etwa oder am Strand nehmen es die Ordnungshüter nicht so genau wie auf der Straße. Fällt man allerdings als betrunken auf, kann man fast sicher sein, dass sich die Polizei um einen kümmert. Insbesondere nachts an Nachtleben-Schwerpunkten gibt es oft Polizeikontrollen, bei denen Betrunkene, manchmal leider aber auch unbeteiligte Passanten für einige Stunden in eine Ausnüchterungszelle gesteckt werden. Diesen Kontrollen am besten aus dem Weg gehen. In den meisten Städten, u.a. in Buenos Aires und Córdoba, gibt es Alkoholverkauf-Sperrstunden (für Kioske und Geschäfte meist 23 oder 24 Uhr, für Bars und Diskotheken 5 oder 6 Uhr). Diese Gesetze werden aber nicht immer respektiert.

Gesprächsthemen

Aufgrund des Konfliktes um die Falklandinseln bzw. des Falklandkrieges von 1982 sollte man es vermeiden, über diese Themen und Großbritannien im Allgemeinen zu sprechen. Die Argentinier sprechen im Übrigen auch nicht von den "Falklands", sondern von den "Malvinas". Diese sind sehr heikle Themen für viele Argentinier und kann eine starke Reaktion auslösen und eine unangenehme Situation für Sie verursachen. Auch das Tragen britischer Symbole (z.B. Flaggen oder Fußballtrikots) sollte vermieden werden. Obwohl in diesem Zusammenhang keine Übergriffe dokumentiert sind, können die Einheimischen darüber sehr aufgeregt sein, und man wird eventuell eisige Blicke und Behandlung aus der Bevölkerung erhalten.

Außerdem sollte man es vermeiden, über die früheren Zeiten unter den Peróns, der Militärdiktatur, die Themen Politik, Korruption und Religion zu reden. Diese sind heikle Themen für viele Argentinier und können auch eine starke Reaktion verursachen. Das Vergleichen Argentiniens mit seinen Nachbarn Brasilien und Chile sollte ebenfalls vermieden werden, weil sie als Konkurrenten vor allem im wirtschaftlichen Bereich angesehen werden. Auch historische Konflikte spielen hier eine Rolle.

Kommunizieren[Bearbeiten]

Das Kommunikationsnetz ist in Argentinien mit Ausnahme von sehr abgelegenen Gebieten sehr gut ausgebaut und durchaus mit Europa vergleichbar.

Telefon

Viele Argentinier haben heute einen Festnetzanschluss, selbst in abgelegenen Gebieten. Für Reisende gibt es häufige Telecentros mit Telefonkabinen und oft auch Fax- und Internetanschluss. Auch öffentliche Telefonapparate (nur selten "Zellen") sind zu finden, die entweder mit normalen Münzen oder mit Spezialmünzen (cospeles) funktionieren (Telefonkarten sind unüblich). Zu beachten ist, das Ferngespräche und auch internationale Gespräche deutlich teurer sind als in Europa. Dies liegt an dem Quasi-Monopol der beiden größten Gesellschaften Telecom und Telefónica. Es gibt allerdings eine bestimmte Art Telefonkarten, wo das Sprechen deutlich verbilligt wird (z.B. Tarjeta Blah!).

Handys sind in Argentinien recht verbreitet. Fast überall hat man eine Antenne in der Nähe. Neben dem (erst 2003 voll ausgebauten!) GSM-Netz gibt es außerdem das in den USA übliche CDMA-Netz sowie immer noch analoge Netze (kein UMTS!). Mobilfunkgesellschaften sind Movistar (Telefónica), Personal (Telecom), CTI und Nextel. Zu beachten ist, dass nicht alle europäischen GSM-Handys auch in Argentinien funktionieren, im Zweifelsfall nachfragen. Ein gebrauchtes Handy einfacher Bauart kann man aber ab etwa 50 Pesos inklusive Ummeldung erstehen; wie in Europa gibt es Prepaid-Karten oder monatliche Tarife, von Movistar gibt es auch ein "Homezone"-Modell, in dem innerhalb eines Radius von 80 m ums Haus herum fast zum Ortstarif telefoniert werden kann.

Beim Anruf vom Ausland aus auf ein argentinisches Handy wird der Ländervorwahl 0054 eine "9" hintenangehängt, danach kommt erst die Städtevorwahl (ohne 0) und Rufnummer (ohne 15 am Anfang) . Z.B. Anruf nach Buenos Aires: 0054-9-11-XXXX XXXX. Beim Anruf ins argentinische Festnetz gilt dies nicht!

Internet

Bereits in den frühen 90er Jahren wurde das Internet von vielen Argentiniern genutzt - heute ist das Web allgegenwärtig. DSL (z.B. Ciudad Internet Flash) gibt es ab 30 AR$ im Monat, auch Gratis-Modem-Dienste (z.B. Fullzero, Intrada) sind üblich.

Da viele Argentinier keinen Festnetzanschluss zuhause haben, sind Internetcafés (cibercafé oder cíber) weit verbreitet. Sie kosten meist zwischen AR$ 1 und AR$ 2 pro Stunde, in großen Städten manchmal noch weniger, in kleinen Orten dagegen eher mehr.

Fast alle Hotels in Buenos Aires und sehr viele Cafes bieten Internetanschlüsse an. In manchen Hotels ist allerdings Skype gesperrt. Ein Wlan-fähiges Handy und/oder ein Notebook mitzunehmen lohnt sich auf jeden Fall. Praktisch ist auch ein GPS-fähiges Handy, weil es die Orientierung erleichtert.

Post

In Argentinien gibt es mehrere Postgesellschaften, die größte ist der Ex-Monopolist Correo Argentino, daneben gibt es OCA, UPS und auch die deutsche DHL.

Wertvolle Sendungen nach Argentinien sollten nicht mit dem Correo Argentino (also auch nicht mit der Deutschen Post oder DHL!), sondern mit UPS und ähnlichen Diensten geschickt werden, es ist häufig zu Diebstählen oder Verlusten des ganzen Paketes gekommen. Der Zoll ist sehr teuer, da auf den Außenzoll, der für jedes Produkt variiert, noch die Mehrwehrtsteuer von 21% aufgeschlagen wird - wodurch man oft auf Werte um 50% kommt.

Der Inlandsversand ist dagegen sicher. Hier gibt es die günstige und sichere Alternative der encomienda; dabei wird das Paket bei einer Busgesellschaft (meist am Busbahnhof) abgegeben. Der Empfänger muss es dann ebenfalls am Busbahnhof bei Vorlage des Ausweises abholen. Das ist natürlich nur dann möglich, wenn die Strecke von einer Buslinie bedient wird. Eine weitere Möglichkeit sind comisionistas, Privatleute, die im eigenen Auto Post auf bestimmten Strecken befördern. Sie sind oft flexibler als die Busgesellschaften, liefern direkt an den Empfänger und sind kaum teurer.





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