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Alaska Highway

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Alaska Highway bei Destruction Bay (Yukon)

Der Alaska Highway (früher auch ALCAN Highway) verbindet die "lower 48" (die zusammenhängenden 48 kontinentalen Bundesstaaten der USA) mit Alaska. Dabei führt der größte Teil der Stecke durch die kanadischen Staaten Yukon und British Columbia.

Hintergund[Bearbeiten]

Erste Planungen zu einer Straße gab es schon in den 1930er Jahren, nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbour im Dezember 1941 und den Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg, gewann eine ganzjährig befahrbare Festlandverbindug zwischen Alaska und den Zentralstaaten eine hohe Priorität und die knapp 2.300 Kilometer lange Stecke wurde vom US-Militär innerhalb eines halben Jahres im Sommer 1942 angelegt.

Der Highway ist heute etwa 60km kürzer als ursprünglich, da mittlerweile einige Streckenbegradigungen vorgenommen wurden und auch noch werden - daher gibt es auch manchmal kleine Sprünge auf den Entfernungsschildern, da ein kompletter Austausch erst nach Abschluss aller Arbeiten stattfinden soll. Teilweise sind noch alte Highway-Abschnitte in der Landschaft sichtbar und werden als Wirtschaftswege genutzt, der größte Teil wurde aber zurückgebaut.

Vorbereitung[Bearbeiten]

Je nach Fortbewegungsmittel müssen unterschiedliche Vorbereitungen getroffen werden, sie alle gemein haben aber, dass der Alaska Highway durch teilweise sehr dünn besiedelte Gebiete führt und daher immer genügend Treibstoff bzw. Proviant mitgeführt werden sollte. Besonders außerhalb der Touristensaison haben viele Tankstellen und Läden geschlossen, was das ohnehin weite Netz zusätzlich ausdünnt. Teilweise ist man mehrere hundert Kilometer bis zur nächsten Tank-, Reparatur und Verpflegungsmöglichkeit unterwegs.

Der Highway ist größtenteils, aber nicht durchgehend asphaltiert. Einige Teilabschnitte sind nach Winterschäden nur geschottert, außerdem gibt es manchmal starke Bodenwellen durch Absinken des Permafrostbodens. Die Fahrweise und ggf. Bereifung sollte entsprechend angepasst werden.

Wenn ein Camper (RV) gemietet werden soll, dann bietet sich für Schnäppchenjäger vor allem der Spätsommer/Herbst an. Etwa ab September verlegen die großen Vermieter ihre Flotten wieder nach Süden - dann gibt es oft deutliche Rabatte, wenn man vor Wintereinbruch ein Wohnmobil beispielsweise von Anchorage zu einem Sommerziel in Kalifornien oder Arizona fährt.

Anreise[Bearbeiten]

Als Start/Ziel im Norden bietet sich entweder Anchorage (via Glenn Highway) oder Fairbanks an. Beide Städte haben einen internationalen Flughafen und die nötige Infrastruktur (Läden, Auto- bzw. Campervermietungen).

Die einzige größere Stadt unmittelbar am Highway ist Whitehorse (Yukon), das ebenfalls einen kleinen internationalen Flughafen besitzt.

Im Süden erschließt der Alaska Highway das restliche nordamerikanische Straßennetz, insofern ist die Anreise vor allem von der verfügbaren Reisezeit und der Art des Fortbewegungsmittels abhängig. Der offizielle Alaska Highway beginnt in Dawson Creek (British Columbia), die nächstgrößere Stadt mit internationalen Flugverbindungen ist Edmonton. Wirklich große Auswahl an Flugverbindungen in alle Welt gibt es aber erst viel weiter im Süden in Vancouver (Kanada) und Seattle (USA).

Los geht's[Bearbeiten]

In erster Linie ist der Highway als Straßenverbindung zu sehen, daher bietet sich vor allem das Befahren mit einem Auto oder Camper an. Aufgrund der großen Straßenbreite und des geringen Verkehrs ist aber beispielsweise auch eine Radtour ohne Probleme möglich und nicht unüblich. Zu Fuß wird der Highway normalerweise nicht abgelaufen, da die Distanzen hierfür einfach zu groß sind.

Delta Junction - Tok[Bearbeiten]

In Delta Junction beginnt der Alaska Highway offiziell, hier ist auch ein kleines Denkmal aufgestellt.

Tok - Haines Junction[Bearbeiten]

Kluane Lake mit versandetem Bett des ehemaligen Slims River
Alaska Highway zwischen Kluane Lake und Haines Junction
  • etwa 80 Kilometer hinter Tok bzw. 60 Kilometer vor der Grenze: Northway Junction, kleine Siedlung mit Bar, Campingplatz und Tankstelle (nur im Sommer geöffnet!)
  • etwa 40 Kilometer vor der Grenze gibt es einen kostenlosen Naturcampingplatz direkt am See
  • etwa 10 Kilometer vor der Grenze befindet sich ein Informationszentrum für den Wrangell-St. Elias-Nationalpark mit Aussichtsplattform
  • kurz vor der Grenze gibt es noch eine letzte Tankstelle auf US-Seite, die ganzjährig geöffnet zu haben scheint
  • Grenze USA-Kanada
    • kurz hinter der Grenze gibt es einen kleinen Rastplatz mit Infotafeln und einem kleinen Denkmal, welches an die amerikanisch-kanadische Freundschaft und die längste unbefestigte Grenze der Welt erinnert. Die Grenze selbst ist mit einer langen in den Wald geschlagenen Schneise sichtbar gemacht worden.
    • die Entfernungsangaben in den USA sind in Meilen, in Kanada in Kilometer angegeben!
    • die Zoll-/Grenzstationen von USA und Kanada liegen etwa 30 Kilometer auseinander (USA direkt an der offiziellen Grenze im Nirgendwo, Kanada kurz vor dem Örtchen Beaver Creek).
  • Beaver Creek: kleine Siedlung mit ganzjährig geöffneter Tankstelle (kleiner Shop), Campingplätze, Motels
  • Burwash Landing: Tankstelle, gratis Campingplatz, Motel, Restaurant
    • Burwash Landing und die kurz darauf folgende Siedlung Destruction Bay liegen am Kluane Lake, dem größten See des Yukon
  • Destruction Bay: ganzjährig geöffnete Tankstelle (inkl. Shop), Motel
  • hinter Destruction Bay geht es ein ganzes Stück direkt am See entlang. Kurz bevor man den Kluane Lake verlässt, überquert man den A'ay Chu River, der heutzutage Schmelzwasser des Kaskawulsh Glacier in den See befördert. Noch vor 300 bis 400 Jahren floß dieser Fluss in die entgegengesetzte Richtung, der damalige Slims River entleerte den Kluane Lake auf 225km Länge in den Pazifik. Nachdem der Kaskawulsh Glacier immer größer wurde und sich in das Tal des Slims River vorschob, den Ablauf somit versperrte, stieg der Wasserspiegel im See über 10 Meter an, bis er einen neuen Abfluss (Kluane River) im Nordwesten fand und den See seitdem über Donjek River und White River mit dem Yukon River verbindet, der schließlich in die Beringssee mündet. Das Wasser des Kluane Lake fließt nun eine zehnmal längere Strecke bis zum Meer. Mittlerweile hat sich das Bett des neuen Abflusses so tief ausgespült, dass der Wasserspiegel des Sees wieder auf alter Höhe ist. An den Berghängen kann man noch Spuren des alten Wasserstandes erkennen. Der Highway überquert das riesige ehemalige Bett des Slims River, das heute nur von erwähntem Gletscherbach in entgegengesetzter Richtung genutzt wird. Der Gletscher selbst hat sich mittlerweile zurückgebildet und das Tal wieder freigegeben, der Wasserfluss bleibt seitdem aber unverändert.
  • Anschluss an Haines über Haines Highway

Haines Junction - Whitehorse[Bearbeiten]

Alte Holzbrücke

Distanz 140km (keine Tankstellen oder Läden)

Etwa 3km hinter Haines Junction in Richtung Whitehorse befindet sich eine staatliche Camp Site direkt an einem kleinen See.

25km hinter Haines Jct befindet sich eine restaurierte Holzbrücke über die ursprünglich der Alaska Highway führte. Eine Stichstraße (Schotter) ganz in der Nähe führt zu einem 40km entfernten Campingplatz an einem See.

Ungefähr 30-40km vor Whitehorse führt der Highway durch eine Landschaft, die vor einigen Jahrzehnten durch schwere Waldbrände verwüstet wurde und sich nur verhältnismäßig langsam davon erholt. Infotafeln erklären die Geschichte und weisen auf einige gute Vogelbeobachtungsplätze hin, die sich aufgrund der kargen Vegetation hier besonders anbietet.

Kurz vor Whitehorse mündet der Klondike Highway (Verlängerung des Top of the World Highway aus Dawson) wieder auf den Alaska Highway.


Whitehorse - Watson Lake[Bearbeiten]

Unmittelbar hinter Whitehorse zweigt eine Seitenstraße in das US-amerikanische Skagway ab (Anschluss an Alaska Marine Highway System).

Kurz vor Watson Lake zweigt der Cassiar Highway ab (in Richtung Süden die kürzere Verbindung, jedoch führt die Straße durch sehr dünn besiedeltes Gebiet und ist nicht so gut ausgebaut wie der Alaska Highway).

Watson Lake - Fort Nelson[Bearbeiten]

Fort Nelson - Dawson Creek[Bearbeiten]

Dawson Creek: Beginn bzw. Ende des Alaska Highway

Sicherheit[Bearbeiten]

Wie in ganz Alaska besteht auch auf dem Highway die Gefahr, dass große Bären oder Elche kreuzen. Besonders an Rastplätzen kann es passieren, dass neugierige Bären auftauchen, wenn sie die Erfahrung gemacht haben, dass Touristen essbaren Müll zurücklassen. Daher Müll immer ordentlich in die dafür vorgesehenen Behälter entsorgen.

Die Amerikaner und Kanadier sind sehr hilfsbereit, bei einer Panne oder Notsituation stoppt normalerweise immer jemand und fragt ob er helfen kann - jedoch dauert es wegen der dünnen Besiedelung manchmal etwas länger, bis das nächste Fahrzeug vorbeikommt.

Im Notfall kann man sich leider nicht 100% auf das Handy verlassen. Der amerikanische Teil des Alaska Highway ist teilweise mit 3G (UMTS) versorgt, aber bei weitem nicht flächendeckend. Der kanadische Teil bietet überhaupt kein GSM/3G-Netz, jedoch besteht wohl teilweise eine Versorgung mit CDMA (amerikanischer Standard, für den ein spezielles Telefon notwendig ist).

Der Notruf 911 ist auch mit amerikanischen Handys nur in manchen Gegenden verfügbar (Straßenschilder weisen darauf hin).

Weiter geht's[Bearbeiten]

In Alaska angekommen steht einem das komplette Land offen, einige Sehenswürdigkeiten wären z.B.

Wenn man nicht 2.300km zurückfahren möchte, aber irgendwie samt Fortbewegungsmittel in den Süden muss, bietet sich zum Beispiel das Alaska Marine Highway System an, ein Autofährensystem, dass die Küstenstädte Alaskas mit den südlichen Zentralstaaten verbindet.

In Kanada besteht Anschluss an das kontinentale Straßensystem Amerikas, einschließlich der legendären Panamericana.











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