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Abū Qīr

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Mittelmeer : Alexandria : Abū Qīr
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Abu Qir (auch Abuqir oder Abukir, arab.: أبو قير, Abū Qīr, gesprochen als Abū ʾĪr, griechisch Kanopus) befindet sich ca. 24 km östlich vom Stadtzentrum Alexandrias auf einer Landzunge an der Bucht von Abū Qīr an der Mittelmeerküste Ägyptens. Heute grenzt es unmittelbar an den östlichsten Stadtteil von Alexandria Al-Muntaza.

Hintergrund[Bearbeiten]

Nahe der Stadt Abū Qīr befanden sich die antiken Städte Kanopus, Menuthis und Herakleion, die aber vor ca. 1500 Jahren wohl aufgrund eines Erdbebens im Meer versunken sind. Südwestlich von Abū Qīr sind noch wenige Reste von Kanopus auszumachen, sie liegen aber im militärischen Sperrgebiet.

Der Name der Siedlung leitet sich vom Hl. Kyros ab. Der Hl. Kyros, aus Alexandria stammend, und sein Schüler, der Hl. Johannes, aus Edessa stammend, waren als Ärzte tätig. Ihr Beistand zu Athanasia und ihren Töchtern Theoktista, Theodotia und Eudoxia, alle in Kanopus verhaftet, führte dazu, dass sie ebenfalls verhaftet, gefoltert und im Jahr 312 ermordet wurden. Sie wurden zuerst in Kanopus bestattet, im 5. Jahrhundert wurde ihnen zu Ehren von Cyrill in der nahe gelegenen Stadt Menuthis eine Kirche auf dem Tempelareal der Isis und des Serapis errichtet und sie hierher umgebettet. An ihrem Grabe geschahen in der Folgezeit zahlreiche Wunderheilungen, sie übten ihren Beruf so posthum aus. Die Kirche existiert seit der Zeit der arabischen Eroberung nicht mehr. Die Reliquien beider Heiliger werden heute in der Kirche des Hl. Kyros und des Hl. Johannes im Kloster Tadrus bzw. in der Kirche der Hl. Barbara in Altkairo aufbewahrt.

Der Ort ist Austragungsort bedeutender Schlachten zwischen Briten und Franzosen am Ende des 18. Jahrhunderts gewesen: Am 1. August 1798 schlägt die britische Flotte unter Horatio Nelson die napoleonische Flotte in der Bucht von Abū Qīr vernichtend. Die Franzosen verlieren zwar die Seehoheit, können aber die Landschlacht vom 25. Juli 1799 gegen das von den Briten unterstützte türkische Heer trotz deren Überzahl für sich entscheiden.

In der Zeit Muḥammad ʿAlīs dienten die Festungsanlagen als Staatsgefängnis.

Franck Goddio und sein Taucherteam betrieben 1998 – 2000 Forschungen in der Bucht von Abū Qīr und konnten die Überreste der versunkenen Städte Canopus, Menuthis und Herakleion (etwa 7 km vor der Küste im Meer) und die versenkte Flotte Napoleons (Flaggschiff L’Orient und zweier Fregatten) entdecken.

Anreise[Bearbeiten]

Abū Qīr erreicht man von Alexandria aus mit Taxi, Bussen, Minibussen und der Stadtbahn. Minibusse fahren von der Corniche auf Höhe des Mīdān Orabi, Al-Manschīya im Stadtteil Al-Gumruk oder vom Hauptbahnhof im Stadtzentrum. Bahnhöfe der Stadtbahn befinden sich im Hauptbahnhof und in Sīdī Gābar.

Mobilität[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Reste der Festungsanlagen an der Küste.
  • Die Unterwasserfunde von Abū Qīr sind im Nationalmuseum von Alexandria ausgestellt.

Aktivitäten[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • Ausflüge zur Wilson-Insel zum Fischfang.

Einkaufen[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Küche[Bearbeiten][hinzufügen listing]

  • In Abū Qīr gibt es gute Fischrestaurants wie das Zephyrikon und das Bella Vista.

Ausgehen[Bearbeiten]

Unterkunft[Bearbeiten][hinzufügen listing]

Unterkunftsmöglichkeiten gibt es im nahe gelegenen Alexandria.

Günstig[Bearbeiten]

  • Jugendzeltlager Abū Qīr, Tel. (03) 5601424, 5601541.

Kommunikation[Bearbeiten]

Die Telefonvorwahl von Abū Qīr ist 03 (wie Alexandria).

Weiter geht's[Bearbeiten]

Der Besuch von Abū Qīr lässt sich mit dem Besuch von Raschīd verbinden.






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