Ang Thong Marine National Park
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Er liegt im Golf von Thailand, rund 35km westlich von Koh Samui und Koh Phangan und ungefähr 40km südlich von Koh Tao. Er gehört zum Samui Distrikt/Surat Thani.
Die meisten dieser Inseln haben ihre eigenen Strände, die in vielen Fällen aus feinem weissen Sand bestehen. Einige Inseln haben schöne Flachwasserkorallenriffe.
Die Inseln selbst bestehen aus steil aufragenden Kalksteinklippen von ähnlich ausnehmender Schönheit wie die der Phang Nga Bucht im Westen Thailands. Nur ist dieser Nationalpark weniger bekannt, und dementsprechend weniger ueberlaufen.
Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 102 km².
--Alf Birnecker 07:14, 3. Mär. 2008 (CET)
[bearbeiten] Hintergrund
[bearbeiten] Geschichte
Die Ang Thong Inseln waren vor ihrer Erklärung zum Nationalpark ein für die Öffentlichkeit nicht zugängliches Gebiet, weil die thailändische Marine den Plan hatte, dort zum Schutz des Golfs von Thailand eine Marinebasis zu errichten. Seit 1972 waren Bestrebungen im Gange die Inselgruppe zum Nationalpark erklären zu lassen. Am 12. November 1980 wurde dann ein königliches Dekret erlassen, das die 102 km² um die Ang Thong Inseln herum zum Nationalpark erklärte. Es ist der 21. Nationalpark Thailands.
[bearbeiten] Landschaft
Der Nationalpark besteht aus 42 Inseln, die hauptsächlich aus Kalksteinbergen und steilen Klippen gebildet werden. Diese ragen bis zu 396 m über durchschnittliche Meereshöhe auf.
Die größten Inseln heißen Wuatalab, Mae Koh, Samsao, Hindub und Tai Plao.
Der größte Teil des Nationalparks ist Wasser und Wald, der rund 20% der Fläche ausmacht. Es gibt sehr wenige wirklich große Bäume da die Erdschicht ziemlich dünn ist.
[bearbeiten] Flora und Fauna
Die Wälder in diesem Nationalpark können als immergrüner Trockenwald, Strandwald und Kalksteinwald klassifiziert werden. Immergrüne Trockenwälder finden sich besonders auf den größeren Inseln wie Wuatalab, Paluay und Samsao.
Größere Tiere gibt es kaum auf diesen Inseln, da sie ja relativ klein sind und von steilen Kalksteinfelsen dominiert werden. Anzutreffen sind 16 Arten von Säugetieren wie Otter, Languren, krabbenessende Affen, Wildschweine, Silberhaarfledermäuse, Delphine und Wale.
Andere Bewohner sind mindestens 54 Vogelarten wie kleine Reiher, gewöhnliche Wasserläufer und Hornvögel.
14 Reptilienarten sind heimisch, darunter Bodeneidechsen, Leguane, grüne Meeresschildkröten, Phytons und Cobras.
Amphibien sind nur 5 Arten heimisch, die da wären: Die gewöhnliche asiatische Kröte, Tigerfrosch, Runzelfrosch, Grasfrosch und Baumfrosch.
Die Gewässer dieses Nationalparks bilden ein Zuhause für Schmetterlingsfische, Engelsfische, Papagaienfische, Schwarzspitzen Riffhaie, Zackenbarsche, Stachelmakrelen, Seegurken, Blaue Schwimmkrabben, Mördermuscheln und Austern.
[bearbeiten] Klima
Das Klima ist ähnlich zum Rest des westlichen Golfs. Von Mai bis Oktober ist SW-Monsunzeit, von November bis April NE-Monsun. Die Schönwetterperiode ist in dieser Gegend rund 10 Monate. Richtig scheusslich wird es jedes Jahr gegen November, was aber auch schon in der zweiten Oktoberhälfte passieren kann oder sich in anderen Jahren bis in den halben Dezember hineinzieht. Zu dieser Zeit kann es vorkommen dass der Transport mit den meisten Booten wegen der schweren See nicht möglich ist.
[bearbeiten] Anreise
Von Samui aus operieren mehrere Firmen mit Tagesausflugsbooten. Das sind einerseits Speedboote, und andererseits grössere Ausflugsboote, die Kayaktouren anbieten.
Tour Samui bietet die Kayaktagestour für 1800 ฿ an.
Bei Blue Stars Kayaking kommt der Trip auf 1990 ฿.
Von Koh Tao bietet Island Cruises Segelcharter Thailand einen vier Tages Segeltörn, inklusive ortskundiger Führung in deutsch und englisch, Schlauchbootbenutzung, Unterkunft auf der Yacht und Verpflegung bis zu alkoholischen Getränken, für 20000 ฿ an.
Wochencharter zum Nationalpark werden von dieser Firma ebenfalls angeboten.
[bearbeiten] Gebühren/Permits
Die Gebühr fuer den Nationalpark wurde im Jahr 2007 von 200 ฿ fuer Ausländer und 40฿ für Thais auf 400/80 Baht angehoben.
Seit Anfang 2008 wurden dann wieder 200 bzw. 40 ฿ verlangt. Offizielle Zahlen sind auch auf der Regierungswebseite nicht zu finden.
Das Permit ist gültig fuer 6 Tage.
[bearbeiten] Mobilität
[bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Koh Wuatalab:Aussichtspunkt:
Dies ist einer der berühmtesten Aussichtspunkte Thailands. Der Pfad hinauf startet rund hundert Meter nach dem Strand auf der linken Seite des Geländes der Nationalparkverwaltung. Es sind 222 Höhenmeter auf einem, mit einem Seil gesicherten (Vorsicht!), Weg zu erklimmen.
Empfohlen sei festes Schuhwerk und genügend Wasser mitzunehmen. Für Leute die das laufen auf schwierigem Terrain in Flipflops gewohnt sind ist der Weg auch kein Problem, nur barfuss wird man auf dem letzten Viertel des Weges wegen der sehr scharfkantigen Felsen an seine Grenzen stossen.
Wenn man den Aufstieg am frühen Morgen, vor Ankunft der Tagesausflugsboote beginnt wird man mit hoher Wahrscheilichkeit auf die, auf Wua Talab heimischen, Dusky Langurs treffen. Eine sehr schöne Affenart die auch nicht durch unbedachten Tourismus verdorben ist. Die Erwachsenen halten immer eine gewisse Distanz, den Jungen kann man aber mit etwas Geduld ziemlich Nahe kommen. Das Füttern ist unter Androhung einer Geldstrafe verboten was auch glücklicherweise von den allermeisten Besuchern ernst genommen wird.
Bua Boke Höhle:An der linken Seite des Strandes vor der Nationalparkbehörde beginnt der Aufstieg zur Bua Boke Höhle.
Es gilt dasselbe bezüglich Schuhwerk und Wasser wie für den Weg zum Aussichtspunkt.
Ein mit Seil gesicherter Weg führt bis zum Eingang der Höhle. Eine Taschenlampe ist nicht notwendig für den Besuch, da die Öffnungen genuegend Licht hereinlassen.
Im Zentrum des unteren Teils der Höhle steht ein 6 Meter hoher Stalagmit der sich dort wohl in abertausenden von Jahren gebildet hat.
Die von der Decke hängenden Stalagtiten sind durch das zur Photosynthese benotigte Sonnenlicht teilweise mit grünem Moos ueberzogen was einen sehr aussergewöhnlichen Anblick bietet.
Wer genügend Zeit mitbringt kann dann die weniger bekannten Teile der Höhle erkunden.
Am oberen rechten Rand der dort scheinbar endenden Höhle befindet sich ein dunklerer Teil in den man problemlos hineinklettern kann und der einige interessante Tropfsteinformationen beherbergt.
Dieser wird von den Thais schon der "geheime" Teil der Höhle genannt.
Von dort aus kann man noch rund 100 Meter höher klettern um den wirklichen oberen Teil der Höhle zu erreichen.
Dieser ist vom vermeintlichen oberen Teil der Höhle nicht sichtbar und wird nur seltenst betreten.
Dort sind die schoensten Tropfsteinformationen der ganzen Höhle zu finden.
Koh Mae Koh:Innerer See
Auf Koh Mae Koh befindet sich der "Innere See", der das, auf Koh Phi Phi verfilmte Buch, "The Beach" inspirierte.
Vom Strand führt ein gut ausgebauter Weg mit vielen Treppen zu Aussichtspunkten auf den See. Vom Höchsten aus kann man auch die umgebende See sehen.
Der See selbst hat eine Fläche von rund 250 x 350 Metern und ist 7 Meter tief. Er befindet sich auf der selben Höhe wie der Golf, mit dem er durch einen unterirdischen Tunnel, auf der Ostseite, verbunden ist.
Die deutlich unterschiedliche Farbe gründet sich auf den Untergrund, der aus Sand besteht.
Die beste Zeit fuer den Besuch dieser Attraktion ist, wegen der Tagesausflugsboote, vor 10:00 Uhr und nach 16:00 Uhr.
Koh Samsao:
Natürliche Brücke
Die natuerliche Bruecke selbst ist zwar nicht sonderlich beeindruckend-mit ihrer Hoehe von rund 3 Metern nimmt sie sich etwas mickrig im vergleich zu ihren Bruedern in Tonga aus, die eine Hoehe von 60 Metern erreichen-aber das ganze Ensemble mit Strand und den umliegenden Felsen ist durchaus sehenswert.
Besonders schoen ist auch der Blick vom Strand in Richtung Brücke, genau die entgegengesetzte Richtung in der das gezeigte Bild aufgenommen wurde.
Koh Taiplao und die nördlichen kleinen Inseln:Der Pool
Die Nordlichsten Inseln des offiziellen Nationalparks haben einiges zu bieten. Steil aufragende, zerklüftete Felsen bei denen man schon unter gesteigerter Phantasielosigkeit leiden muss um sich nicht ständig von Gesichtern und Fabelwesen umgeben zu fühlen.
Eine davon, die Nordöstlichste, sieht nur von aussen wie eine Insel aus. In Wirklichkeit ist Sie eher eine ovale Wand in der sich wiederrum ein innerer See/Pool befindet. Erreichbar ist dieser durch einen schmalen Spalt auf der Ostseite mit dem Kayak, bei halb aufgelaufenem Hochwasser sogar mit einem Schlauchboot, oder eben schwimmend.
Der Boden ist haupsächlich mit Weichkorallen bedeckt. Schräg gegenüber dem Eingang besteht der Boden aus feinem Sand, so dass der schwimmende Besucher auch stehen kann ohne etwas zu beschädigen. Dort befindet sich auch ein höhlenartiger Tunnel durch den man nach oben klettern kann um die Sicht von oben auf den Pool geniessen zu koennen.
Koh Rok und Koh Ngam
Auf Koh Rok gibt es einen Tunnel, durch den man von einer Seite der Insel auf die Andere gelangen kann. Besonders schön ist Dieser wenn die Sichtweiten unter Wasser passabel sind und man die Gorgonienfächerkorallen die dort stehen sehen kann. Selbiges gilt fuer die Ankunft auf der SW-Seite. Dort ist ein intakter Korallengarten und mit etwas Glück wartet dort ein kleiner Schwarzspitzenriffhai. Neben diesem Tunnel ist ein ganzes Tunnelsystem zu finden, das aber nur bei Niedrigwasser zugänglich ist. Dort kann man eigentlich immer ein bis zwei Pärchen Kaurimuscheln finden.
Anmerkung: Das Mitnehmen solcher Funde is Verboten! Bitte haltet euch daran.
Koh Ngam hat eine Höhle zu bieten in die man problemlos mit dem Schlauchboot hineinfahren kann. Die Leinen, die von der Decke hängen, zeugen davon, dass dieser Platz als Ruheplatz von den lokalen Longtailfahrern genutzt wird. Von dort kann man dann in den trockenen Teil der Höhle klettern, in dem man einen gesegneten Schrein mit Phallussymbolen, die von thailändischen Seefahrern als Glückssymbol verehrt werden, vorfindet. Weiter oben öffnet sich die Höhle ca. 4-5 Meter über der Wasseroberfläche wieder nach aussen. Das lädt zum Klippenspringen ein, zumal die Wassertiefe vor der Öffnung 3 Meter beträgt.
Alle Angaben ohne Gewähr;-)
Für den Besuch kann man sich nach der Tide richten-keine dieser Attraktionen wird von den Tagesausflugsbooten angefahren.
--Alf Birnecker 11:54, 27. Feb. 2008 (CET)
[bearbeiten] Aktivitäten
Die Hauptaktivität im Nationalpark ist natürlich das Erreichen und Betrachten der oben genannten Sehenswürdigkeiten. Darueberhinaus sollte man sich aber auf jeden Fall Zeit nehmen seine eigenen Entdeckungen zu machen. Das geschieht am besten mit einem Kayak oder Schlauchboot. Bei den Kayaktouren die von Samui aus angeboten werden ist man allerdings mit einer grösseren Gruppe auf einer festgelegten Route unterwegs. Es ist jedoch möglich bei der Nationalparkbehörde auf Wuatalab ein Kayak auszuleihen und Erkundungen auf eigene Faust durchzuführen.
Besonders die nördlichen Inseln sind von Wind, Wetter und dem die Inseln umspülenden Golf zerfressen und ausgehöhlt. Eine Unmenge kleiner Höhlen wartet auf Ihre Entdeckung, winzige Buchten mit kleinen Sandstränden die im Gezeitenbereich von Meeresorganismen in Farben von Türkis bis Violett eingefärbt sind.
Ausgerüstet mit einem Lot kann man sich seine eigene Kletterwand suchen, an der man dann relativ gefahrlos Freiklettern kann, da man, wenn man den Halt verliert in das vorher ausgelotete tiefe Wasser fällt.
Das Schnorcheln in Ang Thong ist nur bedingt zu empfehlen. Um den Monat April herum kann es ein herrausragendes Erlebnis sein, wenn die Sichtweiten bis zu 15 Meter erreichen. Zu den meisten anderen Zeiten des Jahres lässt die Sichtweite allerdings sehr zu wünschen uebrig.
Wer es etwas geruhsamer angehen lassen möchte, dem sei ein Nachmittag am Strand empfohlen. Im Nationalpark ist es immer noch möglich seinen eigenen "Privatstrand" zu finden.
--Alf Birnecker 11:14, 1. Mär. 2008 (CET)
[bearbeiten] Kaufen
Auf den Inseln gibt es keine Läden. Ausser Verpflegung muss man alles selbst mitbringen.
[bearbeiten] Essen
Die Nationalparkverwaltung unterhält ein Restaurant auf Koh Wuatalab. Auf der Speisekarte sind hauptsächlich thailändische Gerichte zu finden die schmackhaft zubereitet werden. Das Preisgefüge liegt allerdings etwas oberhalb des Üblichen.
Die Aussenstellen der Verwaltung auf Koh Mae Koh und Koh Samsao verkaufen Snacks die sich aber auf Chips und Schokoriegel beschränken.
[bearbeiten] Trinken
Auf Koh Wuatalab sind Getränke im Restaurant und an einer kleinen Bar am Strand erhältlich. Zu empfehlen sind die eisgekühlten jungen Kokosnüsse die neben der kleinen Bar für 40 ฿ das Stück angeboten werden. Nach dem Austrinken kann man sich Diese aufhacken lassen um das noch junge Kokosfleisch/gelee zu essen.
Die oben erwähnten Aussenstellen halten ebenfalls gekühlte Getränke bereit.
[bearbeiten] Unterkunft
[bearbeiten] Bungalows
Die Nationalparkverwaltung vermietet einige einfache Bungalows auf Koh Wuatalab. Diese sind Ventilatorgekuehlt. Die beiden Bungalows fuer 2 Personen kosten 500 ฿ die Nacht, der 8 Personen Bungalow mit 2 Schlafzimmern 1200 ฿ und der 8 Personen Bungalow mit Unterbringung in 3 Schlafzimmern der, ausser Bettzeug und Ventilator, auch noch einen Tisch zu bieten hat 1400 ฿.
[bearbeiten] Camping
Näher am Strand (wieder auf Wuatalab) ist man untergebracht wenn man ein Zelt mietet.
Ein 2 Personen Zelt kommt auf 150 ฿ die Nacht.
Reservieren kann man sowohl Bungalows als auch Zelte über die Regierungswebseite (Auf der alphabetischen Liste der Nationalparks nach 'Mu Koh Ang Thong' suchen)
--Alf Birnecker 11:06, 1. Mär. 2008 (CET)
[bearbeiten] Sicherheit
Der Nationalpark ist als sicher zu bezeichnen. Es gibt keine wirklich gefährlichen Pflanzen und Tiere. Trotzdem sollte man natürlich, wie bei allen Aktivitäten in der freien Natur, den gesunden Menschenverstand walten lassen. Zusätzlich dazu sei angemerkt dass man sich in Thailand aufhält. Dies bedeutet besondere Vorsicht walten zu lassen wenn man sich beispielsweise an einem Seil festhält. Hilfen dieser Art sind thaistyle gewartet, was bedeutet dass sie einmal montiert so lange hängen bis sie reissen.


