Angola

Angola

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Ein „Quimbo“, ein typisches Dorf entlang der Luanda-Uíge Überlandstraße
Lage
noframe
Flagge
Ao-flag.png
Kurzdaten
Hauptstadt: Luanda
Staatsform: Präsidiale Republik
Währung: Kwanza (AOA)
Fläche: 1,25 Mio km²
Bevölkerung: 24,3 Mio (2014)
Sprachen: Portugiesisch (offiziell), Bantu und andere afrikanische Sprachen
Religionen: traditionelle Religionen 47%, Römisch-katholisch 38%, Protestanten 15%
Telefonvorwahl: +244
Internet TLD: .ao
Zeitzone: UTC +1
Website: Tourismusseite


Karte von Angola

Angola liegt in Zentralafrika. Angrenzende Länder sind die Demokratische Republik Kongo, Sambia und Namibia.

RegionenBearbeiten

StädteBearbeiten

  • Luanda - Hauptstadt
  • Huambo
  • Benguela

Weitere ZieleBearbeiten

HintergrundBearbeiten

AnreiseBearbeiten

Für die Einreise benötigen Deutsche ein Visum, welches nicht an der Grenze beantragt werden kann. Es wird durch die angolanische Botschaft in Berlin ausgestellt: www.botschaftangola.de Kosten 150 Euro. Bearbeitungszeit ca. drei Wochen.

FlugzeugBearbeiten

Internationaler Flughafen: Luanda (LAD) (4 de Fevereiro), 4 km südöstlich der Stadt. Die angolanische Luftverkehrsgesellschaft TAAG und alle in Angola fliegenden Inlandslinien unterliegen aufgrund von Sicherheitsrisiken Betriebsbeschränkungen in die Europäische Union (d.h. sie dürfen mit ihren Maschinen nicht nach Europa einfliegen). Es besteht mittlerweile - mit besonderen Auflagen - eine Sonderregelung für Flüge von Luanda nach Lissabon und Porto für eine Vielzahl der Flugzeuge der TAAG-Flotte.

BahnBearbeiten

Es existieren keine Bahnverbindungen nach Angola.

BusBearbeiten

Es existieren keine direkten Busverbindungen nach Angola. Man kann aber von Windhoek (Namibia)mit dem Bus bis zur Grenze fahren, dann zu Fuß über die Grenze. Dort stehen Taxis mit denen man bis nach Santa Clara fahren kann und von dort mit dem Bus bis Lubango. Diese Option ist aber für europäische Reisende nicht wirklich zu empfehlen.

AutoBearbeiten

Die Mehrzahl der Provinzhauptstädte ist inzwischen auf asphaltierten Fernstraßen erreichbar. In der Regenzeit (vor allem Januar bis März) werden viele nicht Pisten insbesondere in den östlichen, nördlichen und südlichen Landesteilen unpassierbar.

Überlandfahrten bringen wegen des schlechten Zustandes der Fahrzeuge und Straßen (Schlaglöcher) sowie der zuweilen unvorsichtigen oder durch Alkohol beeinträchtigten Fahrweise anderer Verkehrsteilnehmer ein beträchtliches Unfallrisiko mit sich.

Von Namibia aus ist es möglich mit dem Auto einzureisen. Dringend empfohlen wird ein 4x4 Wagen. Mietwagenfirmen in Namibia erlauben eine Einreise nach Angola nicht. Die Straße in Namibia bis zur Grenzstation ist asphaltiert und sehr gut. Auf angolanischer Seite endet der Asphalt sehr bald, die weitere Straße ist meist schlecht, aber außer bei sehr viel Regen, immer passierbar. Von Santa Clara (Grenze) bis nach Lubango sollte man einen Tag einkalkulieren (die Straßenverhältnisse sind sehr wechselnd, ab und zu wird die Straße repariert, dann kommt man zügiger voran). In Xangonongo ist eine Polizei-Kontrolle, bei der mit Schwierigkeiten gerechnet werden muss.

Von Lubango aus, kann man nach Namibe an den Strand fahren. Hier gibt es eine neue Straße in (fast) perfektem Zustand.

Für die Fahrt nach Benguela gibt es zwei Möglichkeiten: Einmal durch das Landesinnere, diese Straße wird am meisten genutzt. Die Straßenverhältnisse waren 2006 sehr schlecht bis miserabel. Ein 4x4 Wagen braucht einen ganzen Tag (ca. 12 Std.), LKWs 2-3 Tage. Die zweite Möglichkeit an der Küste entlang, hat zwar einige asphaltierte Teilstücke, aber der Asphalt hat große Löcher und es gibt einige steinige Steigungen, die auch 4x4 Fahrzeugen Probleme machen. Diese Straße wird nur wenig befahren. Die Straße von Benguela nach Sumbe ist relativ o.k., die Weiterfahrt Sumbe - Luanda ist für angolanische Verhältnisse die reinste Autobahn. Autofahren in Luanda ist chaotischer als alles was ich bisher kennengelernt habe. Parkplätze sind in der Innenstadt so gut wie nicht vorhanden, daher fahren alle Leute mit einer zweiten Person, die dann solange herumfährt oder in der zweiten Reihe parkt, bis der andere seine Erledigungen getätigt hat. Man muss ganztägig und auch nachts mit langen Staus rechnen.

SchiffBearbeiten

MobilitätBearbeiten

Für Reisende ist Mobilität in Angola ein großes Problem. Es gibt Mietwagenfirmen, die zu horrenden Preisen Autos vermieten. Meist unter der Auflage, dass man nur innerhalb der Stadt fahren darf. Es gibt Privatleute, die Autos vermieten. Diese Wagen sind meist nicht ordentlich versichert und die Nachfrage übersteigt das Angebot. Es ist daher schwierig kurzfristig ein Auto zu mieten. Die offiziellen MACOM-Taxis in Luanda haben zwar einen hohen Standard, sind aber sehr teuer (12 $ für Kurzfahrten innerhalb der Kernzone). Inoffizielle Taxis sollte man nur auf Empfehlung nehmen. In anderen Städten ist der Taxi-Dienst erst im Aufbau, Motorrad-Taxis sind hier das allgemeine Individual-Transportmittel. Im Busverkehr bestimmen Kleinbusse das Straßenbild. Ihre Fahrweise ist meist beängstigend und sie sind in den meisten Unfällen verwickelt. Alkoholgenuss der Fahrer ist keine Ausnahme. Vor Überlandstrecken in Minibussen wird dringend abgeraten. Für Überlandstrecken stehen verschiedene Busfirmen - auch mit komfortablen Bussen- bereit. Man sollte sich lokal erkundigen.

Zwischen allen größeren und mittleren Städten verkehren regelmäßig Flugzeuge. Sie sind aufgrund der schlechten Straßenzustände das gängigste Verkehrsmittel zwischen den meisten Städten. Die Kosten betragen ca. 100 $ pro Strecke.

SpracheBearbeiten

Offizielle Landessprache ist Portugiesisch. Die meisten Einwohner außerhalb der Städte sprechen Bantu-Sprachen (Ombundu, Kimbundu, Chokwe, Lwena, Kikongo), verfügen jedoch auch über Portugiesisch-Kenntnisse.

KaufenBearbeiten

Nur in den großen Hotels und in einigen wenigen Restaurants werden internationale Kreditkarten akzeptiert. Sonstige Rechnungen werden bar in der angolanischen Währung, dem Kwanza, beglichen. Viele Restaurants und Hotels nehmen auch US-Dollar an. Geldautomaten (Bargeldabhebung nur mit Visacard möglich) sind in Luanda am Flughafen, in größeren Hotels und Supermärkten, sowie – auch in den Provinzstädten – an Banken vorhanden, aber nicht immer befüllt.

Kunsthandwerkermarkt außerhalb von Luanda an der Straße nach Sumbe bietet Kunsthandwerk aus Angola und den benachbarten Ländern. Holzschnitzereien: geschnitzte Truhen, Masken, Statuen; Malereien; Bronzearbeiten, u.v.a.m. Der Markt ist jeden Tag geöffnet, am Sonntag ist das Angebot und die Besucherzahl am höchsten.

In Luanda sind so gut wie alle Artikel des täglichen Bedarfs erhältlich. Ausländer sollten jedoch die großen lokalen Märkte meiden, das Risiko eines Überfalls ist hoch. Es gibt eine Reihe gut geführter Super-Märkte (z.B. italienischer und französischer Supermarkt). Das Angebot an Kleidung wird von der Mode in Brasilien bestimmt und Synthetikstoffe dominieren.

KücheBearbeiten

AusgehenBearbeiten

Angola ist ein sehr teures Reiseland, was Übernachtungsmöglichkeiten angeht. In Luanda kommen Sie nicht unter 60$ pro DZ weg.

Auf der Luanda vorgelagerten Halbinsel gibt es eine Vielzahl netter Restaurants, direkt am Strand gelegen. Hier kann man auch den Tag verbringen. Das Essen ist (meist) ganz gut, die Preise entsprechen denen in Frankreich.

Von Luanda aus kann man mit dem Boot auf die Insel Massula gelangen, wo man wunderschöne Strände vorfindet. An den Stränden gibt es einige Restaurants, in denen man die einheimische Küche genießen kann.

LernenBearbeiten

ArbeitenBearbeiten

Nach dem Bürgerkrieg begann in Angola eine boomhafte Entwicklung der Städte, vor allem von Luanda. Viele ausländische Firmen, besonders aus dem Baugewerbe und Ölfirmen haben Niederlassungen in Angola eröffnet, in denen auch viele Europäer und Amerikaner arbeiten. Dieser Boom führte zu einem sprunghaften Anstieg der bereits vorher sehr hohen Mieten. Auch die übrigen Lebenshaltungskosten liegen über denen in Deutschland. Diese Faktoren sollten bei den Gehaltsverhandlungen beachtet werden. Ausländer, die in Angola arbeiten wollen, benötigen eine Arbeitserlaubnis, die bereits vor der Ausreise im jeweiligen Heimatland beantragt werden muss. Es ist äußerst schwierig und langwierig diese Arbeitserlaubnis zu erhalten.

FeiertageBearbeiten

SicherheitBearbeiten

In Angola herrschte bis 2002 Bürgerkrieg. In einigen Provinzen besteht immer noch Minengefahr. Von Reisen in das Landesinnere der Provinz Cabinda wird dringend abgeraten. Bewaffnete Raubüberfälle auf fahrende oder im Stau stehende Fahrzeuge, Auto- und andere Diebstähle (auch in Hotels und Restaurants) sind in der Hauptstadt verbreitet.

Gesund bleibenBearbeiten

Angola ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben.

Außerhalb der Hauptstadt Luanda und einiger Provinzhauptstädte ist die allgemeine medizinische Versorgung nach wie vor sehr schlecht, in vielen ländlichen Gegenden Angolas ist sie kaum vorhanden. In Luanda gibt es jedoch einige gut ausgestattete Privatkliniken und auch qualifizierte Ärzte. Portugiesische Sprachkenntnisse sind notwendig, Ärzte sprechen selten Englisch.

Malaria ist im ganzen Land verbreitet, jedoch besteht in den Küstenorten (außer in Namibe), ein sehr hohes Malariarisiko. Orte im Hochland haben geringeres Risiko, besonders während der kalten Monate (Juli, August).

In Luanda gibt es private Kliniken, die eine ausreichende Erstversorgung in Notfällen gewährleisten. Die Preise liegen sehr deutlich über dem deutschen Niveau. Eine Auslandsreise-Krankenversicherung wird dringend empfohlen. Die (wohlhabenden) Angolaner selbst, fahren bei ernsteren Erkrankungen nach Südafrika oder nach Namibia.

KlimaBearbeiten

Die für europäische Touristen angenehmste Reisezeit ist Juni bis August, da dann dort Winter ist und angenehme 25°C ohne große Regenzeiten die Regel sind. An der Küste und im Norden des Landes ist es tropisch, das heißt, es gibt das ganze Jahr hohe Tagestemperaturen zwischen 25 und 30 °C, nachts ist es nur unwesentlich kühler. Von November bis April ist Regenzeit. Das Klima wird stark durch den kühlen Benguelastrom (17–26 °C) beeinflusst, so dass Nebel häufig ist. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 500 mm, im Süden kaum bei 100 mm jährlich.

Das Hochland im Zentrum und Süden des Landes ist gemäßigt-tropisch, es gibt vor allem im Winter deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. So liegen etwa in Huambo die Temperaturen im Juli zwischen 25 °C tagsüber und 7–8 °C nachts, dazu kommt noch eine enorme Trockenheit. Ähnlich wie an der Küste ist die Regenzeit von Oktober bis April. Es fallen im Schnitt rund 1000 mm Regen pro Jahr.

Im Südosten des Landes ist es überwiegend heiß und trocken mit kühlen Nächten im Winter und Hitze und gelegentlichen Niederschlägen im Sommer. Die Jahresniederschläge schwanken um 250 mm.

RespektBearbeiten

KommunizierenBearbeiten

Wer nach Angola gehen will, sollte Portugiesische Grundkenntnisse haben, da in Angola nur wenige Menschen Englisch sprechen.




Zuletzt geändert am 16. Juli 2015 um 07:17