Neu bei Wikitravel? Bitte lies dir kurz unsere Einsteigertipps durch.

Abruzzen

Aus Wikitravel
Wechseln zu: Navigation, Suche


Strand bei Giulianova
Lage
Abruzzo in Italy.svg
Flagge
Flag of Abruzzo.svg
Kurzdaten
Hauptstadt: L'Aquila
Staatsform: Region
Währung: Euro (€)
Fläche: 10.795,12 km²
Bevölkerung: 1.333.939 (31. Dez. 2013)
Stromsystem: 230V, 50Hz
Zeitzone: UTC+1 UTC+2 (März bis Oktober)



Die Abruzzen sind eine Region am nördlichen Rand Süditaliens. Sie werden im Osten vom Adriatischen Meer und im Westen von den Bergen, sowie im Norden von den Marken und im Süden von Molise umrahmt.

Regionen[Bearbeiten]

Die Region Abruzzen besteht aus den Provinzen L'Aquila, Chieti, Pescara und Teramo.

Orte[Bearbeiten]

Weitere Ziele[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Sprache[Bearbeiten]

Die Landessprache ist selbstverständlich Italienisch. In vielen kleinen Bergdörfern spricht die Bevölkerung aber auch Dialekt. Dabei gibt es nicht nur einen, sondern jede Provinz hat einen eigenen, daher gibt es das Teramano im Norden, das Chietino im Süden und schließlich das Aquilano. Beim letzteren gab es in den vergangen Jahrhunderten sogar eine dialektale Geschlechtertrennung: Die Frauen sprachen innerhalb der Dorfgemeinschaft weiterhin ihre Mundart, während die Männer mit Ihren Schafherden große Teile des Jahres unterwegs waren, meistens Richtung Süden, wo sie den apulischen Dialekt übernahmen.

In der Nähe von Chieti gibt es eine kleine albanischsprachige Minderheit.

In den touristischen Gegenden, vor allem an der Küste, sprechen die meisten Abruzzesen Englisch.

Anreise[Bearbeiten]

Die Region bietet in Pescara einen eigenen Flughafen, "Aeroporto d'Abruzzo". Die einzige Verbindung nach Deutschland ist mit Ryanair nach Frankfurt Hahn. Viele Besucher der Abruzzen landen daher in Rom. Die Fahrzeit von dort beträgt ca. 2 Stunden. Sowohl in Rom als auch in Pescara gibt es viele Autovermieter, die ein unkompliziertes Umsteigen ermöglichen.

Aus Richtung München fährt man mit dem Auto die A8 Richtung Salzburg, am Dreieck Inntal die A93, in Österreich Richtung Brenner A12/A13 und in Italien die A22/A1. Ein Auto oder Motorrad ist in den Abruzzen unverzichtbar. Die Autobahnen sind aber kostenpflichtig. Man kann durchschnittlich mit ca. 5 € pro 100 km rechnen. Manche Autobahnabschnitte sind teurer, manche gratis. Die Entfernung von München beträgt ca. 900 km. Wer aus Süddeutschland kommt, sollte daher erwägen, mit dem eigenen Fahrzeug anzureisen.

Die Zugverbindungen funktionieren gut und das Zugfahren ist preiswerter als in Deutschland. Eine teurere Alternative, ist der Nachtzug ab München oder der Autoreisezug bis nach Ancona.

Mobilität[Bearbeiten]

Ein fahrbarer Untersatz ist für den Urlauber in den Abruzzen mehr als ratsam. Gerade die sehenswerten, aber entlegenen Bergregionen werden vom öffentlichen Nahverkehr nur unzureichend bedient. Oft verkehren Busse nur 3 mal am Tag. Darüberhinaus verbinden die Buslinien vorrangig die großen Städte mit den kleinen Dörfern. Busverbindungen zwischen kleineren Orten sind sehr selten.

Die grün ausgewiesenen Autobahnen sind gebührenpflichtig. Es empfiehlt sich, bereits bei Automobilclubs in Deutschland, an den italienischen Autobahnraststätten oder an den Mautstellen selbst eine so genannten Viacard zu kaufen. Damit ersparen Urlauber sich lange Warteschlangen an den Mautstationen.

Die Promillegrenze liegt bei 0,5 Promille. Die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen 130 km/h, auf Landstraßen 90 km/h.

Auch tagsüber muss das Abblendlicht eingeschaltet und eine Warnweste mitgeführt werden.

Das Straßennetz ist recht gut ausgebaut und die Straßen in gutem Zustand. Norden und Süden werden entlang der Küsten mit Hilfe der A 14 verbunden. Die A 24 verbindet die Küste mit L'Aquila und dem Gran Sasso, während weiter im Süden die A 25 die Küste und das Landesinnere verbindet.

Die abruzzesischen Züge verkehren hauptsächlich an der Küste und zwischen Rom und Adria. Ansonsten gibt es nur kleinere und selten befahrene Stichstrecken. Aus touristischen Gründen sollte der Urlauber einmal die Panoramafahrt von Sulmona nach Roccaraso mitmachen, sie führt an spektakulären Landschaften vorbei bis auf fast 1000 Höhenmeter.

Die Region bietet sich zum Mountainbiken an. Die Touristenbüros in den Städten halten mehrsprachige Broschüren bereit, die schöne Routen auszeichnen. Dass man dabei auf riesige Schafherden, Kühe oder andere Vierbeiner trifft, ist hier ganz normal. Auf den Hauptstraßen hingegen ist wegen des Verkehrs vom Fahrradfahren eher abzuraten. Mittlerweile findet man in einigen Küstenstädten allerdings schöne Radwege direkt am Meer entlang.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Hauptstadt der Region L'Aquila liegt auf über 700 m Höhe und wird von ca. 70.000 Menschen bewohnt. Besonders sehenswert ist hier der Brunnen der 99 Röhren. In den Fassaden vieler Bauten spiegelt sich die Romanik wider. Die Studentenstadt wimmelt vor Leben und in den zahlreichen Bars kann man italienische Lebensart spüren.

Auch kulturell pulsiert die 1240 vom Staufferkaiser Friedrich II gegründete Stadt, es finden viele Konzerte und Aufführungen statt.

Die noch gut erhaltene Festung der Stadt beherbergt das Nationalmuseum der Abruzzen.

Mit 25.000 Einwohner ist Sulmona ein beschauliches Bergstädtchen. Es liegt in der Nähe des Majella- und des Abruzzen-Nationalparks und ist besonders wegen seiner Konfekte berühmt. In allen Formen und Farben schmücken die süßen und dekorativen Leckereien die Fußgängerzone.

Am letzten Juliwochenende findet die Giostra statt. In farbenfrohen Renaissancekostümen treten die Bewohner der 6 Stadtteile auf dem Pferd gegeneinander an.

Die größte Stadt der Abruzzen ist Pescara (ca. 120.000 Einwohner). Die erst 1927 gegründete Stadt liegt direkt am Meer und lockt nicht nur mit Strandpromenade, Hafen und vielen Lokalen, sondern bietet auch viele Veranstaltungen, wie z.B das Internationale Jazz Festival oder das Pescara Dance Festival (beide im Juli).

Auf ca. 300 m auf einem Hügel gelegen, sieht Chieti auf den ersten Blick mit seinem modernen Neubauten wenig einladend aus, obwohl "Teate" ja eigentlich die älteste Siedlung der italischen Kultur ist.

Besonders interessant sind die beiden Museen: das im grünen Zentrum gelegene Museo Archeologico d'Abruzzo (wo der berühmte Krieger von Capestrano ausgestellt ist) und das beonders für Kinder interessante Geschichtsmuseum "La Civitella".

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Die Abruzzen sind eine Region zum Entdecken und Erleben. Hier ist alles möglich: Baden, Wassersport, Skifahren, Wanderen, Klettern, Trekking, Rafting, Kajak- oder Kanufahren, Paragliding, Drachenfliegen, Reiten, Tennis, Golf und vieles mehr.

Als grünste Region Europas mit vier riesigen Nationalparks lockt sie Naturfreunde und Sportler aller Art mit tollen Wander- und Fahrradwegen durch Berge und Wälder, Hügel und Felder und am Meer entlang. Die Landschaft kann hier bizarr und schroff oder lieblich und verlockend sein. Es gibt weite kahle Ebenen, saftige Wiesen oder fruchtbare Wälder.

Die abruzzesische Bergwelt bietet Tausende Wanderkilometer unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades. Das selbe gilt für Mountainbiker und Trekkingbegeisterte. Die Touristenbüros vor Ort halten Informationen und Karten bereits und vermitteln auch organisierte Touren. Die zahlreichen Gipfel locken viele Kletterer und Freeclimber an.

Im Winter kann sich Region einer verlässlichen Schneesicherheit und moderner Skianlagen rühmen. Vom November bis in den Mai hinein bieten sich Pisten mit einer Länge von Hunderten von Kilometern und unterschiedlicher Art an. An erster Stelle steht das Gebiet Alto Sangro-Altipiani im Süden des Maiella-Nationalparks.

Die Skigebiete der Abruzzen eigenen sich sowohl für Anfänger als auch für Könner, für Familien wie auch für Extremsportler, für Abfahrt- oder auch Langlauffans. Letztere können besonders spektakuläre Touren auf dem Campo Imperatore im Gran Sasso erleben.

Im Sommer kommen nicht nur Sonnenhungrige und Badegäste, sondern auch Wassersportler auf Ihre Kosten.

133 km Küste, vom Sandstrand über Kiesbuchten bis hin zur Felsenküste, hat die Region zu bieten. Im Norden dominieren silbrig glänzende Sandstrände, die meistens von Kiefernwäldern von den Küstenstädtchen abgeschirmt werden. Sie sind gut belebt und oft reiht sich eine "bagno" an das nächste. Die Betreiber versuchen mit bunten Strandliegen und einem reichen Angebot an Infrastruktur den Bedürfnissen der Urlauber gerecht zu werden.

Richtung Süden wird er Sand an vielen Stellen von Klippen und kleinen Buchten mit Kiesstränden unterbrochen. Ein Paradies für Schnorchler und Taucher. Interessant sind die berühmten Trabocchi, seltsame Pfahlbauten, die früher zum Fischen benutzt worden. Manche sind in Restaurants umgewandelt worden und bieten nun suggestive Abendessen an.

Auf den zahlreichen Seen und Flüssen im Landesinneren kann man Kanu- und Kajakfahren, Tauchen und Schwimmen. Bei Capestrano können Taucher sogar ein versunkenes Dorf erkunden. Ausrüstung kann man in L'Aquila leihen.

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Ganz Italien ist für seine gute Küche bekannt und jede Region wartet mit eigenen Spezialitäten auf.

Die abruzzesischen Antipasti (Vorspeisen) sind hier oft besonders reichhaltig. Besonderheiten gibt es aber eher bei den "Primi Piatti", den Reis- und Nudelgerichten. Hier stechen vor allem die "Maccheroni alla chitarra" heraus. Es handelt sich dabei um lange Bandnudeln, die mit Hilfe eines Holzrahmens mit ganz dünnen Saiten per Hand hergestellt werden. Traditionell gibt diese Nudeln mit einer scharfen Tomatensoße oder einer fleischhaltigen Sauce mit Lamm.

Unter den Nudelgericht auch sehr bekannt sind die Bucatini all'Amatriciana, die zwar eigentlich zum Latium gehören, aber dennoch auf vielen abruzzesischen Speisekarten stehen. Die etwas dickeren Spaghetti werden mit einer Sauce aus Speck, Tomaten, Schafskäse und Gewürzen gereicht.

Zu den "Secondi", den Hauptgerichten, zählen mit Sicherheit die berühmten Fischgerichte und jene aus Lammfleisch....

Ausgehen[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Weiter geht's[Bearbeiten]

Wikitravel hilft bei der Suche eines Campingplatzes in dieser Region mit der Liste der Campingplätze.